Friedrich Mildenberger über Gottes Heilsplan unter biblischen Vorzeichen: „Da ist es der Herr selbst, der den Mose in der Nacht überfällt und ihn töten will. Seine Frau Zippora schafft es, mit der Beschneidung ihres Sohnes den Zorn dieses Gottes oder bösen Dämons zu besänftigen, so dass er von seinem Vorhaben absteht. Das ist seltsam archaisch und passt weder zu dem Gottesverständnis noch zu dem Erzählfluß, der doch davon redet, wie Mose seiner Beauftragung nachkommt. Aber es gehört anscheinend zur Eigentümlichkeit des biblischen Redens von Erwählung, dass da auch immer wieder von einer Bedrohung der Erwählten die Rede ist, die von dem erwählenden Gott ausgeht.“

In seinem Beitrag zu den von Ernstpeter Maurer herausgegebenen Grundlinien der Dogmatik, einer Festgabe aus Anlass des 70. Geburtstags von … Mehr

Alfons Deissler, Die theologische Botschaft des Jonabuchs: „In seiner diese Verkündigung aufnehmenden und in einer »theologia narrativa« entfaltenden Bot­schaft stößt das Buch Jona vor bis zur Grenze und zugleich Erfüllung des JHWH-Israel-Bundes in Jesus, dem Christus, in welchem die be­sondere Heilsgeschichte Gottes mit Israel auf die ganze Menschen­welt hin entgrenzt wird. Unser Buch bereitet die Verkündigung Jesu von der abgründigen Barmherzigkeit des göttlichen Vaters vor, die sich insbesondere an allen Sündern, welche es auch seien, als heil­schaffend erweisen will.“

Was „kritische“ Schriftexegese positiv zum Verständnis eines biblischen Buches im Sinne des göttlichen Wortes beitragen kann, zeigt der Kommentar zum … Mehr

„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.“ Warum die Luther-Bibel 2017 einen Glaubensartikel immer noch auslässt und die Schweizer es hinkriegen: „Das Dativobjekt ‚dem Gott‘ bezieht sich auf den himmlischen Vater, wo hingegen im dritten Satzteil ‚Gott‘ als Gattungsname bzw. Prädikatsnomen gilt. Folgerichtig wird das Wort (bzw. der Logos) als göttlich prädiziert, was nichts anderes heißt, als dass es über dieselben Wesenseigenschaften wie der Gott verfügt. Trotz Wesenseinheit ist es jedoch nicht mit dem Vater identisch. Das Wort ist Gott, ohne damit ‚der Gott‘ (Vater) zu sein.“

Warum die Luther-Bibel 2017 einen Glaubensartikel immer noch auslässt Auch in der neuen Luther-Bibel 2017 heißt es eingangs des Prologs … Mehr