Gerhard von Rad zur Josephsgeschichte (1Mose 50,15-21): „Vergebung unter Menschen ist keine rein innermenschliche Regelung, sie reicht in jedem Fall tief hinein in das Verhältnis der Menschen zu Gott. Gott hat dieses ganze zwielichtige Gelände menschlicher Leidenschaften in sein Heilswalten einbezogen, ja, er hat die Brüder selbst zu Empfängern seiner »Errettung«, als Teilhaber des »großen Entrinnens« werden lassen. Darin ist auch seine Vergebung enthalten.“

Gerhard von Rad hat eine wunderbare biblische Besinnung zur Josephsgeschichte (1Mose 37-50) geschrieben, die als Vorbereitung zur Predigt über 1Mose … Mehr

Martin Luthers Erinnerung für die Schriftauslegung: „Wie unermesslich ungleich sind Gottes Wort gegen alle Menschen Wort, wie gar kein Mensch mag ein einziges Gotteswort genugsam erreichen und erklären mit allein seinen Worten. Es ist ein unendlich Wort und will mit stillem Geist gefasst und betrachtet sein.“

Wie unermesslich ungleich sind Gottes Wort gegen alle Menschen Wort Von Martin Luther Luthers Schlusswort zu seiner Weihnachtspostille vom November … Mehr

Wim Delvoyes „Double Helix Crossed Crucifix“ und Jesu Lebensworte: „Das wäre eine theologische Herausforderung, die Lebensworte aus dem Evangelium nach Johannes wie ‚In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen‘ (Johannes 1,4) als ‚gekreuztes‘ Heilsgeschehen mit einer genetischen Lebensbestimmung im Symbol der Doppelhelix zu kontrastieren.“

Wim Delvoyes „Double Helix Crossed Crucifix“ und Jesu Lebensworte In der Bronzeskulptur „Double Helix Crossed Crucifix“, die der belgische Konzeptkünstler … Mehr

Alfons Deissler, Die theologische Botschaft des Jonabuchs: „In seiner diese Verkündigung aufnehmenden und in einer »theologia narrativa« entfaltenden Bot­schaft stößt das Buch Jona vor bis zur Grenze und zugleich Erfüllung des JHWH-Israel-Bundes in Jesus, dem Christus, in welchem die be­sondere Heilsgeschichte Gottes mit Israel auf die ganze Menschen­welt hin entgrenzt wird. Unser Buch bereitet die Verkündigung Jesu von der abgründigen Barmherzigkeit des göttlichen Vaters vor, die sich insbesondere an allen Sündern, welche es auch seien, als heil­schaffend erweisen will.“

Was „kritische“ Schriftexegese positiv zum Verständnis eines biblischen Buches im Sinne des göttlichen Wortes beitragen kann, zeigt der Kommentar zum … Mehr

Pharao Necho und die Geldbuße – wie in der Lutherbibel 2017 militärische Gewaltherrschaft schöngeredet wird: „Besonders fragwürdig ist jedoch die Rede von ‚Geldbuße‘ in der Lutherbibel 2017. So legt in 2Kön 23,33 bzw. 2Chr 36,3 der Pharao Necho (610 bis 595 v. Chr.) dem Land Juda eine ‚Geldbuße‘ von 100 Zentnern Silber und einem Zentner Gold auf. Das klingt so, als wäre der Pharao im Auftrag der kommunalen Verkehrsüberwachung tätig gewesen.“

Pharao Necho und die Geldbuße. Wie in der Lutherbibel 2017 militärische Gewaltherrschaft schöngeredet wird Eines der eher verunglückten Wörter des … Mehr

Vom Segen des Betens oder was das Gebet uns schenkt: „Beten legt Sprachfäden um das eigene Leben. Wie Tautropfen auf einem Spinnennetz schlägt sich göttliche Güte an den eigenen Gebetsworten nieder. So setzt sich im Gebet das eigene Leben in Beziehung zum lebendigen Gott – was er für mich schon alles getan hat und was er in Jesus Christus für mich vorgesehen hat. Die Dinge um mich herum, für die ich ihm danke, sind nicht länger selbstverständlich – und damit hoffnungslos. Kleinig­keiten des Alltags zeigen sich mir als gottgegeben und werden damit großartig.“

Vom Segen des Betens oder was das Gebet uns schenkt „Betet ohne Unterlass, seid dankbar in allen Dingen; denn das … Mehr

Martin Luthers Predigt über die Heilige Schrift (mit Bezug auf Römer 15,2-4): „Das sind ganz große Wunder, dass Gott sich so tief herunterlässt und sich in Buchstaben hineinsenkt und sagt: Da hat mich ein Mensch abgemalt; dem Teufel zum Trotz sollen diese Buchstaben da die Kraft geben, Menschen zu erlösen. Die Heilige Schrift ist also ein Wahrzeichen, das Gott dahinsetzt; wenn du es annimmst, bist du selig, nicht weil die Schrift mit Tinte und Feder geschrieben ist, sondern weil sie auf Christus hinweist.“

In einer Adventspredigt von 1531 hat Martin Luther mit Bezug auf Römer 15,2-4 über den „Trost der Schrift“ gepredigt und … Mehr

Martin Luther, Predigt über Lukas 7,11-17 (Der Jüngling zu Nain, 1533): „›Mein Herr Christus sieht dem Tode zu, wie er mich tötet, und wenn der mich erwürgt hat, so schlafe ich so leise, dass er mich mit einem Wort erwecken kann.‹ Und der Herr sagt: ›Der Mensch, der da tot ist, der sieht und hört für mich noch gut, obwohl die ganze Welt meint, er sehe und höre nichts.‹ Daraus sollen wir lernen, dass ein Christ sich nicht fürchten soll; denn Christus kommt nicht, um zu richten, sondern er kommt, wie er zum Sohn der Witwe (und zu den andern Glaubenden) kommt: er errettet ihn vom Tode und bewirkt, dass er sich aufrichtet, sieht, hört, spricht, obwohl er doch nicht sah, hörte und sprach. So wird er auch zu uns kommen, die wir glauben.“

Fast spielerisch nimmt Martin Luther in seiner Predigt über Lk 7,11-17 (Der Jüngling von Nain) sich den Tod zur Brust.  … Mehr