Hans Joachim Iwands Predigtmeditation zu Johannes 16,23b-33 (Rogate, 1950): „Wo die Gemeinde sich selbst schon als Sieger fühlt und nicht mehr teilnimmt an der Enge und Drangsal dieses todgeweihten, angefochtenen Daseins in der Welt, wo man jetzt schon mitherrschen und mittriumphieren und die Knechtsgestalt der Kirche hin­ter sich lassen möchte, da wird man ebenso lasch und glaubenslos, phrasen- und formel­haft werden im Gebet wie dort, wo man sich einem pseudochristlichen Fatalismus überlässt und mit dem Unglauben an den Sieg Jesu über den Kosmos auch den ‚Sinn des Bittgebetes‘ über­haupt in Frage stellt und die entscheidenden Schlachten und Aufgaben eben nicht mehr so, in der eigenen Ohnmacht vor Gott und allein durch sein Eingreifen und sein Handeln zu bestehen wagt.“

Predigtmeditation zu Johannes 16,23b-33 (Rogate, 1950) Von Hans Joachim Iwand Er in der Mitte der auf seinen Namen hin vereinigten,er, … Mehr

Hans Joachim Iwands Predigtmeditation über Lukas 10,38-42: „Jetzt ist Jesus da, jetzt heißt es, unser Dasein durch seine Gegenwart bestimmen lassen. Jetzt ist ER allein der, der handelt und wir sind die, die von dorther angesprochen, von dorther belehrt, von dorther gesucht und gerufen, getroffen und erleuchtet werden. Das ist Jesu Gegenwart. Das ist der Sinn seines Eintritts in unsere Häuser. Jesus offenbart uns Gottes Geheimnisse. Darum durchbricht Maria alle Schranken, demonstrativ für das Ungeheuerliche, das sich damit ereignet, dass Jesus in ihr Haus eintritt, dass er ihr so menschlich, irdisch, so gütig, so ohne allen feierlichen Abstand nahe ist.“

Eine großartige Predigtmeditation über Lukas 10,38-42 (Maria und Martha) hatte Hans Joachim Iwand 1959 für den Sonntag Sexagesimae verfasst: Predigtmeditation … Mehr

Hans Joachim Iwands Predigt über Lukas 10,38-42 (Maria und Martha) vom Sommer 1945: „Hütet euch! Indem ihr Jesus von Nazareth in euer Haus nehmt, werdet ihr Partei und gehört nun auch zu der Sekte der Nazarener. Man muss schon wissen, was man tut, wenn man das tut, was diese Frau wag­te. Man muss wissen, dass man damit den in sein Haus einlädt, der auf dem Wege zum Kreuz ist, dem Gericht gehalten wer­den wird im Namen des Staates und der Kirche zugleich. Man muss wissen, dass dies ein Verfemter und ein Verfolgter ist, der unstet und flüch­tig durch die Welt geht. Ich dächte, wir hätten etwas davon erfah­ren können, dass sein Name eine gefährliche Sache ist, dass man da­mit teilhat an der «unterirdischen Verschwörung, die es ja gegeben hat», wie einer, der die Sache begriffen hat, gesagt hat.“

Eine unkonventionelle Predigt zu Lukas 10,38-42 (Maria und Martha) hatte Hans Joachim Iwand im Sommer 1945 in Cappenberg/Westfalen gehalten: „Das … Mehr

Hans Joachim Iwands Predigtmeditation zu Johannes 4,5-14: „Wo man an die Stelle des „lebendigen Wortes“ eine Sache setzt (auch das Dogma kann eine solche Objektivierung sein), wo man meint, das „Wasser“ aus dem „Jakobsbrunnen“ schöpfen zu können, da hört die Kirche auf, Kirche zu sein; da be­ginnt der Streit, wo man Gott anbeten soll, ob in Jerusalem oder auf dem Berge Garizim, dem „heiligen Berg“ der Samariter.“

Auch wenn Hans Joachim Iwands Predigtmeditation über Johannes 4,5-14(15) zum dritten Sonntag nach Epiphanias aus dem Kirchenjahr 1951/52 stammt, ist … Mehr

Hans Joachim Iwand, Predigtmeditation zu Johannes 1,1-14 (1954): „Glaube hängt an seinem Namen. Darin, dass in keinem anderen Namen Heil ist, sind alle entthront aus dem Herzen der Gotteskinder, die sich als Herren der Welt aufspielen. Evangelium heißt: Frohe Botschaft, Gott ist König geworden in Jesus Christus.“

Zum Christfest bzw. dem 1. Weihnachtstag 1954 hatte Hans Joachim Iwand eine höchst anspruchsvolle Predigtmeditation über Johannes 1,1-14 verfasst: Predigtmeditation … Mehr

Hans Joachim Iwand zu Umkehr und Einsicht in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg: „Nur dem, der die Reue ablehnt, stehe die Vergangenheit still. Wer aber an den nur ihm selbst erkennbaren Punkt in der innersten Mitte seiner Geschichte tritt, wo der Mensch seiner Schuld ansich­tig wird, dem bewegt sich auch die Vergangenheit. Er zer­bricht ihre Fesseln und gibt dem stummen Schicksal den Mund, der es enträtselt.“

Umkehr und Einsicht (1956) Von Hans Joachim Iwand Als der letzte Versuch, Deutschland von seiner verhängnis­vollsten Regierung zu befreien, endgültig … Mehr