Julius Schniewind Von Hans-Joachim Kraus Julius Schniewind, geboren am 28. Mai 1883 in Elberfeld. Theologiestudium in Bonn, Halle, Berlin und … Mehr
Kategorie: Theologie
Warum die Bibel nichts von göttlichen Plänen bzw. von einem Plan Gottes weiß: „Man wird der Bibel zufolge durchaus von göttlichen Vorhaben oder einer göttlichen Absicht sprechen können. So stehen das hebräische ʿeṣāh bzw. das griechische boulḗ für einen unerforschlichen Rat(schlag) bzw. für einen Ratschluss (vgl. Jes 46,10f). Bei einem göttlichen ‚Plan‘ sind jedoch Konnotationen im Spiel, die für Menschen verführerisch sind. Ein Plan externalisiert ein differenziertes Vorhaben und fixiert es auf einem Medium („Blaupause“), so dass es von dessen Urheber separiert werden kann. Sollte Gott einen extensiven Plan für mein Leben haben, wäre dieser personalisierte Plan gedanklich für mich aneignungsfähig.“
Warum die Bibel nichts von göttlichen Plänen bzw. von einem Plan Gottes weiß Problematisch ist mitunter die Redeweise von einem … Mehr
Martin Luther über die Dreieinigkeit (Trinität). Predigt am Sonntag Trinitatis 1531: „Disputiere also nicht, sondern halte dich an das Wort!“
Der Glaube an den dreieinigen Gott (Predigt am Sonntag Trinitatis 1531) Von Martin Luther Ich glaube an Gott Vater, den … Mehr
Die Gottesfrage im Zeitalter der KI und die Freiheit der Kinder Gottes: „Was die Künstliche Intelligenz deutlich macht, ist die Paradoxie eines unfreien Willens, der sich selbst als frei versteht: Vorgesehenes wird zur vermeintlich freien Wahl auf das eigene Bedürfnis hin gestellt. Das Bewusstsein einer freien Entscheidung folgt der bereits vollzogenen Handlung, wie dies im ‚Libet-Experiment‘ nachgewiesen worden ist. Dass Künstliche Intelligenz in unserer Gesellschaft immer lebensbestimmender wird, hängt mit dem Dogma der individuellen Wahl- und Entscheidungsfreiheit zusammen. Im Glauben, es sei unsere freie Wahl, wird umso williger angenommen, was für uns künstlich vorgesehen wird. Treffend schreibt dazu Slavoj Žižek: ‚Individuen lassen sich viel besser steuern, wenn sie sich auch weiterhin als freie und autonome Gestalter ihres eigenen Lebens verstehen.'“
Die Gottesfrage im Zeitalter der KI und die Freiheit der Kinder Gottes „Das, worüber hinaus nichts Größeres gedacht werden kann … Mehr
Friedrich Mildenberger, Gottes Gegenwart im Heiligen Geist: „Von Gottes Geist redet da die Bibel, oder auch vom Heiligen Geist, wo Gott sich Menschen mitteilt, und wo Menschen, etwa im Gebet, sich Gott mitteilen.“
Friedrich Mildenbergers Vorlesung „Theologie des Heiligen Geistes„, die er im Wintersemester 1980/81 in Erlangen gehalten hatte, ist dank Ernst Dehlinger … Mehr
Julius Schniewind, Theologie und Seelsorge (1946): „Eine Paraklese, die durch Gottes Erbarmen, durch die Liebe des Geistes, die durch den Herrn Jesus hindurch zu uns kommt, wie dringend bedürfen wir ihrer selber, wir Hirten und Lehrer.“
Als Julius Schniewind (1883-1948) zusätzlich zu seiner neutestamentlichen Professur in Halle 1946 zum Propst von Halle-Merseburg berufen wurde, hielt er … Mehr
Reinhold Schneider, »Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt …« (1944): „Kein zweiter konnte buchstäblich sein Fleisch und Blut zur Speise geben. Mit dieser Tatsache ist etwas Unsägliches hereingebrochen in das Leben der Menschen, in die Geschichte; kein Gedanke, wie ihn Menschen zu denken vermögen.“
»Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt …« »Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, bleibt in mir … Mehr
Dieter Georgi über Günther Bornkamm: „Er beschäftigte sich überhaupt noch öfter mit dem Theodizeeproblem, kritisch eingehend auf die entweder übermütige oder auch verzweifelte Behandlung der Geschichte als eines sprechenden Bilderbuches.“
Günther Bornkamm Von Dieter Georgi Günther Bornkamm, geboren am 8. Oktober 1905 in Görlitz. Theologiestudium in Marburg, Tübingen, Berlin, Breslau, … Mehr
Günther Bornkamms Nachwort zu Jean Paul, Rede des toten Christus vom Weltgebäude herab, daß kein Gott sei: „Nun steht er, Christus selbst, der die Schrecken bannen und die Leiden lösen sollte, da er doch, wie der Glaube wähnte, dem Herzen des Vaters entsprungen, das Herz des Vaters erschloß, für die furchtbare Wahrheit der Enttäuschung ein: Er ist nicht!“
Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte der Neutestamentler Günther Bornkamm Jean Pauls Rede des toten Christus vom Weltgebäude herab, daß kein … Mehr