Zur Verankerung der Menschenrechte im christlichen Glauben Von Eberhard Jüngel 0. Von den Menschenrechten gilt, was Aristoteles (Nik. Ethik E,…
Johann Baptist Metz, Plädoyer für mehr Theodizee-Empfindlichkeit in der Theologie (1994): „Kommt bei der Rede vom leidenden Gott nicht so etwas wie eine heimliche Ästhetisierung allen Leidens zur Geltung? Leiden, das uns schreien oder schließlich kläglich verstummen läßt, kennt keine Hoheit; es ist nichts Großes, nichts Erhabenes; es ist in seinen Wurzeln alles andere als ein starkes solidarisches Mitleiden; es ist nicht einfach Zeichen der Liebe, sondern weit mehr erschreckendes Anzeichen dafür, nicht mehr lieben zu können. Es ist jenes Leid, das ins Nichts führt, wenn es nicht ein Leiden an Gott ist.“
Plädoyer für mehr Theodizee-Empfindlichkeit in der Theologie Von Johann Baptist Metz Vorbemerkung Im Programm unserer Tagung steht mein Einleitungsreferat noch…
Einführung in das Apostolische Glaubensbekenntnis Teil 8: Ich glaube an den Heiligen Geist.
Einführung in das Apostolische Glaubensbekenntnis Teil 8: Ich glaube an den Heiligen Geist. „Ich glaube an den Heiligen Geist“ –…
Reinhold Schneider, Worte zu Pfingsten (1953): „Christus ist der gekreuzigte Geist; der Geist, der Fleisch und Blut ward, denn nur als solcher konnte er gekreuzigt werden. Aber nun ist das Kreuz Merkmal des Geistes, wie wir ihn allein erfahren können: des Geistes in geschichtlicher Verantwortung, ausgegangen von Gott und mit der Berufung zur Heimkehr, zur Rechenschaft von ihm begnadet. Christus ist die Wahrheit am Kreuze, die Liebe am Kreuze, das Leben am Kreuze, die gekreuzigte Macht.“
Worte zu Pfingsten (1953) Von Reinhold Schneider Als Paulus und Silas im Gefängnis zu Philippi beteten und sangen, wurden die…
Wie soll das gut gehen? Identifikation, Sympathismus und das eigene Urteil: „Das Problem ist der eigene Identifikationsanspruch, sich als nicht unmittelbar Betroffener mit einem Kollektiv emotional gleichzusetzen und deren (vermeintlichen oder tatsächlichen) Motive und Ideale in das eigene Ich zu übernehmen. Um eine solche Identifikation aufrechterhalten zu können, müssen nicht nur moralische Ambiguitäten, sondern auch explizites Fehlverhalten, wenn nicht gar Verbrechen sowie das Leiden der davon Betroffenen ignoriert bzw. geleugnet werden. So stehen am Ende eines Sympathisantismus mitunter Empathielosigkeit bzw. Selbstgerechtigkeit.“
Wie soll das gut gehen? Identifikation, Sympathismus und das eigene Urteil Wie soll das gut gehen – sich persönlich mit…
Gustav Landauer über Martin Buber 1913: „Er hat keinen Appell losgelassen, hat nicht zur Scham und zur Einsicht oder zur Duldung und Menschlichkeit aufgerufen; er hat nur öffentlich zu den Juden gesprochen und ihnen an einem groß zusammengefassten, verklärten, fast zum Mythos gestalteten Bild der Vergangenheit und aus den Tiefen seiner eigenen Seele heraus gesagt, was sie damit sind, dass sie Juden sind.“
Martin Buber[1] Von Gustav Landauer Martin Buber war in diesen Jahren eine große Verheißung; er ist jetzt ein Gelöbnis geworden,…
Tagesgebet zu Pfingsten (Pfingstsonntag), 19. Mai 2024
Komm Heiliger Geist,Seelen-Tröster, Herzen-Öffner,Leben-Neurer, Zungen-Löser,Wort-Erinnerer. Komm in unsichere Herzen,erschließe uns Jesu Wort.Heilige Leib und Seele,verbinde uns in Liebe. Rühre unsere…
Fridolin Stier über die Psalmen: „Geschah dieses an die Sinaigeschichte erinnernde Geschehen real? Wurde es irgendwie durch eine mechanische Vorrichtung dargestellt? Oder war die Phantasie des Psalmdichters so genährt, so durchtränkt von der Erscheinung JHWHs am Sinai, daß sie erzeugte und zu sehen bekam, was sie erfüllte?“
In manchen Psalmen, die zur Gattung der Klagelieder des Volkes und des Einzelnen gehören, spricht JHWH durch den Mund einzelner,…
Jürgen Roloff, Der Kampf gegen die Irrlehrer in den Pastoralbriefen: „Der für die neutestamentliche Auferstehungshoffnung zentrale Gedanke einer zukünftigen leibhaften Auferstehung der an Christus Glaubenden im Gefolge der endzeitlichen Neuschöpfungstat Gottes am Gekreuzigten ist hier ausdrücklich negiert. Das hat erhebliche Folgen für die Christologie: Für die Irrlehrer ist Jesus nicht mehr der, in dessen Weg und Geschichte Gott der Schöpfer sein Recht gegenüber seiner Schöpfung endgültig durchsetzt und sein Ziel einer neuen, leibhaften Welt ankündigt. Er wird stattdessen zum Träger und Repräsentanten einer rein spirituellen, Welt und Geschichte verneinenden Heilsbotschaft.“
Der Kampf gegen die Irrlehrer in den Pastoralbriefen Von Jürgen Roloff Ein eigentümlicher Schatten, der allgegenwärtig ist, dessen Konturen jedoch…