Karl Barth, Der Christ in der Gesellschaft. Eine Tambacher Rede (1919): „Nein nein, antworten wir, geht uns, ihr Psychiker, mit eurem Innseits! Apage Satanas! Jenseits, trans, darum gerade han­delt es sich, davon leben wir. Wir leben von dem, was jenseits des Reichs der Analogien ist, zu denen auch unser bißchen Innseits gehört. Von den Analogien führt keine Kontinuität hinüber in die göttliche Wirklichkeit. Kein gegenständlicher Zusammenhang zwischen dem, was gemeint ist, und dem, was ist, darum auch kein gegenständlicher, etwa entwicklungs­mäßig vorzustellender Übergang von hier nach dort. Das Himmelreich ist eine Sache für sich, seine Ver­heißung sowohl wie seine Offenbarung, wie die Fülle seiner Gegenwart, so gewiss es nicht für sich bleibt und bleiben kann. So ist das Ziel der Geschichte, das télos, von dem Pau­lus 1. Korinther 15,23-28 geredet, kein geschichtliches Ereignis neben andern, sondern die Summe der Geschichte Gottes in der Geschichte, in ihrer uns verhüllten, ihm aber und den von ihm erleuchteten Augen offenbaren Herrlichkeit.“

Im besten Sinne verstörend ist der expressive Gottesanspruch, den Karl Barth in seiner Tambacher Rede in die religiöse Landschaft nach…

„Die pfadfinderische Methode“ – Ein KIM-Artikel von Kurt Joa: „Baden Powell (BiPi) spricht von der pfadfinderischen Methode als einem „Sy­stem fortschreitender Selbsterziehung“ Zu ihr gehören: Sippensy­stem, Regeln und Versprechen, Lernen durch Tun (learning by doing), das Spiel, das Leben in der freien Natur, die Übernahme von Verantwor­tung durch den Einzelnen, die För­derung der Neugier im Menschen.“

Was Kurt Joa 1979 als bayerischer Landesvorsitzender des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) über die pfadfinderische Methode geschrieben hatte,…

„Darum kommt uns das Licht aus der Höhe zur Hilfe …“ (Lukas 1,78) – eine Besinnung zum Advent: „Selbst ein noch so kleines Licht kann nicht unscheinbar aufleuchten. Ist es von Dunkelheit umgeben, wirkt es umso faszinierender. Von daher ist es nachvollziehbar, dass die biblische Botschaft im Advent und an Weihnachten immer auch Licht für sich sprechen lässt.“

„Darum kommt uns das Licht aus der Höhe zur Hilfe …“. Eine Besinnung zum Advent Im Winter vermissen wir sie…

„Sie war die größte und tödlichste Rebellion des 19. Jahrhunderts“ – Der Sinologe Rudolf G. Wagner über die Taiping-Bewegung: „Die Taipings veröffentlichten neben dem kommentierten Alten und Neuen Testament ihr eigenes Testament mit dem Bericht über Hungs Vision, Protokolle späterer himmlischer Interventionen sowie eine Reihe von Büchern zur Moralerziehung und Staatslehre. Sie verbanden darin die Traktat­mis­sion der Erweckungsmissionare mit den Publikationsstrategien der populären chinesischen Sekten. Sie unterstellten sich nicht der theologischen Führung der Missionare.“

Der im September erschienene Roman „Der Gott der Barbaren“ von Stefan Thome hat sich der Taiping-Bewegung in China Mitte des…

„Licht soll aus der Dunkelheit hervorbrechen“ (2. Korinther 4,6) – eine Besinnung zum Advent: „Wo physikalisches Licht nur äußerlicher Schein sein kann, erhellt das göttliche Licht unsere Herzen innerlich: Jesus Christus, Gottes Sohn Mensch geworden, durchwirkt unser Leben, durchdringt die Finsternis des Todes und der Sünde. Wer ihm Glauben schenkt, für den tut sich vor dem inneren Auge der lichte Gotteshimmel auf.“

„Licht soll aus der Dunkelheit hervorbrechen“ – eine Besinnung zum Advent „Es werde Licht!“ So heißt es ganz am Anfang der…

Warum eine Hermeneutik der Unterstellung als Nachrede ethisch fragwürdig ist: „Wer dem anderen ‚tatsächlich Gemeintes‘ unterstellt, weiß ihn zu kritisieren, und zwar in einer Weise, die Gegenargumente und Richtigstellungen nur schwerlich zulässt. Folgenreich ist die ‚Hermeneutik der Unterstellung‘ dann, wenn dabei dem anderen eine bestimmte Gesinnung zugeschrieben wird, die ihn moralisch zu diskreditieren sucht. Wird diese Nachrede in der Öffentlichkeit toleriert oder gar akzeptiert, sieht sich der selbsterklärte Hermeneut in seiner vermeintlichen Deutungshoheit über den anderen bestärkt.“

Warum eine Hermeneutik der Unterstellung als Nachrede ethisch fragwürdig ist In Diskussionen oder Feuilletonartikeln zeigt sich mitunter eine „Hermeneutik der…