Terence E. Fretheim, Gott, Abraham und der Missbrauch Isaaks (zu Genesis 22,1-19): „Abraham vertraut darauf, dass Gott sein Bestes im Sinn hat, so dass er dem Befehl Gottes folgen wird. Der Einzige, der aus der Prü­fung etwas lernen soll, ist Gott. Der abschließende Vers 12 sagt dies: ‚Jetzt weiß ich es.‘ Es geht nicht darum, was Gott lehrt, sondern darum, was Gott lernt. Um der Zukunft willen ging es darum, dass Gott Abrahams Treue in der Beziehung erkannte.“

Gott, Abraham und der Missbrauch von Isaak Von Terence E. FretheimLuther-Seminar St. Paul, Minnesota Dies ist ein klassischer Text.[1] Er…

Karl Barth, Liberale Theologie. Ein Interview (1968): „Ich verstehe unter «liberal» – wenn ich mich jetzt auch einbegreifen darf als Liberaler – eine Haltung vor allen Dingen der Verantwortlichkeit. Denn die wahre Freiheit ist immer eine verantwortliche Sache. Und das bedingt nun, dass ich dann allerdings auch offen sein muss – jetzt kommt das herein, nicht wahr, was man gewöhnlich unter Frei­heit versteht.“

Liberale Theologie. Ein Interview[1] Von Karl Barth Herr Professor Barth, als ich Sie um Ihre Teilnahme an dieser Sendereihe «Was…

Johann Baptist Metz, Zukunft aus dem Gedächtnis des Leidens (1972): „Es ist das Leid, das einer affirmativen Theorie der Versöhnung zwischen Mensch und Natur widersteht. Jeder derartige Versuch entartet am Ende in eine schlechte Ontologisierung der Gequältheit des Menschen. Leid kontrastiert Natur und Geschichte, Teleologie und Eschatologie. Zwischen beiden gibt es keine «objektive» Versöhnung, keine durchschaubare und verwaltbare Einheit.“

Zukunft aus dem Gedächtnis des Leidens. Eine gegenwärtige Gestalt der Verantwortung des Glaubens Von Johann Baptist Metz I. Das Vertrauen…

Jürgen Roloff über das Lamm im Buch der Offenbarung: „Jesus ist Herr über Welt und Geschichte nur aufgrund seiner Selbsthingabe in das Sterben. Denkbar ist im übrigen, daß Johannes das Wort arnion bewußt im Blick darauf gewählt hat, daß es durch seine Bedeutungsbreite be­sonders geeignet war, beiden sich im Bilde des Lammes vereinigenden Aspekten, Opfer und Herrschaft, gleichermaßen Raum zu geben.“

Das Lamm im Buch der Offenbarung Von Jürgen Roloff Das «Lamm» ist die häufigste Bezeichnung Jesu in der Apk. Ihr…

Johannes Brenz, Wie das Holz des Kreuzes behauen und am weichsten angegriffen werden soll (1528): „Derhalben soll ein Christ nit Wege und Stege suchen, wie er das Kreuz ledig wird, sondern Wege suchen, wie man es am weichsten Ort angreife, auf daß es nit zu schwer werde zu tragen. Das Holz zum heiligen Kreuz gehörig ist ganz knorrig und unbehobelt, und wer es also unbehobelt auf sich nimmt, dem druckt es große Beulen, darf wol einen zu todt drucken bis in die Hölle.“

Wie das Holz des Kreuzes behauen und am weichsten angegriffen werden soll Von Johannes Brenz Christus sagt: Es soll mit…

Martin Buber, Die Opferung Isaaks (Gottesfinsternis): „Es ist ein Zeitalter, in dem die Suspension des Ethischen in einer karikaturhaften Gestalt die Menschenwelt erfüllt. Wohl haben sich immer schon die Affen des Absoluten auf Erden getummelt, immer und immer wieder sind Menschen aus dem Dunkel angeheischt worden, ihren Isaak herzugeben, und hier gilt es: »Was er unter Isaak zu verstehen hat, kann der Einzelne nur mit sich selbst für sich selbst ausmachen.«“

Die Opferung Isaaks (Gottesfinsternis) Von Martin Buber Das erste Buch Kierkegaards, des großen Erzprüfers der Christenheit im neunzehnten Jahrhundert, das…

Fridolin Stiers Übersetzung und Auslegung von Psalm 73: Was ist das für ein Gott, der selbst allem ihm angeglaubten zuwiderhandelt, den Glauben selbst seiner getreuesten Knechte ad absurdum führt? … Er versucht, das Unbegreifliche denkend zu klären (V 16), den Gott, den er glaubt, mit dem, den er wirkend „sieht“ rational zu harmonisieren.“

Einer, der an Gott leidet (Psalm 73) 1          Ein Psalm Asafs.Gewiß, gut ist Gott zu Israel,zu denen, die lauteren Herzens!2         …

Hannah Arendt in ihrem letzten Interview 1973: „Wir kennen die Zukunft nicht, jeder handelt in die Zukunft hinein, und niemand weiß, was er tut, weil die Zukunft getan wird. Das Handeln ist ein ‚Wir‘ und nicht ein ‚Ich‘. Nur dort, wo ich der Einzige bin, wenn ich der Einzige wäre, könnte ich aus dem, was ich tue, vorhersagen, was geschehen wird. Nun sieht es so aus, als sei das, was tatsächlich geschieht, völlig kontingent, und Kontingenz ist in der Tat einer der größten Faktoren in der gesamten Geschichte.“

Das letzte Interview. Hannah Arendt im Interview mit Roger Errera Im Oktober 1973 wurde Hannah Arendt von Roger Errera für…