Martin Luther im Brief an Melanchthon vom 29. Juni 1530 (Veste Coburg): „Das Ende und der Ausgang der Sache zermartert Dich darum, dass Du es nicht begreifen kannst. Doch wenn Du es begreifen könntest, so wollte ich an dieser Sache nicht teilhaben und noch viel weniger derjenige sein, welcher sie angefangen hat.“

Martin Luther im Brief an Melanchthon vom 29. Juni 1530 (Veste Coburg)

Das Ende und der Ausgang der Sache zermartert Dich darum, dass Du es nicht begreifen kannst. Doch wenn Du es begreifen könntest, so wollte ich an dieser Sache nicht teilhaben und noch viel weniger derjenige sein, welcher sie angefangen hat. Gott hat sie unter einen gewissen Grundbegriff gestellt, der Dir weder in Deiner Rhetorik noch in Deiner Philosophie verfügbar ist, und der heißt Glaube. In diesem Grundbegriff sind alle Dinge beschlossen, die unsichtbar und nicht augenscheinlich sind (Hebr. 11,1.3). Wer sie sichtbar, augenscheinlich und begreifbar machen will, wie Du es tust, der hat Sorgen und Herzeleid zum Lohn wie Du – wider unseren Willen. Der Herr hat gesagt, er wolle im Dunkeln wohnen, und Finsternis hat er gesetzt als den Ort seiner Verborgenheit. Wer da will, der mach’s anders. Wenn Moses den Ausgang hätte erforschen wollen, wohin er dem Heere Pharaos entfliehen wollte, Israel säße noch heute in Ägypten. Der Herr mehre Dir und allen anderen den Glauben. Wenn ihr den habt, was will Euch der Teufel antun und die ganze Welt dazu?“ (WA. Br 5, 406, 54-66)

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