Was ist Theologie? Von Robert W. Jenson Was ist Theologie? Das Wort „Theologie“ leitet sich vom griechischen Wort theologia ab, … Mehr
Kategorie: Theologie
Karl Jaspers Fundamentalkritik an Rudolf Bultmanns Entmythologisierungsprogramm „Wahrheit und Unheil der Bultmannschen Entmythologisierung“ von 1953: „Wie dürftig und spracharm unser Dasein, wenn mythische Sprache nicht in ihm gilt! und wie unwahr, wenn die unumgängliche mythische Denkweise mit albernen Inhalten erfüllt wird. Die Herrlichkeit und das Wunder der mythischen Anschauung muss gereinigt, aber nicht abgeschafft werden. Entmythologisierung ist fast ein blasphemisches Wort. Es ist nicht Aufklärung, sondern Aufkläricht, die das Wort Mythus so entwerten kann. Hört die Pracht des Sonnenaufgangs auf, eine leibhaftige, immer neue, beschwingende Wirklichkeit zu sein, eine mythische Gegenwart, auch wenn wir wissen, daß wir mit der Erde uns bewegen, also vom Aufgang keine Rede sein kann? Hört das Erscheinen der Gottheit auf dem Sinai, im Dornbusch, auf, ergreifende Wirklichkeit zu sein, auch wenn wir wissen, dass im Sinne raum-zeitlicher Realität hier menschliche Erlebnisse stattgefunden haben? Entmythologisieren, das würde bedeuten, ein Grundvermögen unserer Vernunft zum Erlöschen zu bringen.“
Wahrheit und Unheil der Bultmannschen Entmythologisierung Von Karl Jaspers Inhaltsübersicht Situation, aus der diese Kritik entspringt. I. Zwei brüchige Voraussetzungen … Mehr
Eberhard Jüngel, Zur Kritik des sakramentalen Verständnisses der Taufe. Thesen (1969): „Das Besondere der Taufe besteht darin, dass sich der Täufling in der Taufe auf seinen Glauben und damit auf Jesus Christus als den Gegenstand und Grund des Glaubens so festlegen lässt, dass er mit der taufenden Gemeinde unwiderruflich zu dem einen Leib Christi geeint ist.“
Zur Kritik des sakramentalen Verständnisses der Taufe. Thesen Von Eberhard Jüngel I. Was hat die Taufe mit dem Begriff Sakrament … Mehr
Hans W. Frei, „Erzählung“ in christlicher und moderner Lesart (“Narrative” in Christian and Modern Reading, 1990): „Sobald der religiöse Gebrauch auch Glaubensaussagen einschließt, die auf diesen Erzählungen beruhen, beginnen Theorien der zwingenderen Art wieder, zu Recht oder zu Unrecht, nach Anerkennung zu schreien. Werden die Erzählungen wörtlich oder in anderer Weise verwendet, wenn der heilige Text, in dem sie enthalten sind, als „Wort Gottes“ bezeichnet wird? Wenn es im Glaubensbekenntnis heißt, dass Jesus gekreuzigt, gestorben und begraben wurde, dass er in die Hölle hinabgestiegen und am dritten Tag von den Toten auferstanden ist? Wenn gesagt wird, dass Glaubensbekenntnisse nur liturgische und andächtige Funktion haben?“
„Erzählung“ in christlicher und moderner Lesart („Narrative“ in Christian and Modern Reading) Von Hans W. Frei I. Allgemeiner Hintergrund Die … Mehr
Dietrich Korsch, Das Wort Gottes und die Musik bei Luther. Re-Lektüre von Luthers Rhau-Vorrede von 1538: „Wenn wir das Wirken des Wortes Gottes in Analogie zur Musik näher betrachten, stellen wir fest, dass es in der Mitte der menschlichen Seele einen inneren Wendepunkt gibt: Durch die Berührung mit dem Wort Gottes in ihrer unmittelbaren affektiven Existenz wird die Seele bewegt, sich auszudrücken. Das Ausdrucksmittel der Seele ist auch die Musik, aber die Musik erhält in diesem Moment ihren präzisesten Sinn: Sie dient als Ausdruck des Lobes des Herrn.“
Das Wort Gottes und die Musik bei Luther. Re-Lektüre von Luthers Rhau-Vorrede von 1538 Von Dietrich Korsch „Das Thema ist … Mehr
Friedrich Mildenberger, Welthafte Wirklichkeit in ihrer Begründung in Gott: Versuch einer offenbarungstheologischen Neuinterpretation der Transzendentalienmetaphysik (1986): „Die Aufmerksamkeit, in der der Glaubende sein Innen durch die Wahrheit und Güte welthafter Wirklichkeit und darin durch die Gegenwart der Zeit Gottes bestimmen läßt, sieht sich verbunden und verbündet mit dem, was ich Einsicht des Lebens genannt habe, dem Herzen des Menschen.“
Welthafte Wirklichkeit in ihrer Begründung in Gott Versuch einer offenbarungstheologischen Neuinterpretation der Transzendentalienmetaphysik. Gottes Offenbarung in Jesus Christus als Ermöglichung … Mehr
Martin Luther über das Wort der Wahrheit (Sermo praescriptus praeposito in Litzka, 1512): „Mag einer noch so keusch sein, so menschlich, so gelehrt, mag er Erfolge haben mit Rücktritten zur Kirche, mag er Häuser bauen, seine Gewalt ausbreiten, ja mag er Wunder tun, Tote auferwecken, Dämonen austreiben: Jener allein ist ein Priester und Pastor, der ein Bote des Herrn der Heerscharen ist, d.h. ein Bote Gottes, der mit dem Worte Gottes dem Volke vorangeht, ihm dient zu dieser göttlichen Geburt.“
Über das Wort der Wahrheit (Sermo praescriptus praeposito in Litzka, 1512) Anlässlich einer Bezirkssynode des Bistums Brandenburg zum 22. Juni … Mehr
Rudolf Hermann, Der erinnerte Christus (1960): „Gott ist in dem, wovon da berichtet wird, zumal in Christus, nicht vorfindbar, wohl aber, wenn man ihn sucht, auffindbar. Das Trostwort Jeremias im Namen Gottes an die nach Babylon Exilierten: ‚So ihr mich von ganzem Herzen suchet, will ich mich von euch finden lassen‘, darf von uns auch auf jene von Gott erwählte Geschichte angewandt werden.“
Der erinnerte Christus Von Rudolf Hermann Die Frage nach Jesus Christus, zumal auch nach seiner geschichtlichen Erscheinung, hängt nicht zuletzt … Mehr
Karl Barth über Unsterblichkeit (1957): „Dieser ist der unsterbliche Gott: der eine, mit dem der Mensch es im Sterben zu tun bekommt. Dieser ist der Richter, dem er sein abgeschlossenes Dasein in seiner befristeten Zeit vorzuweisen hat. Dieser ist das Jenseits seines Diesseits, die Zukunft seiner Gegenwart. Dieser aber ist offenbar als sein Jenseits, als seine Zukunft, auch eines jeden Menschen Hoffnung. In dem einen Menschen Jesus Christus hat er ja auch ihn nicht verworfen, sondern erwählt, ist er ja gerecht und barmherzig auch für ihn eingetreten, hat er ja auch ihn schon vom Tode errettet, hat er ja auch sein Sterbliches, wie es auch war, angenommen und mit Unsterblichkeit bekleidet, hat er ja auch ihm ewiges Leben geschenkt — alles in freier unverdienter Gnade.“
Unsterblichkeit Von Karl Barth «Unsterblich» ist ein solches Wesen, das darum nicht sterben wird, weil es nach seiner besonderen Art … Mehr