Frithjof Gräßmann (1930-2017) war erster regulärer Studentenpfarrer an der Augustana in Neuendettelsau. Aufgewachsen in Pfarrkirchen im Rottal blieb er Zeit … Mehr
Kategorie: Schriftauslegung
„Der Wein erfreut das Leben“ (Kohelet 10,19). Zur Theologie des Weins: „Wein als Lebenselixier – was für eine Zusage findet sich da in der Bibel. Zusammen mit Olivenöl und Weizen (bzw. Brot) gehört Wein zu den basalen Lebensmitteln im Alten Orient: ‚Iss dein Brot mit Freude, und trink deinen Wein mit frohem Herzen; denn längst schon hat Gott dieses Tun gebilligt. Jederzeit seien deine Kleider weiß, und an Öl auf deinem Haupt soll es nicht fehlen.‘ heißt es dazu im Buch Kohelet (9,7f)“
„Der Wein erfreut das Leben“ (Kohelet 10,19). Zur Theologie des Weins „Gleich wie Leben ist Wein für die Menschen, wenn … Mehr
„Ein Mann sollte bis aufs Äußerste nach dem rechten Preis seines Lebens streben“ – Ernest Shackletons Endurance-Expedition (1914-1916) und die göttliche Verheißung
Ernest Shackletons Endurance-Expedition (1914-1916) und die göttliche Verheißung Ein Leserbrief vom 29. Dezember 1913 in der Londoner „Times“ elektrisierte England: … Mehr
„Wer hat recht: das Kreuz oder wir?“ Predigt von Antonius H. J. Gunneweg über 1. Korinther 1,18-25
Aus Anlass des neuen Kruzifixstreits eine Predigt von Antonius H. J. Gunneweg (1922-1990) über 1 Korinther 1,18-25 aus seiner Zeit … Mehr
Hans Joachim Iwand, Die Schrift (1951): „Es führt ein Weg vom Sinai nach Golgatha, aber kein Weg von Golgatha nach Sinai. Und nur wenn man auf dem Sinai nach Golgatha hinschaut, wird man das Wort vom Sinai verstehen. Genau so, wie man das Wort von Golgatha nur verstehet, wenn man nicht auf den Sinai zurückschaut. Das ist das Thema von Gesetz und Evangelium.“
Zum Schluss seiner Vorlesung „Theologie als Beruf“, die Hans Joachim Iwand im Sommersemester 1951 in Göttingen gehalten hat, kommt er … Mehr
Johann Baptist Metz, Verhüllte Freiheit. Meditationsgedanken zum Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen (Mt 13,24-30) von 1963: „Das Gewissen, in dem unsere Freiheit sich an sich selber weiß, hat so letztlich auch etwas Abweisendes an sich: es ist kein Wissen, in dem wir uns noch einmal mächtig und ‚reich‘ über uns selbst erheben könnten, sondern ein unschuldiges Wissen, dessen Wahrheit sich uns nicht lichtet, wenn wir auf uns selber zurückblicken, sondern wenn wir uns in den Aufschwung der je neuen Tat hinein vergessen.“
Verhüllte Freiheit. Meditationsgedanken zum Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen Von Johann Baptist Metz Noch ein anderes Gleichnis legte Jesus … Mehr
„Höhe ihn dort zur Darhöhung auf einem Berge, den ich dir zusprechen werde“ – Abrahams Opferung Isaaks als Exerzitium des Glaubens im Angesicht des Sterbenstodes
Abrahams Opferung Isaaks als Exerzitium des Glaubens im Angesicht des Sterbenstodes Einer der schwierigsten biblischen Texte ist ohne Zweifel die … Mehr
Helmut Gollwitzer, Predigt über Psalm 98,1 (Sonntag Kantate, 1988): „Fangt neu an zu singen! Wie ihr auch dransein mögt, fangt neu an zu singen, lasst euch mitnehmen ins Singen, ins Gotteslob, ins Lob dieses Gottes – trotz allem, was ihr gegen ihn auf dem Herzen habt, trotz aller Klagen und Beschwerden gegen ihn –, macht mit bei den Lobgesängen! Ihr werdet sehen, wie wohl das euch tut, wie das euren geschlagenen, verstummten Herzen hilft, wie auch ihr allmählich wieder mit hineingezogen werdet ins Singen, ins Danken, ins Loben.“
Helmut Gollwitzer (1908-1993) hatte 1988 am Sonntag Kantate in Berlin-Dahlem folgende Predigt zu Psalm 98,1 gehalten, die persönliche Frömmigkeit mit … Mehr
Alfons Deissler, Auslegung von Micha 6,8: „Man hat dir verkündet, o Mensch, was gut ist und JHWH an dir sucht: nichts anderes als Gerechtigkeit üben, Güte und Treue (ḥesed) lieben und in Dienmut wandern mit deinem Gott. Der Prophet gibt eine lapidare Antwort auf die Frage, was vor JHWH »Religion« ist. Er verweist dabei auf die wesentliche Willensoffenbarung Gottes, wie sie seit Mose von allen Propheten Israel verkündet wird. Der Angeredete wird hier ’ādām (= »Erdling«) genannt wie in Dtn 8,3; Jes 2,17; Lev 1,2; 13,2. Der Bescheid wird zuerst auf »das Gute« hin orientiert, d. h. aber im hebräischen Verständnis: was dem Menschen guttut und ihn glücken läßt. Vorab darum »sucht« Gott das Gute an ihm bzw. erwartet es von ihm. Das »Gute« besteht in nichts anderem als in dem in der Form eines Dreispruches (drei ist die Zahl Gottes) Ausformulierten und Konkretisierten: JHWHs erstes Anliegen ist »Recht und Gerechtigkeit« (mišpāṭ; Leitwort des Amos).“
Micha 6,8 als Grundsatz biblischer Ethik Von Alfrons Deissler „Man hat dir verkündet, o Mensch, was gut ist und JHWH … Mehr