Vor dem Gesetz Von Franz Kafka Vor dem Gesetz steht ein Türhüter. Zu diesem Türhüter kommt ein Mann vom Lande … Mehr
Kategorie: Literatur und Gedichte
Max Josef Metzgers Psalm von 1939: „Der Du die Vögel kleidest auf dem Dach – Du trägst Dein Kind in Vaterarmen. / Du bist mir nah. Dein Hauch ist ja mein Leben – Ich wese, wie ich bin, in Dir.“
Psalm Herr, ich weiß um Deine Vaternähe –Du gibst nicht preis, die Dir vertrauen.Du weißt auch um verborg’ne Herzensnot –Du … Mehr
Aus Oscar Wildes Ballade vom Zuchthaus zu Reading: „Wie wird die Seele von Sünde sonst rein? Wie anders als durch ein gebrochenes Herz ziehet der Heiland ein?“
Die Ballade vom Zuchthaus zu Reading Nachdem Oscar Wilde gesundheitlich schwer angeschlagen am 19. Mai 1897 aus der Haft entlassen … Mehr
Romano Guardini, Die Kerze (Von heiligen Zeichen, 1922): „Wie sie steht, wo es gilt, vor Gott. Nichts an ihr flieht, nichts biegt aus. Alles klare Bereitschaft. Und sie verzehrt sich in ihrer Bestimmung unaufhaltsam zu Licht und Glut. Laufe deiner Bestimmung nicht weg. Harre aus. Frag’ nicht immer nach Warum und Wozu. Es ist der tiefste Sinn des Lebens, sich in Wahrheit und Liebe für Gott zu verzehren, wie die Kerze in Licht und Glut.“
Die Kerze Von Romano Guardini Wie ist es um unsere Seele doch so eigen bestellt! Mit allen Dingen der Welt … Mehr
Max Josef Metzgers Adventsgedicht aus dem Gefängnis 1939: „Der weiß nicht vom Advent, / Der nie in düstrer Zelle saß im Abenddämmer. / Karg ist das Fenster. Schon am Tag / Strömt Licht nur wenig in den engen Raum.“
Da saß Max Josef Metzger nach Georg Elsers Bürgerbräukeller-Attentat auf Adolf Hitler vom 9. November bis 4. Dezember 1939 im … Mehr
Søren Kierkegaard, Eine Ewigkeit, um zu bereuen: „nämlich zu bereuen, dass du die Zeit nicht zu dem genutzt hast, daran man ewig gedenken kann: in Wahrheit Gott zu lieben, was die Folge hat, dass du in diesem Leben dahin kommst, von den Menschen zu leiden.“
Eine Ewigkeit, um zu bereuen Von Søren Kierkegaard Laß mich eine Geschichte erzählen. Ich habe sie nicht in einer Erbauungsschrift … Mehr
Karl Barths Gedicht von 1916/26 „Wir wollen, pilgernd unter Andern“: „Da stellten alsgemach beim Wandern auch uns sich Atemnöte ein“
1916 hatte Karl Barth für Eduard Thurneysen in das Gästebuch des Leutwiler Pfarrhauses folgenden Vers geschrieben: Wir wollen, pilgernd unter … Mehr
Günther Bornkamms Nachwort zu Jean Paul, Rede des toten Christus vom Weltgebäude herab, daß kein Gott sei: „Nun steht er, Christus selbst, der die Schrecken bannen und die Leiden lösen sollte, da er doch, wie der Glaube wähnte, dem Herzen des Vaters entsprungen, das Herz des Vaters erschloß, für die furchtbare Wahrheit der Enttäuschung ein: Er ist nicht!“
Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte der Neutestamentler Günther Bornkamm Jean Pauls Rede des toten Christus vom Weltgebäude herab, daß kein … Mehr
Jean Pauls Rede des toten Christus vom Weltgebäude herab, dass kein Gott sei als grandioser Alptraum des Atheismus: „Die entfärbten Schatten zerflatterten, wie weißer Dunst, den der Frost gestaltet, im warmen Hauche zerrinnt; und alles wurde leer. Da kamen, schrecklich für das Herz, die gestorbenen Kinder, die im Gottesacker erwacht waren, in den Tempel und warfen sich vor die hohe Gestalt am Altare und sagten: ‚Jesus! haben wir keinen Vater?‘ – Und er antwortete mit strömenden Tränen: ‚Wir sind alle Waisen, ich und ihr, wir sind ohne Vater.’“
Jean Pauls Roman „Siebenkäs“ (Berlin 1796) enthält unter der Abteilung „Erstes Blumenstück“ die berühmte „Rede des toten Christus vom Weltgebäude … Mehr