Martin Luther über die Auferstehung mit Christus in seiner Predigt über 1.Korinther 15,20-22: „Christus ist aller Christen Haupt. Er ist (aus dem Grab) hervorgekommen, also werden ihm die Hände und der Rücken nachfolgen. Es wird nicht nur um den Kopf gehen, sondern um den ganzen Leib, ob er schon jetzt in der Erde liegt. Wie die Weiber sagen: Wenn bei einem Kindlein bei der Geburt der Kopf hervorgekommen ist, hat’s nicht mehr not; andernfalls (ist Gefahr im Verzug). So ist das Haupt der Herr über den Tod und Teufel. Durchs Evangelium, das Sakrament und die Taufe werden wir ihm eingeleibt. Wenn wir ihn für unser Haupt halten, was soll da noch unser Tod bedeuten? Der ist nur ein Schlaf.“

In einer Predigt über 1.Korinther 15,20-22 vom 13. Oktober 1532 hat Martin Luther die endzeitliche Auferstehung mit Christus mit einer … Mehr

Die Osterbotschaft im Aeternus-Kreuz gefasst: „So können wir im Kreuz Christi Vertrauen zu dem dreieinigen Gott finden. In der Vierung des Kreuzes lässt sich Gottes Liebe zu den Menschen erahnen. Von ihr ausgehend lässt sich der Tod auf das ewige Leben durchschauen. Wo unser Leben auf das Kreuz Christi trifft, gehen wir bei Gott nicht verloren. Seine Liebe ist stärker als der Tod, stärker als unsere Gottlosigkeit, treuer als menschliche Versprechen. Seine Liebe nimmt uns durch das Kreuz Christi hindurch zu sich in die Ewigkeit.“

Die Osterbotschaft im Aeternus-Kreuz gefasst Der Stahlbildhauer Hermann J Kassel hat über das von ihm geschaffene Altarkreuz in der katholischen … Mehr

Hans Joachim Iwand, Predigt über Hiob 1-2 (1944): „An Gott den Schöpfer glauben hieße also darauf verzichten, dass wir einen Anspruch vor Gott haben. Hieße darauf verzichten, dass wir einen Anspruch haben auf alles, was wir besitzen, Haus und Hof, Weib und Kind, Ansehen und Ehre, alles ist Geschenk. Alles ist Gnade. Niemand hat ein Recht darauf, niemand kann Gott anklagen, wenn er ihm nimmt, was er ihm gab. Aber wer kann das? Dass es auch Hiob nicht so leicht konnte, wie es zunächst den Anschein hat, werden wir im Folgenden sehen. Es wird uns trösten. Es wäre ja unmenschlich, Hiob würde uns nicht so nahe stehen, er würde nicht ein leidendes, menschliches, aufbegehrend fühlendes Herz haben, wenn er in scheinbarer Gleichgültigkeit diese Worte so spräche, wie wohl ein Mensch sagt: Hin ist hin, verloren ist verloren.“

Predigt zu Hiob, Kapitel 1 und 2 Von Hans Joachim Iwand [114/115] Das Buch Hiob behandelt die Geschichte eines Mannes, … Mehr

Hans Joachim Iwand, Predigt zu Römer 5,1-11 vom 11. März 1945: „Die Hoffnung des Glaubens lebt nicht an der Wirklichkeit vorbei, sondern sie führt euch mitten da hindurch, mitten durch die Trübsale, mitten durch die Leiden. Hier erst zeigt sich, ob euer Glaube wirklich Glaube ist, ob er die Kraft hat, durchzuhalten, ob er unverwüstlich ist, unverwüstlicher als alle die Verwüstungen, die Krieg und Not, Schuld und Irrtum um euch und in euch hervorrufen. «Trübsal bringt Geduld.» Die Welt ist der Kampfplatz, auf dem euer Glaube sich bewähren muss.“

Nachdem Hans Joachim Iwand schon 1942 eine Predigtmeditation zu Römer 5,1-11 veröffentlicht hatte (wieder abgedruckt in: Hans Joachim Iwand, Predigtmeditationen. … Mehr

Mensch Adam, zeig Dich! Besinnung zum Beginn der Fastenzeit: „Aber wie soll man im eigenen Lebensversteck auf Dauer sich selbst überleben? Wer sich vor seinem Schöpfer im Verborgenen halten will und nicht als Sünder zu sich stehen kann, wird schlussendlich eingeerdet werden. Zu Beginn der Fastenzeit gilt daher der Bußruf: ‚Auf, zeig dich, tritt hervor!‘ Nackt und bloß und doch unverschämt vor dem HERR Gott dastehen kehrt uns dem Evangelium Jesu Christi zu.“

Mensch Adam, zeig Dich! Besinnung zum Beginn der Fastenzeit „Und sie hörten die Schritte des HERRN, Gottes, wie er beim … Mehr

Zweifel ist der Bruder des Glaubens (Über Glaubenszweifel): „Was sich da­bei im Bereich des Gemütes und der Empfindungen als „Trockenheit“ und „dunkle Nacht“ äußert, wird im Be­reich des Erkennens als Verunsiche­rung und Zweifel erfahren: Bisherige Gottesbilder und Glaubensvorstellun­gen, die einmal tragfähig waren, erwei­sen sich als zu vordergründig und zu eng gedacht, Wünsche und Erwartun­gen an Gott offenbaren sich als allzu menschliche „Projektionen““ (Reinhold Körner).

Glaubenszweifel sind für Protestanten weithin kein theologisches Thema, allenfalls die Anfechtung (tentatio) wird bedacht. In der RGG4 fehlt jedenfalls der … Mehr