Friedrich Mildenberger über Friedrich Mildenberger: „Ich bin dankbar dafür, dass ich mit den drei Bänden der »Biblischen Dogmatik«, die 1991-1993 erschienen sind, noch einmal zusammenfassen konnte, was mich als Systematischen Theologen zeitlebens beschäftigt hat. Dabei waren eine ganze Reihe von grundlegenden Überlegungen miteinander zu verknüpfen, die sich nicht in den gängigen Bahnen der theologischen Diskussion bewegen.“

In dem von Christian Henning und Karsten Lehmkühler herausgegebenen Band Systematische Theologie der Gegenwart in Selbstdarstellungen von 1998 schrieb Friedrich … Mehr

Friedrich Mildenberger, Biblische Theologie als kirchliche Schriftauslegung: „Wissenschaftliche Schriftauslegung kann nicht am kirchlichen Verstehen der Schrift vorbeige­hen. Sosehr sie ei­nerseits die Freiheit der Schrift auch gegenüber der Kirche mit zu vertre­ten hat, sosehr wird sie doch andererseits auf die Kontinuität eines Ver­stehens achten, das sich als Leben der Kirche im Bekenntnis ihres Glaubens darstellt. Dabei gehe ich jetzt nicht auf die Grundentscheidun­gen der Kirche im Verständnis der Schrift ein, die den solen­nen Rang von Dogmen bzw. Bekenntnissen gewonnen haben, die einmütig rezipier­ten wie die strittigen.“

Biblische Theologie als kirchliche Schriftauslegung Von Friedrich Mildenberger Eine »Biblische Theologie«, die sich von der Dogmatik methodisch und inhaltlich löst, … Mehr

Friedrich Mildenberger, Vorwärts ins Land der Verheißung. Karl Steinbauers prophetische Zeit­deutung: „Das Gotteswort selbst, die biblischen Texte und Geschichten, legen »uns« aus. So ließe sich etwas zugespitzt sagen. Das ist die Konsequenz daraus, dass die Aktivität im Vorgang des Verstehens primär bei dem Gotteswort der Schrift liegt.“

Mein theologischer Lehrer Friedrich Mildenberger wusste Karl Steinbauers Schriftauslegungen und Predigten zu schätzen. Dazu sein Vortrag, den er am 3. … Mehr

Friedrich Mildenberger über Karl Steinbauer 1936 in Penzberg: „Weiter verweigerte Steinbauer die zum 1. Mai als nationalem Feiertag des Deutschen Volkes angeordnete Beflaggung der Kir­chengebäude. Schon am Morgen des 1. Mai 1936 wurde er des­wegen von einem Polizeibeamten zur Rede gestellt, der von der Gestapo in München beauftragt worden war, nachzuprüfen, ob Steinbauer der Anordnung zur Beflaggung nachge­kommen war. Obwohl dieser mit seiner sofortigen Verhaftung rechnete, er­folgte zunächst nichts. Steinbauer vermutet, dass er damals durch Drohungen gefügig gemacht werden sollte. In einem am 2. Mai von ihm aufgesetzten polizeilichen Vernehmungsproto­koll begründete er sein Verhalten ausführlich mit seiner seelsorgerlichen Verantwortung unter Berufung auf sei­ne Ordina­tion.“

Damit die Kette des Gehorsams nicht abreißt! Fragen der kirchlichen Rechtsordnung, an einem konkreten Fall erläutert Von Friedrich Mildenberger Am … Mehr

Friedrich Mildenberger, Die einfache Gottesrede, das Evangelium und das Gesetz: „Ein Gesetz, das nur im Kopf oder im Herzen wäre, ließe uns mit unserem guten Willen allein und letztlich ungeschoren. Weil uns Gottes Reich entgegenkommt, entbindet es das Tun des Guten. Darum ist gerade auch hier eine Revision der traditionellen Gesetzeslehre angebracht.“

Das war einer der letzten Vorträge Friedrich Mildenbergers vor seiner Emeritierung 1994, in dem er sich mit einer lutherischen Gesetzestheologie … Mehr