Das ist ja das Erschreckende, dass ausgerechnete der um seiner Christus-Mystik gerühmte Bernhard von Clairvaux (Martin Luther: „Ist jemals ein … Mehr
Kategorie: Ethik des Evangeliums
Martin Luther wider üble Nachrede (Operationes in Psalmos, zu Psalm 15,3): „Es ist Sache eines guten Menschen, die Verleumdung des Nächsten nicht anzunehmen, sie zu widerlegen, das Gegenteil zu behaupten, ihn zu verteidigen und, wenn er ihn nicht verteidigen kann, ihn zu entschuldigen oder wenigstens mit Schmerz und Mitgefühl selbst dem Feind und dem Schlechten gegenüber zu begegnen; denn so möchte jeder selbst behandelt werden. Daher wird man dem Nächsten nicht nur keinen Schaden zufügen oder Böses antun, sondern ihm auch Gutes tun, sei er Freund oder Feind, wie es die Lehre Christi in Evangelium nach Matthäus 6 [Matthäus 5,44] ist. Man wird weder nachforschen noch anzeigen, sondern dem Anzeigenden widerstehen und den Verleumder zum Schweigen bringen.“
Wider üble Nachrede Von Martin Luther Es ist Sache eines guten Menschen, die Verleumdung des Nächsten nicht anzunehmen, sie zu … Mehr
Martin Luther über den guten Ruf und dessen Schädigung (Auslegung des achten Gebots im Großen Katechismus, 1529): „Getraust du dich nicht, vor verordneten Amtspersonen zu stehen und dich zu verantworten, dann halte das Maul. Weißt du es aber, so wisse es für dich, nicht für einen andern. Denn wenn du es weiter sagst, auch wenn es wahr ist, stehst du doch als ein Lügner dar, weil du es nicht als wahr beweisen kannst; und dazu machst du es wie ein Bösewicht. Denn man soll niemandem seine Ehre und seinen guten Ruf nehmen, solange sie ihm nicht öffentlich genommen wird.“
Über den guten Ruf und dessen Schädigung (Auslegung des achten Gebots im Großen Katechismus) Von Martin Luther Du sollst nicht … Mehr
Walter J. Hollenweger, „Heilt die Kranken!“ Heilung als Gabe und Aufgabe der Gemeinde (1988): „Die Gemeinde wird diesen Dienst – genau wie der christliche Arzt – in der Gewißheit tun, dass alle Heilung von Gott kommt, ob jemand durch eine Operation, durch vernünftige Diät, durch Gebet oder durch eine Kombination verschiedener „Therapien“ geheilt wird. Es ist immer Gott, der heilt. Wir haben immer Grund, ihm für die Heilung zu danken.“
„Heilt die Kranken!“ Heilung als Gabe und Aufgabe der Gemeinde Von Walter J. Hollenweger ÜBERBLICK „Geht aber und predigt und … Mehr
Karl Jaspers, Das Gewissen vor der Bedrohung durch die Atombombe (1950): „Die Atombombe wird erst dann unmöglich, wenn Gewalt unter dem Recht steht. Dies setzt die übergeordnete Menschheitsinstanz voraus, deren Entscheidung getragen wird von den Rechtsformen, die die Souveränität jeder Staatlichkeit gebeugt haben unter eine Weltordnung der freien Menschheit in der Gegenseitigkeit des Miteinanderredens und gesetzlich geordneten Ringens um die ständige Besserung der immer auch noch ungerechten Zustände.“
Das Gewissen vor der Bedrohung durch die Atombombe (1950) Von Karl Jaspers Es herrscht Einmütigkeit in der Verurteilung der Atombombe … Mehr
C.S. Lewis, Warum ich kein Pazifist bin (1940): „Die Frage ist, ob der Krieg das größte Übel in der Welt ist, so dass jeder Zustand, der sich aus der Unterwerfung ergeben könnte, sicherlich vorzuziehen ist. Und ich sehe keine wirklich stichhaltigen Argumente für diese Ansicht.“
Warum ich kein Pazifist bin (1940) Von C.S. Lewis Die Frage ist, ob der Kriegsdienst auf Befehl der Zivilgesellschaft, der … Mehr
Joachim Gnilka über Jesus Christus (NBL): „Die ethischen Weisungen Jesu müssen gleichfalls im Kontext seiner Basileia-Predigt gelesen werden. In deren Annahme gewinnt der Mensch ein neues Verhältnis zu Gott. Es ist der Gott Israels, der Gott der Väter, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der immer schon in der Geschichte seines Volkes gehandelt und sich jetzt entschlossen hat, das endgültige Heil durch Jesus bekanntzumachen und zu wirken.“
Jesus Christus Von Joachim Gnilka I. Die Quellen Außerntl. Zeugnisse für J. besitzen wir nur wenige. Herkömmlicherweise sucht man sie … Mehr
Elisabeth Schmitzs Brief an Helmut Gollwitzer nach dem Novemberpogrom 1938: „Smend sagte mir, Grüber habe gebeten, um der Gefahr für die Juden willen von einer Fürbitte abzusehen. Dazu muß ich sagen: 1. Ich glaube nicht an diese Gefahr. Die Absichten der Regierung halte ich für so radikal, nämlich im Jahr 1940 mit der ‚Ausrottung‘ im wesentlichen fertig zu sein, dass von einer ‚Gefahr‘ gar nicht mehr zu reden ist. 2. Ich halte dies Argument für völlig unkirchlich. Die Kirche hat ja gar keine Wahl, es ist ihr geboten, die Fürbitte zu tun.“
Brief von Elisabeth Schmitz vom 24. November 1938 an Pfarrer Helmut Gollwitzer in Berlin-Dahlem[1] Dr. Elisabeth Schmitz Den 24. … Mehr
Elie Wiesel, Wo bin ich? Eine chassidische Geschichte: „Am nächsten Morgen nahm er seine Liste zur Hand und hakte einen Punkt nach dem anderen ab. Die Jacke? Im Schrank. Das Hemd? Auf dem Stuhl. Die Schuhe? Unter dem Bett. Sehr gut. Aber dann las er den letzten Punkt auf der Liste: Und ich bin im Bett. In seiner Verwirrung starrte er auf das leere Bett und rief entsetzt: Aber wo bin ich? Weinend lief er zu seinem Meister: Rabbi, wo bin ich? Sagte der Meister: Diese Frage hättest du gleich zu Anfang stellen müssen, nicht erst am Schluss.“
Wo bin ich? Eine chassidische Geschichte Ein Mann suchte in seiner Verzweiflung den berühmten Rabbi Héno’h von Alexander auf. Hilf … Mehr