Warum eine Leihmutterschaft Mariens einer Scheingeburt Jesu gleichkommt. Zu Peter Dabrocks Frage ‚Brauchte nicht auch Gott die Leihmutter Maria, damit der Gottessohn Mensch wurde?‘: „Im Hinblick auf ein menschliches Geburtsgeschehen kann schwerlich von einer Leihmutterschaft Mariens die Rede sein. Maria hat ja nicht stellvertretend Jesus zur Welt gebracht, um selbstgewählt das von ihr ausgetragene Kind einer anderen Person oder Familie zu überlassen. Eine Leihmutter Maria geht auch nicht mit den Evangelien zusammen. Unter dem Kreuz Jesu stand keine Leihmutter. Spricht man von einer Leihmutterschaft Mariens im Hinblick auf eine ‚Gottesgeburt‘, bleibt die menschliche Natur in der Geburt Jesu außen vor. Wer von einer Leihmutterschaft Mariens spricht, muss konsequenterweise auch von einer Scheingeburt Jesu sprechen und redet damit einem Doketismus das Wort.“

Warum eine Leihmutterschaft Mariens einer Scheingeburt Jesu gleichkommt Das wäre doch eine schöne Frage für das theologische Examen: Kann man…

Paul Tillich, Weihnachtspredigt zu Lukas 2,12 (1917): „Ja, so ist unser Gott! In einem Kinde schenkt er uns seine Gegenwart, das ist unser Weihnachtsglaube. In einem Kinde schenkt er uns sein Herz, das ist unsere Weihnachtsliebe. In einem Kinde schenkt er uns seine Seligkeit das ist unsere Weihnachtshoffnung. Siehe, das ist unser Gott!“

Nachdem Paul Tillich wohl in der ersten Jahreshälfte 1917 noch eine nationalreligiöse Kriegspredigt „Ihr seid das Licht der Welt“ gehalten,…

Über Franz von Assisis erste Weihnachtsfeier mit Krippe, Ochs und Esel 1223 in Greccio (aus Thomas von Celanos Ersten Lebensbeschreibung des heiligen Franziskus): „Nun wird eine Krippe zurechtgemacht, Heu herbeigebracht, Ochs und Esel herzugeführt. Zu Ehren kommt da die Einfalt, die Armut wird erhöht, die Demut gepriesen, und aus Greccio wird gleichsam ein neues Bethlehem. Hell wie der Tag wird die Nacht, und Menschen und Tieren wird sie wonnesam. Die Leute eilen herbei und werden bei dem neuen Geheimnis mit neuer Freude erfüllt.“

Thomas von Celano, Erste Lebensbeschreibung des heiligen Franziskus Kapitel XXX – Seine Krippenfeier in Greccio am Geburtstag des Herrn 84.…

Hieronymus‘ Homilie über die Geburt des Herrn (nach Lukas 2,7-19): „Betrachtet die Größe der Armut! Sie kehren ein in einem Stalle. Es wird nicht gesagt, dass er an der Straße stand, sondern er war an einem Nebenweg, seitwärts von der Heerstraße. Nicht am Wege, sondern abseits vom Wege, nicht an der Straße des Gesetzes, sondern auf dem Seitenpfade des Evangeliums. Anderswo war kein Platz frei für die Geburt des Erlösers als die Krippe, die Krippe, an welcher man die Lasttiere und die Esel anzubinden pflegte.“

Homilie über die Geburt des Herrn (nach Lukas 2,7-19) Von Hieronymus „Und sie legte ihn in die Krippe, weil sie…

Warlam Schalamow, Durch den Schnee (1956): „Geht man den Weg des ersten in seinen Fußstapfen, entsteht eine erkennbare, doch kaum begehbare schmale Fährte, ein Fußpfad, kein Weg — Löcher, in denen es sich schwerer läuft als im unberührten Schnee. Der erste hat es am schwersten, und wenn seine Kräfte erschöpft sind, geht ein anderer vom selben Fünfervortrupp voran. Von denen, die der Spur folgen, muß jeder, selbst der Kleinste und Schwächste, auf ein Stückchen unberührten Schnee treten, nicht in die fremden Fußspuren.“

Durch den Schnee (1956) Von Warlam Schalamow Wie tritt man einen Weg in unberührten Schnee? Ein Mann geht voran, schwitzend…

Martin Luthers zum Neuburger Psalter (1545): „Billig sollte ein jeder Christ, der beten und andächtig sein will, den Psalter lassen sein täglich Betbüchlein sein. Und auch wohl gut wäre, dass ein jeglicher Christ denselben so übete und so geläufig darinnen würde, dass er ihn von Wort zu Wort auswendig könnte und immer in dem Munde hätte so oft ihm etwas vorkäme zu reden oder zu tun, dass er einen Spruch daraus führen und anziehen könnte, wie ein Sprichwort.“

Vorrede zum Neuburger Psalter (1545)[1] Von Martin Luther Billig sollte ein jeder Christ, der beten und andächtig sein will, den…