Is(s)t uns Luther Wurst?: „Noch viel blinder sind diejenigen, die das Fasten nicht allein nach der Menge oder Länge bemessen wie diese, sondern auch nach der Speise. Sie halten es für richtig, es sei viel wertvoller, wenn sie auf Fleisch, Eier oder Butter verzichteten. Denen geht es weniger um das Fasten als um das Werk an sich. Wenn sie es getan haben, meinen sie, es sei wohlgetan.“

Is(s)t uns Luther Wurst? Am Aschermittwoch beginnt die vorösterliche vierzigtägige Fastenzeit. In der Tradition der mittelalterlichen Kirche bedeutet dies die … Mehr

Martin Luther über die blinde Vernunft: „Menschliche Vernunft und Natur kann Gott in seiner Majestät nicht begreifen, darum sollen wir nicht weiter suchen noch forschen, was Gottes Wille, Wesen und Natur sei, als soweit ers uns befohlen hat. Sein Wort hat er uns gegeben, darin er reichlich offenbart hat, was wir von ihm wissen, halten, glauben und wessen wir uns zu ihm versehen sollen; danach sollen wir uns richten, so können wir nicht irren. Wer aber von Gottes Willen, Natur und Wesen Gedanken hat außer dem Wort, wills mit menschlicher Vernunft und Weisheit aussinnen, der macht sich viel vergebliche Unruhe und Arbeit und fehlt weit.“

Luthers Tischrede Nr. 6539 (aus Johannes Aurifabers Sammlung, Tischreden aus verschiedenen Jahren, WA TR 6, 26,30-28,32) stellt kurz und bündig … Mehr

Hans Joachim Iwands Predigt über Römer 1,16-17 zum Reformationstag 1944: „Da sind die zerquälten Gesichter der Frauen, da ist die gebrochene Hoffnung des Alters — und dazu das Evangelium! Müssten wir nicht eigentlich alle verstummen, was bedeutet es gegenüber dem erbarmungslosen Lied des Krieges, wenn hier und da noch gepredigt wird? Hat nicht Gott verloren und der Teufel gewonnen?“

Wie kann man nur in der bombenzerstörten Stadt Dortmund zum Reformationstag am 31. Oktober 1944 von der Gerechtigkeit Gottes als … Mehr

Der „Deutsche Luthertag“ 1933 und die „Schreckenskammer der Luther-Jubiläen“: „Es war Hermann Sasse, der für den ideologischen Missbrauch eines kirchlichen Luther-Gedenkens klare Worte fand: ‚Je mehr die Lehre Luthers aus dem Bewusstsein seiner Kirche schwindet, umso törichter wird der Kultus seiner Person getrieben. Und je mehr man dem evangelischen Volk in schwülstigen, verlogenen Festreden den ‚Helden von Worms‘, den ‚Landsknecht Gottes‘ und wie die übrigen Gestalten und Symbole aus der Schreckenskammer der Luther-Jubiläen heißen, vorsetzte, umso mehr entfremdete es man der Reformation.'“

Der „Deutsche Luthertag“ 1933 und die „Schreckenskammer der Luther-Jubiläen“ In Sachen Reformationsjubiläum 2017 heißt es aufzupassen, dass man Luther und … Mehr

Gott legt uns keine Last auf. Zur Fehlübersetzung von Psalm 68,20 in der Luther-Bibel 2017: „Da ist ja ein wesentlicher Unterschied, ob der Gott einem eine Last auferlegt oder aber einen selbst gnadenreich trägt. Dass Luther falsch übersetzt hat, wissen alle. Und dass seine ‚belastende‘ Fehlübersetzung in den Duktus eines Siegesliedes auf Gottes Herrschaft nicht passen kann, ist offensichtlich. Und doch hat man bei der aktuellen Revision an der Fehlübersetzung festgehalten und als Fußnote hinzugefügt: ‚Wörtlich: »der unsere Last trägt, der uns hilft«.‘ (womit ja die Fehlübersetzung eingestanden wird).“

Gott legt uns keine Last auf. Zur Fehlübersetzung von Psalm 68,20 in der Luther-Bibel 2017 In der neuen Luther-Bibel 2017 wird … Mehr