Arbeit und Kulturleistung in der Bibel Von Claus Westermann Einleitend ist zunächst ein Wort zum Verhältnis des Alten und des … Mehr
Kategorie: Ethik des Evangeliums
Bernd Janowski, Sühne im Alten Testament und im Judentum (EKL): „Weil der Opfernde, der eine (unwissentliche) Verfehlung begangen hat, sich durch diesen Gestus mit dem Opfertier identifiziert, geht es in dessen Tod real-symbolisch um den Tod des Sünders. Das Proprium der kultischen Stellvertretung ist die im Tieropfer symbolisch sich vollziehende Lebenshingabe des schuldigen Menschen.“
Sühne im Alten Testament und im Judentum Von Bernd Janowski 1. Sühne ist ein Zentralbegriff biblischer Theologie. Neben dem traditionellen … Mehr
Timothy Radcliffe, Weshalb bist Du hier?: „Wir werden vielleicht nie erfahren, wozu wir hier sind. Alles, was wir tun können, ist, auf den Herrn zu hören, der nicht brüllt, sondern in einem leisen Flüsterton spricht, einer stillen, kleinen Stimme, die am besten mit „dünnes Schweigen“ übersetzt werden kann (1. Könige 19,11-12). Was ich höre, kann eine wichtige Neuausrichtung meines Lebens sein, oder nur ein kleiner Anstoß, heute etwas zu tun.“
Weshalb bist Du hier? Von Timothy Radcliffe Ein ehemaliger Generalmagister des Dominikanerordens, der auf die Vollendung seines 75. Lebensjahres zugeht, … Mehr
Hans G. Ulrich, Selbst-Sein – Selbst-Werden in ethischer Perspektive (2000): „Gottes bestimmende und verwandelnde Gerechtigkeit und Güte zu erfahren heißt nicht, alle die gegebenen Besonderheiten des Lebens hinter sich zu lassen, sondern im Gegenteil: Gottes Gerechtigkeit und Güte wird gerade in diesen Realitäten und in Bezug auf sie präsent. So können Menschen erfahren, dass sie in einer bestimmten Situation, bei einer besonderen Begegnung mit einem Menschen, in einer Krankheit von Gott nicht verlassen sind, sie können Gottes Zuwendung von einer anderen, vielleicht ganz neuen Seite im Kontext ihrer Geschichte erfahren und müssen nicht Gefahr laufen, ihr Selbst zu verlieren, weil in ihr Leben etwas eingebrochen ist, das sie vielleicht nicht verarbeiten können oder das sie nur als Widerspruch gegen ihre eigene Selbstbestimmung zu verstehen vermögen.“
Selbst-Sein – Selbst-Werden in ethischer Perspektive Von Hans G. Ulrich Wenn gegenwärtig „Identität“ von Menschen zum Thema wird, geschieht dies … Mehr
Timothy Radcliffe, Theologie – eine Aufgabe, die mit Freude erfüllt (2000): „Theologinnen können die Wunden der Kirche heilen, indem sie uns aus der ideologischen Enge herausführen. Dann werden wir auch fähig, frei zu sein für die Freude, im Anderen Gott zu begegnen, dem Deus Humanissimus, dem Gott, der ganz und gar Mensch ist, wie unser Mitbruder Edward es einmal formuliert hat. Gott möge Sie mit dem Mut segnen, zu Ihrem theologischen Beruf zu stehen. Haben Sie das Vertrauen und die Freiheit des Herzens und Geistes, dieses Leben als Theologinnen zu leben und diesen Dienst zu leisten. Seien auch Sie glückliche Theologen!“
Theologie – eine Aufgabe, die mit Freude erfüllt Von Timothy Radcliffe OP Ich danke vielmals für die mir erwiesene Ehre, … Mehr
Dorothee Sölle über Sympathie: „Sympathie bedeutet Mitfühlenkönnen und daher Zustimmung und Zuneigung zum anderen. Ohne Sympathie keine Koinonia (Gemeinschaft). Gerade diese humane Grundlage ist in der selbstverständlichen Nekrophilie, der Todessucht unserer Kultur bedroht. Wenn z. B. ein juristischer Begriff der „Sympathisanten“ gebildet werden muß, so erscheint die Sympathie als etwas, das kriminalisiert, wie wir es auch im Schul- und Berufsalltag kennen. Bedroht ist nicht das unverbindliche „Du bist mir sympathisch“, wohl aber die Fähigkeit des Mitempfindens, der Anteilhabe überhaupt.“
Sympathie Von Dorothee Sölle Sympathie bedeutet im gewöhnlichen Sprachgebrauch die meist nicht klar motivierte Zuneigung zu jemandem (Gegenteil: Antipathie); im … Mehr
Martin Luther, Über die Musik (Περì τῆς μουσικῆς, 1530): „Ich liebe die Musik, weil sie in Friedenszeit regiert. Bleibt also fest, und es wird nach unserer Zeit besser für diese Kunst sein. Denn sie sind des Friedens. Die Herzöge von Bayern lobe ich darin, dass sie die Musik pflegen. Bei uns Sachsen werden Waffen und Kanonen gepredigt.“
Über die Musik (Περì τῆς μουσικῆς, 1530) Von Martin Luther Ich liebe die Musik, und es gefallen mir die Schwärmer … Mehr
Christoph Blumhardt, Unser Menschenrecht. Predigt über Lukas 18,1-8 (1910): „Seid nicht so wie die Leute, die mit der Stange im Nebel herumfahren, sondern seid, wie der Herr Jesus hier sagt, auf das bedacht, was in ihm als Gotteskraft erschienen ist, und seid dankbar, wenn ihr das Allerkleinste erfahret von dieser Herrlichkeit Gottes im Fleisch.“
Unser Menschenrecht. Predigt über Lukas 18,1-8 (1910) Von Christoph Blumhardt Er sagte ihnen aber ein Gleichnis davon, daß man allezeit … Mehr
Claus Westermann, Das doppelte Gesicht Ijobs (1983): „Der fromme, demütige, sich in Gottes Willen Fügende und der verzweifelt gegen Gott sich Auflehnende – das ist derselbe Mensch, für den es beide Möglichkeiten gibt, die eine davon am äußersten Rand. Es ist dabei zu bedenken: Im Dialogteil ist es nicht das Leiden als solches, gegen das sich Ijob auflehnt. Es ist vielmehr die Behauptung der Freunde, die in diesem Leiden und in der Sprache dieses Leidens den Beweis sieht, dass Ijob ein Frevler, ein Gottloser ist; auch die Behauptung, der Schwere des Leidens müsse die Schwere seines Vergehens entsprechen, für das Gott ihn bestraft. Und Gott scheint, wenn er Ijob seinem Leid und damit dem Weg in den Tod schweigend überlässt, auf der Seite der Freunde zu stehen. Aber dann antwortet Gott. Und in seiner Antwort tritt er auf Ijobs Seite, tritt er für ihn ein. Gott wendet sich Ijob, der ihn so schwer angeklagt hatte, wieder zu.“
Das doppelte Gesicht Ijobs Von Claus Westermann Jedem Leser des Ijobbuches muß der Gegensatz auffallen zwischen dem Verhalten Ijobs gegenüber … Mehr