Hermann Diem (02.02.1900-27.02.1975) Von Martin Honecker Hermann Diem hat nicht nur einen bemerkenswerten Lebenslauf, sondern er führte auch eine sehr … Mehr
Kategorie: Kirchengeschichte
Max Josef Metzgers Abba-Gedicht aus dem Gestapo-Gefängnis vom 13. Oktober 1943: „Nein, nimmer laß ich Dich mir rauben: Ich rufe gläubig Abba als Dein Kind.“
Abba Herr! Hast Du meiner denn vergessen?Bin ich der Sorge nimmer wert?Hab‘ ich auf Dich vertraut allzu vermessen?Hast Du Dein … Mehr
Hans Joachim Iwand, Predigt über Lukas 6,36-38 (1935/37): „Seid barmherzig. Wer dies Gebot versteht, der wird dadurch nicht unwahr, sondern im Gegenteil, er wird wahr. Denn der barmherzige Mensch, das eben ist der Mensch, der Mensch bleibt, der nicht auf der Leiter seiner Tugenden in den Himmel steigt und von oben auf die böse Welt heruntersieht; sondern er neigt sich zu den Niedrigen, er hält Gemeinschaft mit den Irrenden und Verlorenen, er steigt von seinem Maultier und liest den Unglücklichen vom Wegrande auf, der unter die Räuber gefallen ist, er hebt nicht Steine auf, um zu steinigen, wenn einer einen Fehltritt begangen hat, er lädt sich selbst die Fehler der anderen auf seine Schulter, er deckt ihre Sünden und trägt ihre Lasten, er zerbricht lieber selbst, als dass er andere zerbricht, er steigt lieber selbst herunter als dass er andere herunter stößt – er ist nicht ein Mensch, der Gott werden möchte und zum Teufel wird, sondern er ist ein Mensch, der so herabsteigt, wie Gott zu ihm herabgestiegen ist, ein schwacher, armer, verspotteter, ja vielleicht auch seinen eigenen Sünden und Fehlern gegenüber gebrechlicher und schwacher – aber dennoch, dennoch ein wahrer Mensch.“
Seid, was Gott ist. Predigt über Lukas 6,36-38 (1935/37) Von Hans Joachim Iwand Darum seid barmherzig, wie auch euer Vater … Mehr
Max Josef Metzgers Neujahrsgebet 1944 aus der Todeszelle in Brandenburg-Görden: „Doch Segen ist in jedem Falle, / was Deine Weisheit uns erfand. / So magst DU den Kalender schreiben / für uns, die wir in deiner Hut!“
Neujahr So heb’ ich’s an in Gottes Namendas Jahr, das die Entscheidung bringt.Ich sag’ im Voraus schon mein „Amen“zu dem, … Mehr
Martin Niemöllers Predigt über Lukas 2,29-32 aus dem Konzentrationslager Dachau: „In Simeon steht vor uns nicht nur der wartende Mensch, sondern wir sehen hier den Menschen, dessen Warten Erfüllung, dessen Hoffen Wirklichkeit geworden ist, und davon zeugt sein Lobgesang.“
Predigt über Lukas 2,29-32 Von Martin Niemöller Das alte Jahr neigt sich dem Ende zu; in wenigen Stunden liegt es … Mehr
Max Josef Metzgers adventliches Weihnachtslied aus der Todeszelle Brandenburg-Görden 1943: „Wann ist’s, daß die Himmel tauen, / daß den Wolken warmer Regen, / der Erlöser selbst entquillt? / Wann ist’s, daß wir dürfen schauen / Ihn, der, Heiland allerwegen, / uns in Seine Gnade hüllt?“
Wann ist’s, daß die Himmel tauen,daß den Wolken warmer Regen,der Erlöser selbst entquillt?Wann ist’s, daß wir dürfen schauenIhn, der, Heiland … Mehr
Paul Schempps Weihnachtspredigt über Matthäus 1,18-25 von 1940: „Geh nur weiter in deine Tage und Nächte hinein, vielleicht verschmachten dir Leib und Seele, vielleicht darfst du noch Großes leisten und erleben, geh nur mit Gott, denn er ist bei uns alle Tage bis an der Welt Ende, er allein, herrlich, frei, gnädig und wahr zu unser aller Heil!“
Weihnachtspredigt über Matthäus 1,18-25 (1940) Von Paul Schempp Die Geburt Jesu Christi geschah aber also. Als Maria, seine Mutter, dem … Mehr
Wilhelm Vischers Weihnachtsbrief an die Juden in der Schweiz von 1942: „Wir denken mit Schamröte daran, was seit je in «christlichen» Völkern an Israel verbrochen wurde. Seien Sie versichert, liebe jüdische Brüder und Schwestern, wir beten für Sie, daß der treue Gott Sie heute durch alle Ihre Drangsal hindurchtrage und seine herrlichen Verheißungen an Ihnen wahr mache.“
Unter dem Eindruck der nationalsozialistischen Judenvernichtung entwarf Wilhelm Vischer 1942 einen Weihnachtsbrief an die Juden in der Schweiz, der christliche … Mehr
Paul Schempps Weihnachtspredigt über Galater 4,4-7 von 1942: „Seit Christus geboren ist, hat die Zeit und die Geschichte eigentlich gar nichts mehr zu bedeuten und zu sagen: Sie hat ihre Erfüllung und deshalb haben wir von der Zeit gar nichts mehr zu erhoffen, aber auch gar nichts mehr zu befürchten.“
Eine höchst anspruchsvolle Weihnachtspredigt hatte Paul Schempp seiner Gemeinde in Iptingen zu Weihnachten 1942 zugemutet. Dass er vier Tage zuvor … Mehr