Fridolin Stier (1902-1981), katholischer Priester und westallgäuer Theologe, der in besonderer Weise der biblischen Denkungsart verpflichtet gewesen ist, hat in … Mehr
Kategorie: NAMENSlehre
Die lebensideologische Osterbotschaft heißt „Always look on the bride side of life“
Was gegenwärtig bei den veröffentlichen Osterbotschaften auffällt, ist die umgreifende gnostische „Auferstehungslebensideologie“, die sich mit durchaus berechtigten ethischen Anliegen verbindet. … Mehr
Das unsägliche „stille Gebet“: „Bitten und Beten ist Sprechen (orare) und nicht Denken (cogitare). Folgerichtig wird in der christlichen Tradition zwischen Gebet (oratio bzw. preces) als hörbarer Rede und meditatio bzw. contemplatio unterschieden.“
Das unsägliche „stille Gebet“ Schon einmal etwas von einem stillen Gebet gehört? Ich auch nicht, geschieht es doch eben ganz … Mehr
Der liebe Gott als Kuscheltier garantiert zornfrei, aber nicht enttäuschungsresistent: „Wenn die persönliche Katastrophe dann tatsächlich eintritt, zerreisst das Gottvertrauen und es herrscht totenähnliche Funkstille.“
„Wer nur den lieben Gott lässt walten“ lässt sich getrost singen, ohne dass man damit diesen Gott auf (oder in) … Mehr
Wort und Feuer statt Schall und Rauch – Warum ein abstrakter »Gott« nicht zu glauben ist: „Warum aber hat das Tetragramm JHWH als Schibboleth, als Kenn- oder Codewort des christlichen Glaubens zu gelten? Warum ist ein ganz bestimmter Name und kein allgemeiner Gottesbegriff not-wendig? Um der Namensbindung des Glaubens zu folgen, gilt es zu verstehen, was Namen besagen – und nicht nur bezeichnen. Dem Namen eignet keine abstrakte, allgemeine und damit zeitenthobene Eigenschaft an, sondern er nimmt sich selber des Geschehens an.“
In der aktuellen September-Ausgabe des Deutschen Pfarrerblatts ist von mir der Artikel „Wort und Feuer statt Schall und Rauch – … Mehr
Wort und Feuer statt Schall und Rauch: „Was Menschen Zukunft verheißt, ist weder etwas allgemein Gedachtes noch die Natur, sondern der Name, den die glaubwürdige Geschichte trägt. So wird JHWH im Psalmgebet vertrauensvoll angegangen: „Du bist mein Fels und meine Burg; um deines Namens willen wirst du mich führen und leiten“ (Ps 31,4).“
Wort und Feuer statt Schall und Rauch. Warum ein abstrakter „Gott“ nicht zu glauben ist. Zur Diskussion. Von Jochen Teuffel … Mehr
Namensgedächtnis statt Gottdenken
Warum „Gott“ keine Name für Ihn ist und warum man statt Gotteslehre besser von Namenslehre sprechen sollte, habe ich im … Mehr
Sibylle Lewitscharoff, Beim Namen gerufen: „Niemals war der Name Schall und Rauch, niemals nur ein leicht obenauf sitzendes Häubchen, zufällig und ephemer, immer war zwischen dem Namen und dem, der ihn trägt, eine innige Beziehung gestiftet. Im Namen wohnt eine Zwingkraft. Sie zwingt die Gestalt zu bleiben, und sie verbürgt, daß der windige, sich selbst immerzu entflatternde Mensch sich in seiner Gestalt wieder versammeln kann. Ist mehr als ein Name da, können die Namen in die Wechselrede eintreten und darin belebend wirken.“
In ihren Frankfurter Poetikvorlesungen sowie ihren Zürcher Poetikvorlesungen 2011 befasste sich Sibylle Lewitscharoff wie schon vor ihr Ingeborg Bachmann mit … Mehr
Ingeborg Bachmann über die Strahlkraft des Namens: „Es gibt nichts Mysteriöseres als das Leuchten von Namen und unser Hängen an solchen Namen, und nicht einmal die Unkenntnis der Werke verhindert das triumphierende Vorhandensein von Lulu und Undine, von Emma Bovary und Anna Karenina, von Don Quijote, Rastignac, dem Grünen Heinrich und Hans Castorp. Ja, der Umgang mit ihnen in Gesprächen oder in Gedanken ist uns so selbstverständlich, so geheuer, dass wir nicht ein einziges Mal fragen, warum ihre Namen in der Welt sind, als wäre jemand mit ihnen besser getauft als wir mit unseren Namen, als hätte da eine Taufe stattgefunden, bei der zwar kein Weihwasser hat herhalten müssen und von der kein Schriftzug in einem Register spricht — als hätte da eine Namensgebung stattgefunden, die endgültiger und von einem Vorzug ist, an dem kein Lebender teilhat. Diese Namen sind eingebrannt in erdachte Wesen und vertreten sie zugleich, sie sind dauerhaft und so mit diesen Wesen verbunden, dass, wenn wir sie ausborgen und Kinder so nennen, diese zeitlebens mit der Anspielung herumgehen oder wie in einem Kostüm: der Name bleibt stärker an die erschaffene Gestalt gebunden als an den Lebenden.“
Es sind Schriftstellerinnen (und weniger die Theologen), die es zur Sprache bringen können, welche Macht und Bedeutung Namen haben. Im … Mehr