Über das Gotteslob: „Wer Gott mit eigener Stimme lauthals lobt, lässt Seelentrübnis hinter sich. Das Gotteslob zündet in uns ein Freudenfeuer an. Mit jedem Halleluja drängt die Seele nach draußen, will ganz bei Gott sein. Wie eine Blüte, die sich dem Licht zuwendet und mit jedem Blütenblatt selbst erstrahlt, so blühen Menschen im Gotteslob auf.“

Über das Gotteslob „Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen. Erzählen will ich von all seinen Wundern und singen seinem … Mehr

Jürgen Moltmann, Die Grube – Wo war Gott? Jüdische und christliche Theologie nach Auschwitz: „Wenn wir an Stelle der Allmacht Gottes in der Weltgeschichte Gottes Leiden in den Opfern menschlicher Gewalttat wahrnehmen, heißt dies zugleich, auf das Kommen Gottes in seiner Allmacht zum Gericht und zu seinem Reich zu hoffen. Gott ist noch nicht so gegenwärtig, dass er »alles in allem«, bewirkt, wie Paulus es für das kommende Reich Gottes erwartet. Gott ist aber schon so gegenwärtig, dass er bei den Opfern und den Leidtragen­den wohnt und sie durch seine ewige Gemeinschaft tröstet. In der Geschichte dieser Welt ist die Herrschaft Gottes noch umstritten und wird durch die Opfer und die Märtyrer bezeugt, wie die Offenbarung des Johannes schildert. Wenn aber die Herrlichkeit Gottes selbst in die Schöp­fung einzieht und seine Schekina alles erfüllt und ewig lebendig macht, wird sie all­mächtig und allgegenwärtig sein. Die Anfech­tungen des Glaubens und die theologischen Schwierig­keiten entstehen dadurch, dass man das allmächtige und allgegenwärtige Reich, in dem Gott »alles so herrlich regiert …«, als jetzt schon gegenwärtig glaubt. Das ist ein Irr­glaube, der an der Kreuzesgestalt der geschichtlichen Gegenwart Gottes vorbeigeht.“

Die Grube – Wo war Gott? Jüdische und christliche Theologie nach Auschwitz Von Jürgen Moltmann „Wo war der Gott, »Der … Mehr

Gustav Heinemanns Wort an junge heimkehrende Soldaten vom Januar 1946: „Ist unsere heutige Situation des so sichtbaren Herausfallens aus aller gewähnten Größe und aus der Geborgen­heit einer alten stolzen Tradition nicht in Wahrheit Gottes Gnade inmitten des Gerichtes, das über uns gekommen ist, und damit die Brücke hin zu diesem Kind in der Krippe über alle größte und oft so unerträgliche Not hinweg? Denn hier begegnet uns die Gegenwart und Wirklichkeit des lebendigen und schen­kenden Gottes.“

Noch vor der Wahl zum Oberbürgermeister von Essen hatte Gustav Heinemann im Januar 1946 als erster Vorsitzender des CVJM Essen … Mehr

Liturgie als Wortspiel: „Der Gottesdienst selbst hat keinen Werkcharakter. Seine Wirklichkeit will nichts außer sich selbst bewirken und ist daher nur spielerisch zu erlangen. Kirche als liturgische Spielgemeinschaft enthält eine Absage an subjektive Sinnentwürfe wie auch an einen weltanschaulichen Universalanspruch des Christentums. Stattdessen wird die Partikularität eines eigensinnigen Spiels mit all den damit verbundenen Begrenzungen betont. Regeltreue und Können sind unabdingbar, andern­falls steht das heilige Spiel vor dem Aus. Deshalb müssen Christen als Mitspielende den besonderen Wort-Schatz dieses Spiels erlernt haben und in dessen Sprachregeln eingeführt worden sein.“

Liturgie als Wortspiel „Alles nur ein Spiel.“ Wer so redet, fügt in Gedanken hinzu: Was da vor sich geht, also … Mehr

Hans Jonas, dass nicht Gott uns helfen kann, sondern wir ihm helfen müssen. Rezension über „Das denkende Herz. Die Tagebücher von Etty Hillesum 1941-1943“: „Ein philosophischer Diskurs, der dieser doch nach Möglichkeit sein will, darf nicht mit der emotionalen Vergewaltigung seiner Leser enden, und wenn ich von mir selbst schließen darf, hat das eben Vorgebrachte etwas davon an sich.“

Da hatte Hans Jonas („Der Gottesbegriff nach Auschwitz“ ) ein feines Gespür dafür gehabt, welche Gebetssätze aus Etty Hillesums Tagebücher … Mehr