Rudolf Bohren, Das Wort und die Kraft von 1952: „Lessing antwortet: »Gewiß, lieber Herr Pfarrer Bohren, ich zweifle ja nicht, daß Sie und alle Ihre hier versammelten Kollegen sehr schön und rührend über die Seligen, die nicht sehen und doch glauben, zu predigen wüßten! Aber was soll dann ich Unseliger? Ich bin kein Gotteskind. Ich bin ein Zweifler. Ich muß schauen. Bin ich darum ewig verloren?«“

Das Wort und die Kraft[1] Von Rudolf Bohren I. Vorspiel Brauchen wir einmal unsere Phantasie. Stellen wir uns vor: hier … Mehr

„Der Glaube sieht am besten im Dunkeln.“ Søren Kierkegaards Trostwort in seiner Rede über ‚Mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht‘ (Matthäus 11,30): „Der Gläubige fühlt menschlich wie schwer das Lei­den ist, aber in der gläubigen Verwunderung darüber, dass es ihm gewinnreich ist, sagt er doch fromm: es ist leicht. Er kann es wohl nicht verstehen und sagt menschlich: es ist unmög­lich, aber er sagt es wieder in gläubiger Verwunderung darüber, dass es ihm gewinnreich ist. Wenn die Klugheit den Gewinn einsehen kann, da kann der Glaube Gott nicht sehen; aber wenn die Klugheit in der dunklen Nacht des Leidens keine Handbreit vor sich sehen kann, da kann der Glaube auf Gott sehen; denn der Glaube sieht am besten im Dunkeln.“

Nachdem Joe Bidens Sohn Beau mit 46 Jahren an einem Hirntumor gestorben war, postete Bidens Frau Jill an den Badezimmerspiegel … Mehr

Kornelis Heiko Miskottes homiletische Besinnung über das Buch Jona: „Wenn eine Gemeinde keinen Begriff von dem geist­lichen Humor hat, wenn sie keine Selbstironie kennt und ganz allgemein nicht zu dem Geheimnis des Lachens vorge­stoßen ist, dann ist es vielleicht besser, diesen Stoff liegenzulassen; denn hier reißt das Lachen gar nicht ab: das Lachen eines unerhört fremden Gerichts und einer unerhört fremden Gnade, ein Lachen auch über die psychologischen Unmöglichkeiten, die doch, schrecklich, die Seele des Frommen enthüllen – in ihrem Raffinement und in ihrer Einfältigkeit, in ihrem Dünkel und ihrer (Doch-)Gläubigkeit.“

Eine anregende homiletische Besinnung über das Buch Jona findet sich bei Kornelis Heiko Miskotte in seinem Opus magnum, Wenn die … Mehr

„Hineni – hier bin ich!“ Besinnung zu Jesaja 65,1: „Gott sagt sich uns zu, bevor wir ihn beanspruchen und anrufen. ‚Ich bin da – ich bin für dich da!‘ Ein größeres Geschenk kann er uns nicht machen. Jesus Christus ist Gottes lebendiges Hineni-Wort: ‚Ich bin für dich da!‘ Es braucht jetzt nur unser Vertrauen, um ihm im Gebet zu antworten: ‚Hier bin ich.‘ Wo wir so zueinanderfinden, tauche ich in Gottes Barmherzigkeit ein. Und dann verändern sich die Dinge im Leben …“

„Hineni – hier bin ich!“ Besinnung zu Jesaja 65,1 Es gibt im Hebräischen ein Wort, das es in sich hat: … Mehr