Martin Luther in einem Brief an Nikolaus von Amsdorf zur Ausbruch der Pest in Magdeburg 1538: „Ich hoffe, Du machest dennoch die Erfahrung, dass diejenigen, die sterben, ganz fromm und in Christus entschlafen, wie wir dies auch hier erfuhren. Und eben das ist es, was der Psalmist sagt: »Verlaß mich nicht«, und Christus: »In der Schwachheit vollendet sich meine Kraft«. Die Lebenden freilich ängstigen sich und sind schwach, aber die Sterbenden werden bald in andere Menschen verwandelt und sterben stark im Herrn.“

Martin Luthers Brief an Nikolaus von Amsdorf zum Ausbruch der Pest in Magdeburg 1538 Nachdem Martin Luther erfahren hatte, dass … Mehr

Warum die evangelische Kirche die „rechte alte Kirche“ ist – Aus Martin Luthers Schrift „Wider Hans Worst“: „Zum neunten kann niemand leugnen, dass wir eben dasselbe Leiden (wie Petrus 1. Petr. 5, 9 fordert) wie unsere Brüder in der Welt haben. Da verfolget man uns an allen Orten, da erwürget, ertränkt, henkt und tut man uns um des Wortes willen alle Plage an und gehet es uns gleich wie der alten Kirche.“

In seiner Schrift „Wider Hans Wort“ von 1541 polemisiert Martin Luther gegen Herzog Heinrich von Braunschweig zu Wolfenbüttel, der in … Mehr

Martin Luther, Osterpredigt zu Markus 16,1-8 von 1533: „Also soll man die Person groß machen. So aber die Person groß ist, so muss auch die Auferstehung, welche in dieser Person geschehen ist, groß sein. Christus ist wahrhaftiger Gott und wahrhaftiger Mensch, wahrhaftiger Gottes und der Jungfrauen Sohn, größer denn Himmel und Erde. Dazu ist er unschuldig und ohne alle Sünde. So nun ein Christ diese Größe der Person fasst, so erkennt er auch die Größe der Frucht. Wie gering ist Sünde, Tod und Teufel gegen Christus? So aber Christus größer ist, denn Himmel und Erde, größer denn Sünde, Tod und Teufel; so muss auch alles sehr groß sein, was er leidet und tut. Groß muss sein Leiden sein; groß muss auch seine Auferstehung von den Toten sein.“

Dass Jesu Auferstehung von den Toten untrennbar mit der Menschwerdung des Gottessohnes verbunden ist, davon handelt Martin Luthers Predigt über … Mehr

Martin Luther, Der Prophet Jona. Drei geistliche Deutungen: „Da stirbt nun Jona drei Tage und Nächte im Walfisch. Das ist, der Sünder liegt in solchem Schrecken und Todesnöten und ringt mit dem Tode, bis er ganz verzweifelt. Danach kommt das lebendige Gotteswort, das Evangelium der Gnade, und spricht zum Fische, das ist, es gebietet dem Tode, dass er den Menschen lebendig lasse. Da fängt der Glaube an und der Mensch wird sowohl von Sünden als auch vom Tode ledig und los und lebt somit in Gnade und Gerechtigkeit mit Christus.“

Es heißt ja, dass Martin Luther sich in seiner Schriftlauslegung allein auf den Literalsinn bezogen hat. Am Ende seiner Auslegung … Mehr

Leszek Kolakowski, Doktor Luthers Gespräch mit dem Teufel, Wartburg, 1521: „Was willst du, räudiges Schwein? Wozu bist du hergekommen? Mich zu erschrecken? Ich fürchte dich nicht, du kümmerst mich so wenig wie der Kuhdreck an der fürstlichen Scheune. Oder willst du mich etwa versuchen? Zur Sünde verlocken, mir Zoten ins Ohr flüstern, meine Begehrlichkeit aufstacheln? Du würdest mich wohl am liebsten so zurichten, daß ich dem Knecht eins in die Schnauze gebe, mich wie ein Ferkel besaufe, die Dienstmagd notzüchtige, wie? Und wenn ich dies alles wirklich tun sollte? Nun denkst du gewiß, du hättest mich endlich unter deinen zottigen Pranken, hättest mir die Kette um den Hals geschlungen und heidi, hinunter zur Hölle!“

Doktor Luthers Gespräch mit dem Teufel, Wartburg, 1521 Von Leszek Kolakowski Leszek Kolakowski (1927-2009), der wohl bekannteste polnische Philosoph des … Mehr