„Der Wein erfreut das Leben“ (Kohelet 10,19). Zur Theologie des Weins: „Wein als Lebenselixier – was für eine Zusage findet sich da in der Bibel. Zusammen mit Olivenöl und Weizen (bzw. Brot) gehört Wein zu den basalen Lebensmitteln im Alten Orient: ‚Iss dein Brot mit Freude, und trink deinen Wein mit frohem Herzen; denn längst schon hat Gott dieses Tun gebilligt. Jederzeit seien deine Kleider weiß, und an Öl auf deinem Haupt soll es nicht fehlen.‘ heißt es dazu im Buch Kohelet (9,7f)“

„Der Wein erfreut das Leben“ (Kohelet 10,19). Zur Theologie des Weins „Gleich wie Leben ist Wein für die Menschen, wenn … Mehr

Hans Joachim Iwand, Die Schrift (1951): „Es führt ein Weg vom Sinai nach Golgatha, aber kein Weg von Golgatha nach Sinai. Und nur wenn man auf dem Sinai nach Golgatha hinschaut, wird man das Wort vom Sinai verste­hen. Genau so, wie man das Wort von Golgatha nur verstehet, wenn man nicht auf den Sinai zurückschaut. Das ist das Thema von Gesetz und Evangelium.“

Zum Schluss seiner Vorlesung „Theologie als Beruf“, die Hans Joachim Iwand im Sommersemester 1951 in Göttingen gehalten hat, kommt er … Mehr

Johann Baptist Metz, Verhüllte Freiheit. Meditationsgedanken zum Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen (Mt 13,24-30) von 1963: „Das Gewissen, in dem unsere Freiheit sich an sich selber weiß, hat so letztlich auch etwas Abweisendes an sich: es ist kein Wissen, in dem wir uns noch einmal mächtig und ‚reich‘ über uns selbst erheben könnten, sondern ein unschuldiges Wissen, dessen Wahrheit sich uns nicht lichtet, wenn wir auf uns selber zurückblicken, sondern wenn wir uns in den Aufschwung der je neuen Tat hinein vergessen.“

Verhüllte Freiheit. Meditationsgedanken zum Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen Von Johann Baptist Metz Noch ein anderes Gleichnis legte Jesus … Mehr

Helmut Gollwitzer, Predigt über Psalm 98,1 (Sonntag Kantate, 1988): „Fangt neu an zu singen! Wie ihr auch dransein mögt, fangt neu an zu singen, lasst euch mitnehmen ins Singen, ins Got­teslob, ins Lob dieses Gottes – trotz allem, was ihr gegen ihn auf dem Herzen habt, trotz aller Klagen und Beschwerden gegen ihn –, macht mit bei den Lobgesängen! Ihr werdet sehen, wie wohl das euch tut, wie das euren geschlagenen, verstummten Herzen hilft, wie auch ihr all­mählich wieder mit hineingezogen werdet ins Singen, ins Danken, ins Loben.“

Helmut Gollwitzer (1908-1993) hatte 1988 am Sonntag Kantate in Berlin-Dahlem folgende Predigt zu Psalm 98,1 gehalten, die persönliche Frömmigkeit mit … Mehr

Alfons Deissler, Auslegung von Micha 6,8: „Man hat dir verkündet, o Mensch, was gut ist und JHWH an dir sucht: nichts anderes als Gerechtigkeit üben, Güte und Treue (ḥesed) lieben und in Dienmut wandern mit deinem Gott. Der Prophet gibt eine lapidare Antwort auf die Frage, was vor JHWH »Religion« ist. Er ver­weist dabei auf die wesentliche Willensoffenbarung Gottes, wie sie seit Mose von allen Propheten Israel verkündet wird. Der Angeredete wird hier ’ādām (= »Erdling«) genannt wie in Dtn 8,3; Jes 2,17; Lev 1,2; 13,2. Der Bescheid wird zuerst auf »das Gute« hin orien­tiert, d. h. aber im hebräischen Verständnis: was dem Menschen guttut und ihn glücken läßt. Vorab darum »sucht« Gott das Gute an ihm bzw. erwartet es von ihm. Das »Gute« be­steht in nichts anderem als in dem in der Form eines Dreispruches (drei ist die Zahl Gottes) Ausfor­mulierten und Konkretisierten: JHWHs erstes Anliegen ist »Recht und Gerechtigkeit« (miš­pāṭ; Leitwort des Amos).“

Micha 6,8 als Grundsatz biblischer Ethik Von Alfrons Deissler „Man hat dir verkündet, o Mensch, was gut ist und JHWH … Mehr