Gastfreundschaft gewinnt: „Reisende und Camper können erzählen, wie aus mancher Gastfreundlichkeit echte Freundschaften geworden sind. Wer sein Leben auf Dauer in den eigenen vier Wänden für sich selbst behalten will, kann nur armselig enden. ‚Vergesst aber auch die Gastfreundschaft nicht. Denn auf diese Weise haben schon manche, ohne es zu wissen, Engel als Gäste aufgenommen.‘ Für jeden von uns hat Gott Menschen vorgesehen, die als seine Boten bei uns auftauchen. Mitunter auf den ersten Blick eine Zumutung, aber der Fremde lenkt meinen Blick auf Gottes Güte – ich öffne, ich höre, ich rede, ich traue, ich gebe, und ich bekomme. Doch gut, dass du bei mir gewesen bist.“

Gastfreundschaft gewinnt Mancher hat im Sommerurlaub selbst Gastfreundschaft erlebt, z.B. wenn die Bauernfamilie einen als Feriengast nach der Ankunft zum…

Alfons Deissler über das Alte Testament: „Die Bibel Israels kommentiert nicht bloß die Geschichte des ‚Bundes Got­tes‘ in vorchristlicher Zeit, sie ist selbst ein ‚Gotteswerk‘ in dieser Heilsgeschichte. Diese selbst ist mehr als nur ‚Vorgeschichte‘. Die Propheten haben Israel auf eine Waagschale ge­stellt, die über Tod und Leben des Gottesvolkes entschied. Dies weist aus: der Weg JHWHs mit Israel ist ein wirklicher Weg, ist bereits ‚Bundesgeschichte‘ im vollsten Sinne des Wor­tes.“

Altes Testament Von Alfons Deissler I. Zum Begriff Der üblich gewordene Name „Altes Testament“ kommt nur ein einziges Mal im…

Rechtsverwahrung der evangelischen Bürger in Lindau gegen die zwangsweise Einführung der bayerischen Gottesdienst-Agende von 1856: „Um unsere Herzen zu Gott zu erheben, bedürfen wir der Gefangennehmung unserer Sinne nicht, und werden uns nie überzeugen, dass Formen der Gottesverehrung, welche die Sinne fesseln, zur Erbauung notwendig seien.“

In Artikel 7 des Augsburger Bekenntnisses heißt es von der Kirche: „Das genügt zur wahren Einheit der christlichen Kirche, dass…

Johann Eberlin von Günzburg über die Toleranz gegenüber Andersgläubigen: „Wenn ‚Missgläubige‘ unter uns wohnen, so soll man ihnen nicht Leid tun, sondern sie freundlich behandeln wie unsere Bürger. Doch soll man sie nicht zu bürgerlichen Ehren oder zu einem Amt zulassen; sie sollen auch unsere Gesetze und den Glauben nicht schmähen.“

In Sachen Toleranz hat sich die Reformation nicht hervorgetan. Aber wenigstens Johann Eberlin von Günzburg (1470-1533) hat in seinen 15…

Martin Luther über das rechte Beten im Großen Katechismus: „Wenn aber ein Gebet recht sein soll, muss es ernst gemeint sein, sodass man seine Not empfindet – und zwar eine solche Not, die drückt und zum Rufen und Schreien treibt. Dann geht das Gebet von selbst so, wie es gehen soll, sodass man keiner Belehrung darüber bedarf, wie man sich darauf vorbereiten oder Andacht schöpfen soll. Die Not aber, die uns selbst wie auch jeden anderen angehen soll, findest du reichlich genug im Vaterunser; deshalb soll es auch dazu dienen, dass wir uns ihrer daraus erinnern, sie betrachten und zu Herzen nehmen, damit wir nicht lässig werden im Beten. Denn wir haben alle genug an dem, was uns mangelt; der Fehler liegt aber darin, dass wir es nicht fühlen und sehen. Darum will Gott auch, dass du diese deine Not und Anliegen klagst und vorbringst – nicht als ob er es nicht wüsste, sondern damit du dein Herz entzündest, stärker und mehr zu begehren, und den Mantel weit ausbreitest und auftust, um viel zu empfangen.“

Über das rechte Beten Von Martin Luther Eine ernsthafte Ermahnung und zugleich wunderbare Einladung zum Gebet findet sich in Martin…