Sind Hebräisch, Griechisch und Latein für das Theologiestudium unverzichtbar? Von Albrecht Grözinger Im Anschluss an einen Beitrag von Heike Schmoll, … Mehr
Kategorie: Theologie
Warum eine Leihmutterschaft Mariens einer Scheingeburt Jesu gleichkommt. Zu Peter Dabrocks Frage ‚Brauchte nicht auch Gott die Leihmutter Maria, damit der Gottessohn Mensch wurde?‘: „Im Hinblick auf ein menschliches Geburtsgeschehen kann schwerlich von einer Leihmutterschaft Mariens die Rede sein. Maria hat ja nicht stellvertretend Jesus zur Welt gebracht, um selbstgewählt das von ihr ausgetragene Kind einer anderen Person oder Familie zu überlassen. Eine Leihmutter Maria geht auch nicht mit den Evangelien zusammen. Unter dem Kreuz Jesu stand keine Leihmutter. Spricht man von einer Leihmutterschaft Mariens im Hinblick auf eine ‚Gottesgeburt‘, bleibt die menschliche Natur in der Geburt Jesu außen vor. Wer von einer Leihmutterschaft Mariens spricht, muss konsequenterweise auch von einer Scheingeburt Jesu sprechen und redet damit einem Doketismus das Wort.“
Warum eine Leihmutterschaft Mariens einer Scheingeburt Jesu gleichkommt Das wäre doch eine schöne Frage für das theologische Examen: Kann man … Mehr
Ernst Fuchs, Die Sprache im Neuen Testament (1958): „Das Neue Testament lehrt uns im Blick auf Jesus, dass die Freiheit des Glaubens die Freiheit zum Wort ist. Jetzt kommt es darauf an, ob der Glaube auch bei uns das Wort nehmen wird. Das Neue Testament schickt uns die Verantwortung für die Freiheit des Glaubens zu, es nimmt sie uns nicht ab. Es will nicht, dass wir das Wort ihm überlassen, sondern es will, dass wir selber das Wort nehmen, wie Jesus das Wort nahm.“
Die Sprache im Neuen Testament Von Ernst Fuchs Sprache ist Mitteilung. Wer von der Sprache im Neuen Testament reden will, … Mehr
Karl Barth, Biblische Fragen, Einsichten und Ausblicke (1920): „Was uns die Bibel an Erkenntnis zur Deutung des Weltgeschehens zu bieten hat, fragen wir. Diese Frage kehrt sich aber sofort um, richtet sich an uns selbst und lautet dann, ob und inwiefern wir denn in der Lage sind, uns die in der Bibel gebotene Erkenntnis zu eigen zu machen. Auf unsere Frage muss ja ohne Besinnen die Antwort gegeben werden: Erkenntnis Gottes bietet uns die Bibel, also keine besondere, nicht diese oder jene Erkenntnis, sondern den Anfang und das Ende, den Ursprung und die Grenze, die schöpferische Einheit und die letzte Problematik aller Erkenntnis. Was fragen wir lange? «Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde» und «Amen, ja komm Herr Jesu!». Das ist die Deutung des Weltgeschehens, die sich aus der in der Bibel gebotenen Erkenntnis ergibt. Uns selbst und unser Tagewerk und unsere geschichtliche Stunde in Gott dem Schöpfer und Erlöser zu begreifen, das ist die Aufgabe, an deren Bearbeitung sich diese Deutung bewähren muss. Sie hat neben einer andern Deutung keinen Platz und eine andre Deutung keinen Platz neben ihr. Denn in dieser Deutung sind alle Deutungen, die naturwissenschaftliche, die historische, die ästhetische und die religiöse zugleich inbegriffen und aufgehoben – und mit der philosophischen Deutung wird sie, sofern es sich um eine Philosophie handelt, die sich selbst versteht, letzten Grundes identisch sein. Sie ist die außer Konkurrenz und außer Diskussion stehende Deutung schlechthin, die Deutung sub specie aeterni. Was wollen wir mehr?“
Biblische Fragen, Einsichten und Ausblicke (1920) Von Karl Barth Was uns die Bibel an Erkenntnis zur Deutung des Weltgeschehens zu … Mehr
Karl Barth, How my mind has changed (Wie sich meine Ansichten geändert haben, 1960): „Im Blick auf meine Basler Tätigkeit wäre noch zu erwähnen, daß, wenn ich gelegentlich predige, das hiesige Gefängnis in diesen Jahren mein bevorzugter Ort geworden ist. Es dürfte wohl nur wenige Theologieprofessoren geben, deren Predigthörer man nur werden kann, wenn man sich zuvor einer gröblichen Übertretung der bürgerlichen Rechtsordnung schuldig gemacht hat.“
How my mind has changed Von Karl Barth Zum dritten Male[1] — diesmal im Rückblick auf die Jahre seit 1948 … Mehr
Hans Urs von Balthasar über das Gericht: „Gott in Jesus richtet nicht, wohl aber richtet der Mensch sich selbst, wenn er das in Jesus erschienene reine Heil ausschlägt und nicht durch sein Licht sehend wird, sondern durch das eigene Licht zu sehen und urteilen zu können vorgibt.“
Gericht Von Hans Urs von Balthasar Im Alten Bund Die alttestamentliche Anschauung vom Gericht steht auf dem Hintergrund einer gemein-orientalischen … Mehr
Albrecht Grözinger, Gottesgeschichten und Menschengeschichten: „Diese biblischen Gottes- und Menschengeschichten sind parteiische Geschichten. Sie ergreifen Partei für uns Menschen. Sie treten ein für das gefährdete Leben. Sie treten ein für das Recht jeder einzelnen, individuellen menschlichen Lebensgeschichte. Deshalb ist es kein Zufall, dass im Umfeld dieser biblischen Gottes- und Menschengeschichten die menschliche Lebensgeschichte immer wieder auf überraschend neue Art und Weise thematisch wurde.“
Gottesgeschichten und Menschengeschichten Von Albrecht Grözinger Ich möchte an den Anfang meiner Überlegungen, die ich Ihnen heute vortragen möchte, Worte … Mehr
Eberhard Jüngel, Glauben und Freiheit. Mensch, wo bist Du? (2009): „Nützlich ist der Glaube an Gott nur, wenn er nicht auf seinen Nutzen reduziert wird. Ein guter Therapeut ist Gott nur, wenn man ihn nicht auf seinen therapeutischen Nutzwert reduziert. Denn Gott ist um seiner selbst willen interessant. Deshalb feiern die Glaubenden Gottesdienst.“
Glauben und Freiheit. Mensch, wo bist Du? Von Eberhard Jüngel I. Adam – zu Deutsch: Mensch, wo bist Du? Unter … Mehr
Peter Schäfer, Ein Gott? (Zwei Götter im Himmel): „So, wie das Christentum im Rückgriff auf das und in Auseinandersetzung mit dem Judentum entstand, so war auch das Judentum der Epoche nach der Zerstörung des Zweiten Tempels kein mit seinem frühjüdischen Vorläufer identisches Judentum, sondern entstand im Dialog und in der Auseinandersetzung mit dem Christentum. Ich ziehe es deswegen vor, das Verhältnis von Judentum und Christentum nicht linear als das von Mutter- und Tochterreligion zu bestimmen, sondern dynamisch als den lebendigen Austausch von zwei Schwesterreligionen.“
In seinem Buch „Zwei Götter im Himmel“ stellt Peter Schäfer das gängige Verhältnis von Judentum und Christentum in Frage, wenn … Mehr