Rudolf Bultmann, Zum Problem der Entmythologisierung (Kerygma und Mythos VI-1, 1963): „Die konsequente Naturwissenschaft hat die „Hypothese Gott“ nicht nötig (Laplace); die das Naturgeschehen leitenden Kräfte sind diesem immanent. Ebenso eliminiert sie den Gedanken des Wunders als eines den Kausalzusam­men­hang des Weltgeschehens unterbrechenden Mirakels.“

Zum Problem der Entmythologisierung (1963) Von Rudolf Bultmann Unter Entmythologisierung verstehe ich ein hermeneutisches Ver­fahren, das mythologische Aussagen bzw. Texte…

Jürgen Habermas, Israel und Athen oder: Wem gehört die anamnetische Vernunft? (1993): „Die Spannung zwischen dem Geiste Athens und dem Erbe Israels hat sich innerhalb der Philosophie nicht weniger fol­genreich ausgewirkt als innerhalb der Theologie. Wenn aber das philosophische Denken nicht aufgeht in der synthetischen Arbeit jenes Idealismus, der das kirchlich verfaßte Heiden­christentum des Abendlandes auf den theologischen Begriff gebracht hat, dann kann sich die Kritik am hellenisierten Christentum auch nicht gegen die argumentierende Vernunft per se, gegen die unpersönliche Vernunft der Philosophen als solche richten.“

Als die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Münster am 16. Juni 1993 unter dem Titel «Gott in dieser Zeit» ein Symposion…

Ernst Wolf, In memoriam Hans Joachim Iwand (1960): „Iwand hat sei­nen theologischen Kampf gekämpft, oft allein gelassen, aber doch kein Einsamer, ein Warner, der auch der Kirche, solange er lebte, immer etwas unangenehm war, und der nach seinem Tode ihr nunmehr un­ersetzlich fehlen wird. Was er hinterläßt, ist ein theologisches und gei­stiges Vermächtnis, das dazu aufruft, den von ihm eingeschlagenen Weg selbständig weiterzuverfolgen.“

In memoriam Hans Joachim Iwand (11.7.1899 – 2.5.1960) Von Ernst Wolf „Es liegt in der Theologie dieses Mannes und in…

Rudolf Bultmann, Zum Problem der Entmythologisierung (1952): „Die Entmythologisierung will die eigentliche Intention des Mythos zur Geltung bringen, nämlich die Intention, von der Existenz des Menschen in ihrer Begrün­dung und Begrenzung durch eine jenseitige, unweltliche Macht zu reden, eine Macht, die dem objektivierenden Denken nicht sichtbar wird.“

In den von Hans-Werner Bartsch herausgegebenen Bänden „Kerygma und Mythos“ wurden zwischen 1948 und 1960 theologische Stimmen und Einwände gegen…

Karl Rahner, Warum bin ich ein Christ: „Weil ich Mensch und Christ bin, ist es für mich im letzten doch selbstverständlich, daß ich ein Christ in der Kirche, ein kirchlicher Christ bin. Ich möchte das Denken und die freie Entscheidung nicht «sozialisieren», Verstand und Freiheit bei einem Kollektiv abliefern. Aber ich kann mich nun einmal auch nicht so wichtig nehmen, dass mir meine eigene Überzeugung noch wirklich radikal wichtig wäre, wie es dem Glauben als totaler Lebensentscheidung eigen sein muss, wenn sie von vornherein und nur die meine sein wollte.“

Warum bin ich ein Christ Von Karl Rahner Die Frage: Warum bin ich ein Christ? ist eine radikal andere Frage…

Karl Rahner, Meditation über das Wort „Gott“ (Grundkurs des Glaubens): „Eigentlich existiert der Mensch nur als Mensch, wo er wenigstens als Frage, wenigstens als verneinende und verneinte Frage „Gott“ sagt. Der absolute, selbst seine Vergangenheit tilgende Tod des Wortes „Gott“ wäre das von niemandem mehr gehörte Signal, daß der Mensch selbst gestorben ist.“

Meditation über das Wort „Gott“ Von Karl Rahner Es gibt dieses Wort Es liegt nahe, mit einer kleinen Überlegung zu…