Fragen an das «Christentum» Von Karl Barth Die Schriftleitung unseres Zentralblattes hat mich freundlichst eingeladen, ein kurzes Wort zu sagen … Mehr
Kategorie: Protestantismus und Religionismus
Johannes Rau, Im Rat der Brüder: „‚Consolatio fratrum‘ sagte man wohl in der alten Kirche. Rat der Brüder. Ich habe lernen können, weil ich erfahren konnte, daß es das noch heute gibt. Dass Menschen sich anhören, sich zuhören, sich einander öffnen und dann einander wägend raten, das ist eine richtunggebende Erfahrung meines Lebens.“
Im Rat der Brüder Von Johannes Rau Unter meinen Geschwistern galt ich als „die Leseratte“, weil ich nie genug bekommen … Mehr
Hans Joachim Iwand zur heutigen Tageslosung „Soviel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.“ (Jesaja 55,9): „Unsere Wege enden nur bei einem solchen Gott, in dem wir uns selbst widerspiegeln. Unsere Gedanken, wenn wir sie als Himmelsleiter benutzen, führen immer nur zu den Höhen, die die Menschen überhaupt erreichen, und zu den Bildern, die Menschen sich aus ihrem Geist heraus gemacht haben.“
Predigtmeditation zu Jesaja 55,6-13 Von Hans Joachim Iwand Suchet den Herrn, da er sich finden läßt,ruft ihn an, da er … Mehr
Patriarch Kyrills Großrussland-Ideologie in seiner Ansprache am 25. April: „Mögen uns all diese wunderbaren, heldenhaften Beispiele auch heute noch dazu inspirieren, unser Heimatland zu verteidigen, unsere wahre Unabhängigkeit gegenüber den mächtigen Machtzentren zu verteidigen, die es heute auf der Erde gibt. Möge Gott uns in wahrer Freiheit bewahren.“
Aufschlussreich ist Kyrills Ansprache am Ostermontag (nach orthodoxem Kalender), wo er eine evangeliumsfreie Großrussland-Ideologie beschwört: Ansprache Seiner Heiligkeit Patriarch Kirill … Mehr
Hirtenbrief des bayerischen Oberkonsistoriums „an seine Pfarrer, Hilfsgeistlichen und exponierten Vikare“ zur Fortsetzung der Kriegsanstrengungen im 1. Weltkrieg (1916): „So wie das deutsche Volk nach seiner Gemütsanlage weit entfernt ist von der maßlosen Gewinnsucht wie von der rasenden Ehrsucht seiner Feinde und nur widerstrebend in diesen Krieg eingetreten ist, kann es ja gar nicht anders, als im tiefsten Grund ein Grauen empfinden vor dem furchtbaren Werk, das ihm aufgenötigt ist … Dieses Gefühl konnte geradezu gefährlich werden, wenn es sich mit religiösen Vorstellungen verband etwa derart, dass der christliche Sinn das Blutvergießen nicht länger gutheißen könne, dass die christliche Selbstlosigkeit es erlaube, wenn nicht fordere, auf eine volle Sühne des an uns verbrochenen Unrechts zu verzichten, und dergleichen.“
Hirtenbrief zur Passionszeit. Aus einem Aufruf des bayerischen Oberkonsistoriums 1916 „an seine Pfarrer, Hilfsgeistlichen und exponierten Vikare“ Wie Patriarch Kyrill … Mehr
Friedrich Niebergall über die Kriegspredigt (1914): „Die Kriegspredigt als eine Kasualpredigt verlangt, dass der Krieg, diese Erscheinung des gegenwärtigen Weltverlaufs, mit dem christlichen Denken und Leben in Verbindung gebracht werde.“
Ursprünglich veröffentlicht auf NAMENSgedächtnis:
Die Kriegspredigten aus dem I. Weltkrieg sind ein besonderes Zeugnis für die Irrungen eines religionistischen Protestantismus.…
Aus der Kriegspredigt des Patriarchen Kyrill von Moskau vom 3. April 2022: „Heute wird das Wort ‚Unabhängigkeit‘ häufig auf fast alle Länder der Welt angewandt. Aber das stimmt nicht, denn die meisten Länder stehen heute unter dem großen Einfluss einer Macht, die sich leider gegen die Macht unseres Volkes stellt. Und wenn es so ist, wenn es dort eine große Macht gibt, dann müssen wir sehr stark sein. Wenn ich „wir“ sage, meine ich in erster Linie die Streitkräfte – aber nicht nur. Unsere ganze Nation muss heute aufwachen, muss aufwachen und erkennen, dass eine besondere Zeit gekommen ist, eine Zeit, die das historische Schicksal unserer Nation bestimmen kann.“
Man muss es tatsächlich lesen, was Patriarch Kyrill am letzten Sonntag, 3. April, in der Hauptkirche der Streitkräfte Russlands im … Mehr
Eberhard Jüngel, Die unsichtbare Kirche. Kreuz, Staat und Gesellschaft (1995): „Lassen wir die Kirche im Dorfe! Schämen wir uns der evangelischen Wahrheit des Kreuzes nicht, die nun einmal, gerade weil sie den Nichtglaubenden kein X für ein U vormacht, den Juden ein gotteslästerlicher Skandal und den Heiden eine den gesunden Menschenverstand auf den Kopf stellende Torheit ist (1. Korinther 1, 23).“
Eberhard Jüngels Kommentar zum sogenannten Kruzifix-Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 16. Mai 1995 ist noch immer lesenswert, auch wenn dabei die … Mehr
Eberhard Jüngels Predigt über Hebräer 13,14 aus Anlass aus Anlass der 900-Jahr-Feier der Stadt Tübingen (1978): „Die Selbstgerechtigkeit wirft nicht weniger große Schatten als die Schuld. Wenn wir dieser Gefahr erliegen, wenn bürgerlicher Stolz zur Selbstgerechtigkeit entartet, dann ist es höchste Zeit, auszubrechen aus dem Leben der Stadt. Dann ist der Galgenberg, dann ist der Ort unter dem Kreuz Jesu Christi der rechte Ort für uns.“
Segen für die Stadt. Predigt über Hebräer 13,14 Von Eberhard Jüngel Wir haben hier keine bleibende Stadt, aber die zukünftige … Mehr