Rudolph Penzig, Wer ist das: „der liebe Gott“? Ernste Antworten auf Kinderfragen (1898): „Viele, sehr viele, ja fast die meisten Menschen glauben, dass ein gütiges, großes, allmächtiges Wesen die ganze Erde und alles, was du siehst, geschaffen hat; es war da, ehe die Welt war und alles, was existiert, lebt durch seinen Willen. Gott sieht auch heute, so glauben diese Menschen, alles, was da geschieht; ohne seinen Willen könntest du nicht atmen, nicht springen, nicht spielen; sie wissen von ihm viel zu erzählen, wie gütig er ist, mit welcher Liebe er alle Menschen, auch dich, umfasst.“

Wer ist das: „der liebe Gott“? Von Rudolph Penzig Das sollen elterliche Antworten auf Kinderfragen sein, die der Freidenker Rudolph … Mehr

Hans Joachim Iwand, Auferstehung gegen Historie (Christologie-Vorlesung 1959): „Entweder der Tod oder Gott behält hier das letzte Wort unter uns: Das ist die Entscheidung, in die uns der Tod Jesu stellt, und seine Auferste­hung ist die Antwort, die uns ohne unser Zutun, von oben her, aus reiner Gnade widerfährt. Der Tod Jesu ist, wie das besonders die Alte Kirche sehr deutlich gesehen hat, eine Herausforderung an den Tod. Die Auferstehung wird verkündet und geglaubt als Erweis dessen, dass in der Welt Gottes der Tod keine Macht hat. So tief muss die Gottesfrage hinabgezogen werden in unser Fleisch, dass an seiner tiefsten Tiefe, der Verwesung, dem Nichts, deutlich wurde, dass Gott ein Gott der Lebenden und nicht der Toten ist.“

Auferstehung gegen Historie Von Hans Joachim Iwand Es wird niemals möglich sein, dessen habhaft zu werden, was als die Oster­botschaft … Mehr

Rolf Wischnath, Auferstanden von den Toten. Ostertheologie in sechs Schritten: „Drei Tage nach der Kreuzigung und in den Wochen danach wäre es in Jerusalem unmöglich gewesen, die Behauptung aufzustellen: ‚Der gekreuzigte Jesus ist auferstanden!‘, wenn nicht zugleich auch das Grab des Gekreuzigten leer gewesen wäre. Die Behauptung einer Auferstehung von den Toten im Angesicht eines ‚vollen Grabes‘ wäre für jeden aus dem Volk Israel der reine Unsinn, ja eine Tollheit gewesen.“

AUFERSTANDEN VON DEN TOTEN – OSTERTHEOLOGIE IN SECHS SCHRITTEN Von Rolf Wischnath 1. SCHRITT: UNGEHEUERLICH Wenn einer stirbt, muß er … Mehr

Hans Urs von Balthasar, »Der Tod vom Leben verschlungen«: „Nun kann auch verstanden werden, inwiefern der Tod vom siegenden Leben »verschlungen« wird. Dieser Tod war in jeder Beziehung – sowohl zur Welt wie zu Gott hin – eine Funktion der sich schenkenden Liebe, auch wo er als die zerreißende Macht der Sünde als der höchste Feind von Leben und Liebe auftrat. Die Feindschaft, die in diesem Töten liegt, wird vernichtet, aber das Sterben selbst bleibt das eines Liebenden und wird insofern in das Auferste­hungsleben mithinein verklärt.“

»Der Tod vom Leben verschlungen« Von Hans Urs von Balthasar Über die Auferstehung Christi etwas Angemessenes auszusagen, setzt eine möglichste … Mehr

Adrienne von Speyr/Hans Urs von Balthasar, Über das Geheimnis des Karsamstags: „Die Theologie des Karsams­tags kann nicht systematisch gedacht und geschrieben werden. Er ist der Tag, da Gottes Wort schweigt, und auch wenn dieses Schweigen der lebendige Hintergrund alles Redens Gottes ist und alles Gotteswort aus diesem Schwei­gen hervorgeht und dorthin zurückgeführt werden muß, um als göttliches Wort verstanden zu werden: auch dann bleibt das Schweigen des Karsamstags etwas vom übrigen Schweigen Gottes Verschiedenes.“

Über das Geheimnis des Karsamstags Von Adrienne von Speyr/Hans Urs von Balthasar Adrienne von Speyr (1902 in La Chaux-de-Fonds geboren, … Mehr

Friedrich Daniel Schleiermacher, Gott unser Vater auch im Sterben. Karfreitagsbetrachtung: „So lasst uns zu unserm Troste nicht vergessen, dass der Erlöser uns in dieselbe Gemeinschaft mit seinem Vater einweiht, und dass er nur deswegen auch hierin unser Vorbild sein kann, so dass wir derselben festen Zuversicht fähig sind, wie sich denn durch diese der Christ besonders unter­scheiden soll.“

Gott unser Vater auch im Sterben. Charfreitagsbetrachtung Von Friedrich Daniel Schleiermacher Lukas 23, 46. Und Jesus rief laut, und sprach: … Mehr

Adrienne von Speyr, Fragmente über das Kreuz Christi: „Am Kreuz zeigt der Herr nicht nur, dass er seine Gnade auf alle sichtbar fließen lässt, auf alle, die das Kreuz umstehen, aber auch alle, die schon früher im Alten Bund den Glauben besaßen, die seine Verheißungen so aufnahmen, wie er sie gab, und die bereit blieben, die Erfüllung dann zu erleben, wann er sie ihnen schenken wollte — sondern er zeigt auch, dass er alles, was sie für ihn geleistet haben, brauchen kann. Daß er also nicht bloß für die Sünden leidet, sondern in einem geheimnisvollen Mitleiden mit allen Glaubenden steht.“

Fragmente über das Kreuz Christi Von Adrienne von Speyr Das Thema der Passion Jesu Christi übersteigt das Thema dieses Heftes … Mehr