Martin Luthers Einspruch gegen landeskirchliche Gottesdienstagenden in einem Brief an Georg von Anhalt von 1545: „Ich kann nicht diesen Rat erteilen, dass an jedem Ort und überall Einheitlichkeit der gottes­dienst­lichen Formen bestehen soll, sondern wo die offensichtlich gottlosen und albernen got­tesdienstlichen Formen abgeschafft worden sind, sollen unterschiedliche geduldet werden, so dass, wenn irgendwo einige aufgehört haben, sie nicht wieder­hergestellt und, wenn sie ge­blie­ben sind, nicht aufgegeben wer­den.“

Es ist Martin Luther, der landeskirchlich verordneten Gottesdienstagenden widersprochen hat: „Es scheint mir nicht notwendig zu sein, dass man allzu … Mehr

Jacob Fusseneggers „Mohrentaufpredigt“ und die Beurteilung von Afrikanern im Lindau des Jahres 1657: „Die Haltung der lutherischen Theologie und Kirche gegenüber den Afrikanern dokumentiert sich zunächst in Fusseneggers Afrikabild und sodann in seinem Verständnis des Christentums als für alle Völker der Erde geoffenbarte Religion. Fussenegger verglich Reals afrikanische Heimat mit dem biblischen ‚Goldland Ophir‘, das über unermeßliche Reichtümer verfüge. Aller­dings unterstellt er den Afrikanern auch groben Götzen­dienst, ohne jedoch näher auf ihr vermeintliches ‚Jammerleben‘ ein­zugehen, da er keinerlei Interesse an einer systematischen Her­absetzung ihrer Kulturen zeigt. Die Tatsache, dass er sie für ‚elende verlorne Leut‘ hält, bringt er auch nicht mit ihrem Afrikanertum in Zusammen­hang, sondern mit der Tatsache, daß sie keine ‚getaufften Christen‘ seien. Dafür, so können wir ergän­zen, sind sie nicht verantwortlich, weil die Verkündigung der ‚Frohen Botschaft‘ bisher noch nicht bis zu ihnen vorgedrun­gen war.“

Wie Schwarzafrikaner in der Barockzeit in Deutschland wahrgenommen wurden, darüber gibt Monika Firlas Artikel Auskunft: Jacob Fusseneggers Mohrentaufpredigt und die … Mehr

Max Josef Metzgers adventliches Weihnachtslied aus der Todeszelle Brandenburg-Görden 1943: „Wann ist’s, daß die Himmel tauen, / daß den Wolken warmer Regen, / der Erlöser selbst entquillt? / Wann ist’s, daß wir dürfen schauen / Ihn, der, Heiland allerwegen, / uns in Seine Gnade hüllt?“

Wann ist’s, daß die Himmel tauen,daß den Wolken warmer Regen,der Erlöser selbst entquillt?Wann ist’s, daß wir dürfen schauenIhn, der, Heiland … Mehr

Romano Guardini, Die Kerze (Von heiligen Zeichen, 1922): „Wie sie steht, wo es gilt, vor Gott. Nichts an ihr flieht, nichts biegt aus. Alles klare Bereitschaft. Und sie verzehrt sich in ihrer Bestimmung unaufhaltsam zu Licht und Glut. Laufe deiner Bestimmung nicht weg. Harre aus. Frag’ nicht immer nach Warum und Wozu. Es ist der tiefste Sinn des Lebens, sich in Wahrheit und Liebe für Gott zu verzehren, wie die Kerze in Licht und Glut.“

Die Kerze Von Romano Guardini Wie ist es um unsere Seele doch so eigen bestellt! Mit allen Dingen der Welt … Mehr