Die Sprache im Neuen Testament Von Ernst Fuchs Sprache ist Mitteilung. Wer von der Sprache im Neuen Testament reden will,…
Karl Barth, Biblische Fragen, Einsichten und Ausblicke (1920): „Was uns die Bibel an Erkenntnis zur Deutung des Weltgeschehens zu bieten hat, fragen wir. Diese Frage kehrt sich aber sofort um, richtet sich an uns selbst und lautet dann, ob und inwiefern wir denn in der Lage sind, uns die in der Bibel gebotene Erkenntnis zu eigen zu machen. Auf unsere Frage muss ja ohne Besinnen die Antwort gegeben werden: Erkenntnis Gottes bietet uns die Bibel, also keine besondere, nicht diese oder jene Erkenntnis, sondern den Anfang und das Ende, den Ursprung und die Grenze, die schöpferische Einheit und die letzte Problematik aller Erkenntnis. Was fragen wir lange? «Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde» und «Amen, ja komm Herr Jesu!». Das ist die Deutung des Weltgeschehens, die sich aus der in der Bibel gebotenen Erkenntnis ergibt. Uns selbst und unser Tagewerk und unsere geschichtliche Stunde in Gott dem Schöpfer und Erlöser zu begreifen, das ist die Aufgabe, an deren Bearbeitung sich diese Deutung bewähren muss. Sie hat neben einer andern Deutung keinen Platz und eine andre Deutung keinen Platz neben ihr. Denn in dieser Deutung sind alle Deutungen, die naturwissenschaftliche, die historische, die ästhetische und die religiöse zugleich inbegriffen und aufgehoben – und mit der philosophischen Deutung wird sie, sofern es sich um eine Philosophie handelt, die sich selbst versteht, letzten Grundes identisch sein. Sie ist die außer Konkurrenz und außer Diskussion stehende Deutung schlechthin, die Deutung sub specie aeterni. Was wollen wir mehr?“
Biblische Fragen, Einsichten und Ausblicke (1920) Von Karl Barth Was uns die Bibel an Erkenntnis zur Deutung des Weltgeschehens zu…
Rupert Berger über das Gedächtnis in der Liturgie: „Gedächtnis geschieht immer durch ausdrückliche Nennung; das Tun allein wäre zu undeutlich, das kündende Wort muss hinzutreten. Insbesondere hat der Name, wenn er ausgerufen wird, solche epikletische (herbeirufende) Kraft; darum nennt das Hochgebet die großen Heilstaten Gottes in der Anamnese, darum rufen Epiklese und Exorzismus mit Nachdruck immer wieder die großen Namen Gottes.“
Gedächtnis in der Liturgie Von Rupert Berger Gedächtnis (Gedenken) meint im gottesdienstlichen Leben nicht jene psychologische Ablaufreihe, mit der wir…
Leo Baecks Vortrag über Maimonides, der Mann, sein Werk und seine Wirkung (1954): „Er war ein Eigener, ein Jude im Eigenen, ein Denker im Eigenen, ein Eigener auch inmitten der Tage des Schicksals. Für die anderen zu leben und doch im Eigenen zu stehen, Maimonides hat es erfüllt.“
Maimonides. Der Mann, sein Werk und seine Wirkung[1] Von Leo Baeck Das 12. Jahrhundert, in welches uns diese Stunde geschichtlichen…
Hans Ehrenberg, Die Wiederentdeckung des Juden im Christentum unter besonderer Berücksichtigung von Pascal (The Rediscovery of the Jew in Christianity, 1944): „Der Einzug der Heiden und die Heimkehr Israels sind im zwanzigsten Jahrhundert noch nicht vollzogen, aber sie sind zu etwas geworden, an das die Kinder des Lichts glauben können, und sie sollten der evangelisierenden Kirche auf das Herz geschrieben sein.“
Die Wiederentdeckung des Juden im Christentum (unter besonderer Berücksichtigung von Pascal) Von Hans P. Ehrenberg, Ph.D., Dr. rer. pol. Die…
Hans-Georg Gadamer über das Spiel (Die Aktualität des Schönen, 1974): „Das Spiel erscheint nun als eine Selbstbewegung, die durch ihre Bewegung nicht Zwecke und Ziele anstrebt, sondern die Bewegung als Bewegung, die sozusagen ein Phänomen des Überschusses, der Selbstdarstellung des Lebendigseins, meint.“
Hans-Georg Gadamer (1900-2002) hatte sich als Philosoph und Philologe auch des Spiels anzunehmen gewusst. Hier ein Auszug aus Die Aktualität…
Karl Rahner über Gefängnisseelsorge (1959): „Wer sich also dem tötenden Abenteuer der bedingungslosen Liebe zum Nächsten aussetzt, der findet Gott, und wer ihn findet, kann den Nächsten lieben wie sich selbst. Er erhält die Klarheit des Blickes desjenigen Glaubens, der die Wirklichkeit Gottes auch noch im verlorensten Menschen sieht, die ihn in aller Wahrheit mit demütiger Ehrfurcht liebenswert macht.“
Gefängnisseelsorge Von Karl Rahner Wenn Sie als Seelsorger in Strafanstalten zu einer priesterlichen Besinnungsstunde zusammenkommen, dann kann der Sinn dieser…
Tagesgebet zum 2. Sonntag im Advent, 10. Dezember 2023
HERR Gott,die Himmel bergen deinen Friedenund deine Gerechtigkeit.Am Horizont unseres Lebenszeigt sich jedoch der Tod.Richte unseren Blick nach oben,reiß den…
Hans Georg Gadamer über die Verborgenheit der Gesundheit: „Selbst wenn man sagt, es sei gelungen, die Krankheit zu beherrschen, hat sich am Ende die Krankheit schon von der Person getrennt und wird wie ein Eigenwesen behandelt, mit dem wir fertigwerden müssen. Das hat sogar besonderen Sinn, wenn wir in großen Maßstäben denken, etwa an die großen Seuchen, deren Beherrschung der neuzeitlichen Medizin so weitgehend gelungen ist. Dabei wissen wir gleichwohl, dass solche Seuchen immer wieder viele einzelne Kranke sind, die ihr zum Opfer fallen. Gleichwohl sind sie wie ein eigenes Lebewesen.“
Über die Verborgenheit der Gesundheit Von Hans-Georg Gadamer Es gilt, über Dinge nachzudenken, die nicht nur den Arzt in seiner…