Hans Joachim Kraus über Julius Schniewind: „In Konventen richtete Schniewind seine Botschaft an die Pastoren, führte zahllose Einzelgespräche, richtete die Mutlosen und Verzagten auf und war in den Zeiten der Verwirrung ein pastor pastorum von überwältigender Güte und Hin­gabe. Das Vermächtnis seiner Sorge um die ihm anvertrauten Prediger des Evangeliums liegt in der Abhandlung ‚Die geistliche Erneuerung des Pfarrer­standes‘ vor. So war Schniewind in den letzten Jahren seines Le­bens rastlos unterwegs. Er­schöpft und krank reiste er in kalten, überfüllten und schmutzigen Zügen, übernachtete er in überheizten Wartehallen oder eiskalten Unterkünften. Als er sich einer Operation unterziehen musste, waren seine Widerstandskräfte erlahmt.“

Julius Schniewind Von Hans-Joachim Kraus Julius Schniewind, geboren am 28. Mai 1883 in Elberfeld. Theologiestudium in Bonn, Halle, Berlin und … Mehr

Warum die Bibel nichts von göttlichen Plänen bzw. von einem Plan Gottes weiß: „Man wird der Bibel zufolge durchaus von göttlichen Vorhaben oder einer göttlichen Absicht sprechen können. So stehen das hebräische ʿeṣāh bzw. das griechische boulḗ für einen unerforschlichen Rat(schlag) bzw. für einen Ratschluss (vgl. Jes 46,10f). Bei einem göttlichen ‚Plan‘ sind jedoch Konnotationen im Spiel, die für Menschen verführerisch sind. Ein Plan externalisiert ein differenziertes Vorhaben und fixiert es auf einem Medium („Blaupause“), so dass es von dessen Urheber separiert werden kann. Sollte Gott einen extensiven Plan für mein Leben haben, wäre dieser personalisierte Plan gedanklich für mich aneignungsfähig.“

Warum die Bibel nichts von göttlichen Plänen bzw. von einem Plan Gottes weiß Problematisch ist mitunter die Redeweise von einem … Mehr

Søren Kierkegaard, »Sehet die Vögel unter dem Himmel an!«: „Mensch, Mensch, verhärteter Menschenverstand, willst du es denn niemals vom Vogel ler­nen, den Verstand zu verlieren, um Mensch zu werden! Willst du es niemals lernen, in from­mer Erhebung dem Vogel gleich zu verstehen, was arbeiten heißt? Du wirst freilich sogar schon dann der Wahrheit weit näher kommen, wenn du die Sache einmal umgekehrt herum ansiehst, dass nämlich die Arbeit nicht so sehr Mühe und Beschwer ist, von der man am lieb­sten frei wäre, sondern dass Gott vielmehr dem Menschen es erlaubt hat zu arbeiten, um ihm ein Vergnügen zu gönnen, ein Gefühl der Selbständigkeit, welches nicht zu teuer erkauft wird mit dem Schweiß des Angesichts.“

»Sehet die Vögel unter dem Himmel an!« Von Søren Kierkegaard »Sehet die Vögel unter dem Himmel an!« Wie denn, du … Mehr