Glaube und Welterkenntnis im Alten Israel Von Gerhard von Rad I. Unsere Themaformulierung setzt es von vornherein als zugestanden voraus, … Mehr
Kategorie: Schriftauslegung
Gerhard von Rad, Die Geschichte von Simson (1953): „Simson hatte einen göttlichen Auftrag, und für diesen Auftrag hatte er göttliche Gaben. Charisma nennt das Neue Testament diese göttliche Berufsausrüstung. Aber was vollbringt Simson damit? Sein Leben zeigt einen fortgesetzten Wechsel zwischen Krafterweisen und erniedrigender Schwäche. Seine Gotteskraft verpufft doch immer wieder in wirkungslosem Schabernack. Er spielt mit seinem Charisma und betätigt es nicht im Gehorsam. So zeigen uns die Simson-Geschichten das Bild einer vertanen Gotteskraft; vertan im Niederreißen. Sie zeigen das klägliche Unterliegen in dem Kampf zwischen Eros und Charisma. Simson schafft nichts, und er geht zuletzt in dem Chaos unter, das er um sich herum verbreitet. »Und der Toten, die in seinem Tod starben, waren mehr, denn die bei seinem Leben starben.«“
Die Geschichte von Simson Von Gerhard von Rad »Da fiel das Haus auf die Fürsten und alles Volk, daß der … Mehr
Walther Zimmerlis Auslegung zum Predigttext Prediger 12,1-7 (ATD): „Der Schlusssatz aber läßt auch hier die Bildsprache dahinten und schildert die Auflösung dessen, was einst menschliches Leben war, in seine vorzeiten im göttlichen Schöpfungsvorgang vereinigten Teile (1.Mose 2,7). Von der kritischen Bezweiflung der Einzelheiten dieses Vorganges (3,21) ist hier, wo es schlicht um die Feststellung des Endes menschlichen Lebens geht, nichts mehr zu hören.“
In der neuen Perikopenordnung ist für den 20. Sonntag nach Trinitatis nunmehr in der dritten Predigtreihe Prediger (bzw. Kohelet) 12,1-7 … Mehr
Friedrich Mildenberger über die Predigtperikope Prediger/Kohelet 12,1-7: „Wenn er das sagen kann: Mein Schöpfer hat es gut gemacht, mein Leben, Freude und Leid, Alter und Jugend. Zeitig hat er mir die Augen aufgetan, und ich kann es ihm verdanken, wie es gewesen ist, dieses Leben. Nein! Ich wollte es nicht anders gehabt haben, dies Leben, als es gewesen ist.“
In der neuen Perikopenordnung ist für den 20. Sonntag nach Trinitatis nunmehr in der dritten Predigtreihe Prediger (bzw. Kohelet) 12,1-7 … Mehr
Martin Buber über Jesu Spruch vom Zinsgroschen in „Geltung und Grenze des politischen Prinzips“ (1953): „Wird die Geschichtszeit und die Geschichte verabsolutiert, so kann es sich leicht ereignen, dass in der geschehenden Geschichte der zeitbefangene Denker dem aktuellen staatlichen Machtgetriebe den Charakter des Absoluten und in diesem Sinn Zukunftbestimmenden zuspricht. Danach mag für ein Weilchen der Gnom Erfolg krampfhaft grinsend den Gottessitz der Vollmacht einnehmen.“
Geltung und Grenze des politischen Prinzips Von Martin Buber Dieser Vortrag ist im Juni 1953 anläßlich der Verleihung des hansischen … Mehr
Hans Joachim Iwand, Evangelium und Gesetz (Vorlesung über die Rechtfertigungslehre, 1958): „Man muss Gott glauben, dass wir Sünder sind. Es ist also kein Zufall, keine Schwäche, keine durch diese oder jene Lage gegebene Verfehlung, sondern es ist notwendig, unausbleiblich, unsere Bestimmung: Der Mensch, der wir sind, muss offenbar werden in seiner Übereinstimmung mit diesem dort in Jesus Christus gekreuzigten und hingerichteten Adam. Insofern sagt das Gesetz, was ist. Es stellt fest. Es bringt Erkenntnis, das heißt, was zunächst nur eine unbegreifliche, eine äußere, eine lediglich mir als Formel begegnende Wahrheit ist, das wird nun in der Erkenntnis auch die meine. Die Wahrheit Gottes zieht vom Kreuze her ein in mein Leben, ich erkenne sie, ich weiß, warum ich glaube. Ich begreife in einer wunderbaren, einer nicht näher zu schildernden Exstasis, einer Versetzung an jene Stelle, dass mein Leben und diese Geschichte zusammenhängen, dass sie nicht wäre, wenn mein Leben nicht wäre, und mein Leben keine Hoffnung auf Wendung, auf Umkehr, auf Verwandlung hätte, wenn mir Gott diesen ‚topos pou sto‘, diesen Ort, wo ich stehen kann, nicht geschenkt hätte.“
Evangelium und Gesetz Von Hans Joachim Iwand Dieses Thema kommt zweimal in der Dogmatik vor. Einmal dort, wo von den … Mehr
Gerhard von Rad, Grundprobleme einer biblischen Theologie des Alten Testaments (1943): „Das bleibt immer die Hauptaufgabe einer alttestamentlichen Theologie: das Zeugnis des Alten Testametns gerade in seiner Besonderheit und in seiner ihm allein eigenen Begrifflichkeit zu erarbeiten. Gerade wenn wir uns ganz seiner eigenen Schwere und seiner spezifischen Kontur überlassen, dann wird sich uns das Alte Testament selbst in eigener Vollmacht in das richtige Verhältnis zum Neuen setzen.“
Grundprobleme einer biblischen Theologie des Alten Testaments Von Gerhard von Rad, Jena Es ist schon ein großer Wandel, der sich … Mehr
Klaus Koch über Gerhard von Rad 1966: „Das Alte Testament bezieht demnach durchweg Gottes Offenbarung auf eine Geschichte, die durch Verheißung und Erfüllung gekennzeichnet ist. Die Verheißungen laden immer breiter aus. ‚Das Alte Testament kann nicht anders denn als Buch einer ins Ungeheure anwachsenden Erwartung gelesen werden.‘ Dabei werden immer wieder alte Verheißungen und Geschichtstraditionen aktualisiert, wie es schließlich mit dem gesamten Alten Testament im Neuen geschieht.“
Gerhard von Rad Von Klaus Koch Gerhard von Rad, geboren am 21. Oktober 1901 in Nürnberg. Theologiestudium in Erlangen und … Mehr
Hans Werner Hoffmann, Alttestamentliche Texte der Predigtreihe IV philologisch erschlossen
Mein Hebräischlehrer Prof. Dr. Hans Werner Hoffmann hat dankenswerterweise für die neue Predigtreihe IV einen hilfreichen sprachlichen Schlüssel für die … Mehr