Hans Joachim Iwands Predigt über Lukas 10,38-42 (Maria und Martha) vom Sommer 1945: „Hütet euch! Indem ihr Jesus von Nazareth in euer Haus nehmt, werdet ihr Partei und gehört nun auch zu der Sekte der Nazarener. Man muss schon wissen, was man tut, wenn man das tut, was diese Frau wag­te. Man muss wissen, dass man damit den in sein Haus einlädt, der auf dem Wege zum Kreuz ist, dem Gericht gehalten wer­den wird im Namen des Staates und der Kirche zugleich. Man muss wissen, dass dies ein Verfemter und ein Verfolgter ist, der unstet und flüch­tig durch die Welt geht. Ich dächte, wir hätten etwas davon erfah­ren können, dass sein Name eine gefährliche Sache ist, dass man da­mit teilhat an der «unterirdischen Verschwörung, die es ja gegeben hat», wie einer, der die Sache begriffen hat, gesagt hat.“

Eine unkonventionelle Predigt zu Lukas 10,38-42 (Maria und Martha) hatte Hans Joachim Iwand im Sommer 1945 in Cappenberg/Westfalen gehalten: „Das … Mehr

Hans Joachim Iwands Predigtmeditation zu Johannes 4,5-14: „Wo man an die Stelle des „lebendigen Wortes“ eine Sache setzt (auch das Dogma kann eine solche Objektivierung sein), wo man meint, das „Wasser“ aus dem „Jakobsbrunnen“ schöpfen zu können, da hört die Kirche auf, Kirche zu sein; da be­ginnt der Streit, wo man Gott anbeten soll, ob in Jerusalem oder auf dem Berge Garizim, dem „heiligen Berg“ der Samariter.“

Auch wenn Hans Joachim Iwands Predigtmeditation über Johannes 4,5-14(15) zum dritten Sonntag nach Epiphanias aus dem Kirchenjahr 1951/52 stammt, ist … Mehr

Hans Joachim Iwand, Predigtmeditation zu Johannes 1,1-14 (1954): „Glaube hängt an seinem Namen. Darin, dass in keinem anderen Namen Heil ist, sind alle entthront aus dem Herzen der Gotteskinder, die sich als Herren der Welt aufspielen. Evangelium heißt: Frohe Botschaft, Gott ist König geworden in Jesus Christus.“

Zum Christfest bzw. dem 1. Weihnachtstag 1954 hatte Hans Joachim Iwand eine höchst anspruchsvolle Predigtmeditation über Johannes 1,1-14 verfasst: Predigtmeditation … Mehr

Hans Joachim Iwand zu Umkehr und Einsicht in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg: „Nur dem, der die Reue ablehnt, stehe die Vergangenheit still. Wer aber an den nur ihm selbst erkennbaren Punkt in der innersten Mitte seiner Geschichte tritt, wo der Mensch seiner Schuld ansich­tig wird, dem bewegt sich auch die Vergangenheit. Er zer­bricht ihre Fesseln und gibt dem stummen Schicksal den Mund, der es enträtselt.“

Umkehr und Einsicht (1956) Von Hans Joachim Iwand Als der letzte Versuch, Deutschland von seiner verhängnis­vollsten Regierung zu befreien, endgültig … Mehr

Hans Joachim Iwand, Die Kirche und die Juden (1951): „Es bleibt nach Römer 9-11 bestehen, dass wir als Heidenkirche die Zweige sind und das Volk Israel das Volk der Erwählung ist. Es bleibt nach diesem Abschnitt des Römerbriefes gewiss, dass jede Über­hebung der Zweige über die Wurzel diese selbst unter das Gericht Gottes bringt.“

Immer noch beachtenswert ist Hans Joachim Iwands Aufsatz von 1951 aus der „Jungen Kirche“: Die Kirche und die Juden Von … Mehr

Hans Joachim Iwand, Die politische Existenz des Christen unter dem Auftrag und der Verheißung des Evangeliums von Jesus Christus (1953): „Wo die Verschiedenheit der beiden Reiche im Sinne willkürlicher Grenzziehung verstanden wird, wird der eschatologische Charakter des Reiches Gottes ausgestrichen, wird er beschränkt und begrenzt auf eine Innerlichkeit, die nicht mehr die Ohnmacht des Kreuzes, sondern die Ohnmacht des Unglaubens ist, wird die Gegenwart, in der wir leben, nicht mehr im Gericht und Verheißung bezogen auf das kommende Reich und auf seinen Herrn, geraten wir in Versuchung, die Weltgeschichte zu verwechseln mit dem Weltgericht und damit Erfolg und Mißerfolg entscheidend sein zu lassen über Gut und Böse, Gerecht und Ungerecht. Wir vergessen dann, daß es Jesus Christus ist, der als der Kommende den Prüfstein in der Hand hat, dass darum unsere politische Existenz vom Jenseits des Politischen her ihr Urteil empfängt. Die Weltgeschichte als solche ist nicht das Weltgericht.“

„Die politische Existenz des Christen unter dem Auftrag und der Verheißung des Evangeliums von Jesus Christus“ heißt der Vortrag, den … Mehr