Über die Herrschaft Christi Von Heinrich Schlier Die folgenden Ausführungen wollen nicht ein bibeltheologischer Traktat über die Herrschaft Christi sein. … Mehr
Kategorie: Politische Ethik
Oswald Bayer, Stadt der Geborgenheit. Jerusalempredigt zu Psalm 46: „Die im Stillehalten und Beten gründende Tat der Förderung des irdischen Friedens liegt zuerst im Einsatz für eine nüchterne Sicht der Welt, in der wir leben. Es gilt ihre abgründige Gefährdung und den Kampf der Götter nicht zu verkennen. Trotz der Hilfe Gottes ‚früh am Morgen‘, am Ostermorgen, und seinem Sieg über den Tod und alle lebensfeindlichen Mächte sind diese – Gott seiʼs geklagt! – nicht einfach verschwunden.“
Stadt der Geborgenheit. Jerusalempredigt zu Psalm 46 Von Oswald Bayer I. Die gefährdete Welt Um einen Machtkampf geht es, einen … Mehr
Eberhard Jüngel, Leben aus Gerechtigkeit. Gottes Handeln und menschliches Tun (1988): „Gibt es eine Rechtfertigung des Sünders, dann also nicht an Gottes Gericht vorbei, sondern durch die Gnade seines Richtens hindurch. Dieser Aspekt ist nicht zuletzt deshalb von erheblicher Bedeutung, weil er in das Zentrum des Evangeliums von der Rechtfertigung des Sünders führt. In seinem Zentrum ist das Evangelium ja das Wort vom Kreuz (1. Korinther 1,18). Das heißt, dass Gottes Gerechtigkeit mit der Ungerechtigkeit dieser Welt keine Kompromisse macht, sondern sie in der Person Jesu Christi zum Vergehen verurteilt hat. Sein Tod ist eben deshalb der Tod des Sünders. In ihm, der selber von keiner Sünde wusste, sind wir mitgekreuzigt worden und mitgestorben – das ist die eine Seite der neutestamentlichen Behauptung, dass Christus für uns, nämlich an unserer Stelle, den Tod des Sünders gestorben ist.“
Leben aus Gerechtigkeit. Gottes Handeln und menschliches Tun Von Eberhard Jüngel Am Evangelium von der Rechtfertigung des Sünders scheiden sich … Mehr
Helmut Schmidt, Abgabe einer Erklärung der Bundesregierung zur aktuellen Situation im Kampf gegen Terrorismus (Oktober 1977): „Zum Schluss, meine Damen und Herren: Wer weiß, dass er so oder so, trotz allen Bemühens, mit Versäumnis und Schuld belastet sein wird, wie immer er handelt, der wird von sich selbst nicht sagen wollen, er habe alles getan und alles sei richtig gewesen. Er wird nicht versuchen, Schuld und Versäumnis den anderen zuzuschieben; denn er weiß: Die anderen stehen vor der gleichen unausweichlichen Verstrickung. Wohl aber wird er sagen dürfen: Dieses und dieses haben wir entschieden, jenes und jenes haben wir aus diesen oder jenen Gründen unterlassen. Alles dies haben wir zu verantworten. Die Bundesregierung wird noch Gelegenheit nehmen, alle ihre Entscheidungen, ihre Gründe — auch ihre Zweifel — öffentlich darzulegen. Zu dieser Verantwortung stehen wir auch in Zukunft. Gott helfe uns!“
Abgabe einer Erklärung der Bundesregierung zur aktuellen Situation im Kampf gegen Terrorismus (Oktober 1977) Von Helmut Schmidt, Bundeskanzler Herr Präsident! … Mehr
Karl Barth, Verheißung und Verantwortung der christlichen Gemeinde im heutigen Zeitgeschehen (1944): „Die christliche Gemeinde ist von Jesus dazu gehalten, getröstet und ermutigt, damit sie sein Zeuge sei. Und eben dazu hat sie auch die Verheißung, dass sie sehen darf und kann. Ihr Sehen kann kein müßiges Gaffen sein. Was sie sieht, geht sie selbst an. Indem sie sieht, ist etwas Bestimmtes von ihr gewollt und verlangt. Sie darf nämlich sehen, weil sie etwas sagen soll: etwas, was außerhalb der christlichen Gemeinde so nicht gesagt werden kann.“
Verheißung und Verantwortung der christlichen Gemeinde im heutigen Zeitgeschehen Von Karl Barth Die christliche Gemeinde, die im heutigen Zeitgeschehen eine … Mehr
Helmut Schmidt, Regierungserklärung zur Entführung des Arbeitgeberpräsidenten Dr. Hanns-Martin Schleyer durch Terroristen (September 1977): „Wir werden entschlossen den inneren Frieden und die politische Stabilität der Bundesrepublik bewahren. Wir brauchen dazu in diesen Tagen viel an innerer, selbstauferlegter Disziplin, sogar Gelassenheit. Ich weiß, dass dies für viele schwer ist. Für mich selbst ist es auch schwer. Aber diese Selbstbeherrschung ist ein notwendiger Ausdruck unserer Gesinnung und unserer Verantwortung.“
Regierungserklärung zur Entführung des Arbeitgeberpräsidenten Dr. Hanns-Martin Schleyer durch Terroristen (1977) Von Helmut Schmidt, Bundeskanzler Herr Präsident! Meine Damen und … Mehr
Johannes Hamel, Predigt über Offenbarung 13 (1958): „Jetzt kommt es heraus: Das Tier oder Jesus von Nazareth, ‚Ich oder Er, der Verfluchte und Gekreuzigte, Ohnmächtige und Machtlose, der all das nicht fertigbringt und bringen will! Er hat alles beim Alten gelassen, aber siehe, Ich mache alles neu!‘ Und die Heiligen werden in diesem Krieg überwunden und müssen zu Boden! Nun muss die Kirche ins Grab mit all ihren Domen und ihren Kirchensteuern, Staatszuschüssen, ihrer Arbeit der Inneren und Äußeren Mission. Es wird vorbei sein mit ihren Privilegien und Sonderrechten, ja sie wird überhaupt keinen Rechtsboden mehr unter den Füßen haben, sie wird ausgetilgt, so wie einst die Evangelische Kirche in Frankreich unter Ludwig XIV. liquidiert wurde.“
Predigt über Offenbarung 13 (1958) Von Johannes Hamel Und ich. sah ein Tier aus dem Meer steigen das hatte zehn … Mehr
Karl Barth, „Der christliche Glaube ist die Betätigung des Gehorsams gegen Jesus als den Messias Israels.“ Antwort auf eine Bekanntmachung der Deutschen Evangelischen Kirche (April 1939): „Die rechte Unterscheidung und Beziehung zwischen Politik und Weltanschauung auf der einen und dem christlichen Glauben auf der anderen Seite dienen dem Lebendigwerden des wahren Verständnisses des christlichen Glaubens, indem sie das Zeugnis bestätigen, dass nicht der Kirche, aber dem Herrn Jesus Christus nicht nur einige sondern alle Gewalt gegeben ist im Himmel und auf Erden: auch über Politik und Weltanschauung.“
„Der christliche Glaube ist die Betätigung des Gehorsams gegen Jesus als den Messias Israels.“ Antwort auf eine Bekanntmachung der Deutschen … Mehr
Johannes Hamel, Erwägungen zur urchristlichen Parainese über das politische Verhalten der Christen (1959): „Unser Gehorsam hat sich in einer Welt zu bewähren, in der der Teufel wie ein brüllender Löwe umhergeht und sucht, wen er verschlinge. Die gehorsame Gemeinde kommt jeweils gerade darum herum, irgendwelchen westlichen oder östlichen Abgöttern zu verfallen. Sünde ist auch in politicis öffentlich zu behaften, das ist so nach lutherischer wie nach reformierter Lehre. Die Christenheit, die sich willig unterordnet, wird dieses Namhaftmachen begangener Sünde zögernd, besonnen, bescheiden und leidensbereit tun, aber dieses Tun ist Moment ihrer Unterordnung und kommt nicht als etwas anderes zu der Unterordnung nachträglich hinzu. Sie wird zweifellos damit in Widerspruch zu den Bildern geraten, die alle Zeit eine Staatsleitung von ihrem Wollen, ihren Taten und ihren Erfolgen entwirft und uns glauben machen will.“
Sie wird auch dann mit diesem Bild in Widerspruch geraten, wenn es nur das Bild der sog. öffentlichen Meinung sein … Mehr