„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.“ Warum die Luther-Bibel 2017 einen Glaubensartikel immer noch auslässt und die Schweizer es hinkriegen: „Das Dativobjekt ‚dem Gott‘ bezieht sich auf den himmlischen Vater, wo hingegen im dritten Satzteil ‚Gott‘ als Gattungsname bzw. Prädikatsnomen gilt. Folgerichtig wird das Wort (bzw. der Logos) als göttlich prädiziert, was nichts anderes heißt, als dass es über dieselben Wesenseigenschaften wie der Gott verfügt. Trotz Wesenseinheit ist es jedoch nicht mit dem Vater identisch. Das Wort ist Gott, ohne damit ‚der Gott‘ (Vater) zu sein.“

Warum die Luther-Bibel 2017 einen Glaubensartikel immer noch auslässt Auch in der neuen Luther-Bibel 2017 heißt es eingangs des Prologs … Mehr

Paul Schempp, Grabrede für das verstorbene Mädchen Ruth zu Matthäus 9,24 (1939): „Wir kön­nen es uns nicht selber einreden oder aus eigener Kraft glau­ben, dass das auch von diesem toten Kindlein gilt, was Chri­stus einst so kühn von dem Mädchen in Kapernaum sagte: „Das Mägdlein ist nicht tot, sondern es schläft.“ Aber wir können um den Glauben bitten, dass Gott der Herr Sein Reich weit aufgemacht hat; dass in des Heilands Na­men alle Kinder und auch alle Erwachsenen wie Kindlein zu Ihm kom­men dürfen und wir einmal erfahren, warum der Herr reich und arm macht.“

Wie zart und einfühlsam bei dem Tod eines Kleinkindes ohne billigen Trost das Evangelium Jesu Christi unverhofft zugesprochen werden kann, … Mehr

Martin Luther, „Christus hat alle unsere Sünde auf sich genommen …“ Eine Auslegung von Galater 3,13: „Christus aber ist nicht nur unter den Sündern erfunden, sondern er hat selbst nach seinem und des Vaters Willen der Genosse der Sünder sein wollen, hat Fleisch und Blut derer angenommen, die Sünder und Räuber sind, in allen Sünden versunken.“

Christen tun sich oft mit dem stellvertretenden Sühnetod Jesu am Kreuz schwer. Ein Grund dafür ist der Eintrag einer bibelfremden … Mehr

Dürfen Christen sich tätowieren lassen? „Wenn es in manchen christlichen Kreisen heißt es, die Bibel verbiete Tätowierungen, bezieht man sich dabei auf Levitikus 19,28: ‚Und ihr sollt euch keine Einschnitte machen an eurem Leib eines Toten wegen, und ihr sollt euch keine Zeichen einritzen. Ich bin der HERR.‘ In der Tat dürfen Christen sich nicht gottfremde Machtzeichen in die Haut ritzen lassen. Auf meiner Haut hat nichts verloren, was dem umfassenden Anspruch des HERRN auf unser Leben widerspricht. Insofern ist eine Totenkopftätowierung für einen Christen unangebracht.“

Dürfen Christen sich tätowieren lassen? Ich persönlich habe keine Tätowierung und werde niemandem eine Tätowierung empfehlen. Aber ich kann nicht … Mehr

Karl Barths Feuilletonartikel „Das Wunder der Weihnacht“ von 1927: „Wo gibt es denn das: Gott in unserer Welt, Gott in unserer Welt? Die Tatsachen schreien doch dagegen, dass das wahr ist, schreien von der Weltferne Gottes und von der Gottesferne der Welt. Es braucht wohl schon Bekenntnis dazu, Versöh­nung als Wahrheit zu anerkennen, Bekenntnis, das darin stark und schwach ist, dass es sich nur auf Offenbarung beruft, dass es nur im Glauben getan und nur im Glauben aufgenommen wer­den will und kann.“

In einem Feuilletonartikel für die Münchner Neuesten Nach­richten zu Weihnachten 1927 nimmt Karl Barth 1.Korinther 13,8 auf – „Die Liebe … Mehr

Paul Schempps Weihnachtspredigt zu Lukas 2,1-14 von 1945: „Seine Liebe gelten lassen und heute sie auch darin sehen, dass uns das Schwert aus der Hand geschlagen ist, dass uns die Hoffnung auf unsere Macht genommen ist, das ist uns erlaubt und möglich und zugemutet durch die Botschaft vom Kind in der Krippe und von den jubelnden Engeln.“

Eine besonders ansprechende Predigt zu Weihnachten hat Paul Schempp 1945 in der reformierten Gemeinde in Stuttgart gehalten. Er weiß die … Mehr

Karl Barth, Der es mit uns hält. Predigt zu Lukas 2,7 (Weihnacht 1958, Strafanstalt Basel): „Der damals geboren wurde, der ist ja nicht nur der Sohn der Maria, der ist ja Gottes Sohn. Und wenn der es mit dir hält, dann tut er das in höchster Macht: in der Macht, dir unter allen und jeden Umständen zu helfen: in der Macht, dich ganz hell zu machen, dich zu verteidigen gegen Jedermann und vor allem gegen deinen schlimmsten Feind, gegen dich selber! Er hält es mit dir in der Macht, dir richtig und wirklich zu helfen, dich zu tragen, dich zu erretten, dir also nicht nur eine kleine, sondern die große, die unveränderliche Freude zu machen.“

Als Gegenstück zu Rudolf Bultmanns „Weihnachtsbesinnung“ von 1953 eine Weihnachtspredigt von Karl Barth zu Lukas 2,7, gehalten am Weihnachtstag 1958 … Mehr

Paul Althaus über die Herrlichkeit Gottes: „Das Licht in der Natur, das Leuchten der Farben, der Glanz, der Blitz — das alles erinnert uns, dass Gottes Herrlichkeit auch sinnlich ist; das alles, als von Gott ge­schaffen, ist Gleichnis und Hinweis auf das ewige Leuchten seiner Gottheit. Gottes Herrlich­keit ist nicht nur die uns von sich überführende Wahrheit und Gutheit seines Wesens; sondern auch die Schönheit; und wiederum nicht nur die Schönheit geistiger Art, die der Wahrheit und Gutheit eignet, sondern die sinnliche Schönheit. Gott ist nicht nur das Beste, sondern auch „das Schönste“ (Paul Gerhardt), das die Sinne entzückt.“

Über die Herrlichkeit Gottes wird in dogmatischen Lehrbüchern lutherischer Provenienz in der Regel wenig gesagt. Das mag mit Luthers kreuzestheologische … Mehr