Ottmar Fuchs, Gott in Dunkelheit erahnen. Die biblische Verbindung von Lob und Klage: „Auf den ersten Blick scheinen Klage und Lob sich wie Feuer und Wasser zueinander zu ver­halten. Schaut man aber genauer hin, dann verhält sich das Lobgebet nicht so wie das Dankgebet zur Klage: denn das Dankgebet könnte in der Not kaum gesprochen werden. Beim Lobgebet kann dies aber der Fall sein. Wenn man von dieser Ahnung Gottes in der Dunkelheit keine Ahnung hat, kommt man leicht dazu, den dritten Teil von Psalm 22 (V. 23-32) als einen später angefügten Teil zu betrachten. Denn in diesem dritten Teil wird Gott gelobt und die ganze Welt wird dazu aufgerufen Gott zu loben.“

Gott in Dunkelheit erahnen. Die biblische Verbindung von Lob und Klage Von Ottmar Fuchs Das Bekenntnis, dass Gott der „Ich … Mehr

Johannes Chrysostomus über Jesu Aussendungsrede: „Siehe, ich sende euch wie Schafe unter die Wölfe“ (Matthäus 10,16): „Solange wir Lämmer sind, siegen wir. Mögen auch unzählige Wölfe uns umgeben, wir siegen doch und gewinnen die Oberhand. Wenn wir dagegen selbst zu Wölfen werden, unterliegen wir; es fehlt uns dann eben die Hilfe des Hirten.“

Über Jesu Wort „Siehe, ich sende euch wie Schafe unter die Wölfe“ (Matthäus 10,16) Von Johannes Chrysostomus Wenn ihr auf … Mehr

Timothy Radcliffe, Wofür ist das Christentum gut? (2011): „Wir haben eine seltsame Hoffnung, die sich genau dann offenbart, wenn es keine Zukunft zu geben scheint; wir haben eine Freude, die groß genug für Trauer ist; und wir haben eine Freiheit, die darin gipfelt, dass wir unser Leben weggeben. Das alles verlangt von uns den Mut, der eine so starke Liebe zum Leben ist, dass wir bereit sind zu sterben, und es verlangt auch die Wert Schätzung unserer körperlichen Existenz. Wenn Menschen einem solchen leben­digen, hoffnungsvollen, freien Glauben nicht begegnen, dann sind alle unsere Evangelisierungsversuche reine Zeitverschwendung.“

Wofür ist das Christentum gut? Von Timothy Radcliffe Während eines Abendessens vor einigen Jahren reichte mir ein Freund, ein Professor … Mehr

Julius Schniewinds Predigt über Hebräer 10,35-36 (1935): „Das Bekenntnis zu dem, der uns gleich ward ganz und gar, heißt Lobpreis Christi! Da hört dann alles Ungewöhnliche, Auffällige und Groß­artige vollständig auf, aber auch alles Sich-Quälen, Sich-Sorgen, alles Sich-Verstellen darf aufhören, alle Selbsttäuschung und Illusion, wo wir mit ihm selbst, mit Jesus, den Weg des Glaubens gehen, den Weg, den er uns eröffnet hat durch sein eigenes Leben, Leiden und Sterben.“

Predigt über Hebräer 10,35-36 Von Julius Schniewind „Werfet euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat. Geduld aber ist … Mehr

Hans Joachim Iwand, Die Gegenwart des Kommenden. Eine Auslegung von Lukas 12 (1954): „Jahr um Jahr wird das Evangelium vom reichen Kornbauern am Erntedankfest verlesen. Mitten hinein in die Freude und das Glück über die Ernte, eine Freude, die wir wohl alle verstehen, denn wir haben erfahren, was Hunger und Hungersnot bedeu­tet — aber mitten hinein in dieses Glück der Geborgenheit erklingt eine Warnung. Der Tod wird sichtbar als Grenze aller unserer Möglichkeiten des Sammelns und Sorgens. Das Erntefest und und der Tod — das ist eine seltsame Zusammenstellung.“

Die Gegenwart des Kommenden. Eine Auslegung von Lukas 12 Von Hans Joachim Iwand I Es lief das Volk zu und … Mehr

Heinrich Albertz, Was meine ich, wenn ich das Vaterunser bete? (1981): „«Vater unser». Ich kann es nur meinen, weil der Sohn der Maria es so gemeint hat. Er führt uns dann durch die Bitten, die wir sprechen sollen und die die ganze Welt umschließen, die große und die kleine, und seinen Himmel und seine Erde. Aber er lässt sie uns sprechen – welches tägliche Wun­der – so wie die Kinder mit ihrem Vater sprechen und der Vater mit seinen Kindern spricht.“

Was meine ich, wenn ich das Vaterunser bete? Von Heinrich Albertz Zuerst: Wenn ich es allein und für mich bete, … Mehr

Tomas Halík, Ein Leib, ein Geist, auf Hoffnung: „Die bevorstehende Reform der Kirche ist eine Antwort auf einen langfristigen Prozess, der das Gegenteil von Evangelisierung ist: der Prozess der Ex-Kulturation des Christentums in großen Teilen unserer Welt. Von Ex-Kultur kann man sprechen, wenn der christliche Glaube oder seine äußere Form, die Kirche und ihre Ausdrucksformen, an Glaubwürdigkeit, Klarheit und Fruchtbarkeit verlieren.“

„Ein Leib, ein Geist, auf Hoffnung“. Hauptvortrag auf der 13. Generalversammlung des Lutherischen Weltbundes (LWB) am 14. September 2023 in … Mehr

Margarete Susman, Gib uns Frieden! (1950): „Daß die Menschenbitte / Von ihren Lippen / Als Wort sich nicht mehr emporwagt / Und nur noch als Schrei, / Als ein einziger brandender Weheschrei aller / Die Wolken durchstößt, / Den Himmel zerreißt: / Dona nobis pacem!“

Gib uns Frieden! Dona nobis pacem!Bitte der Bitten,Osterbitte,Gewaltiger ChorSterblicher Wesen,Die ein Unsterbliches zu suchenAngetreten sind! Ach, aber sterblicher Wesen,Die auf … Mehr