Kristlieb Adloff (1934-2023). Anwalt der hebräischen Bibel Von Rainer Oechslen Briefe schreiben konnte er, wunderbar altmodische Briefe, seitenlang in seiner … Mehr
Kategorie: Ethik des Evangeliums
Heinrich Spaemann, Das größere Ja: „Freudlosigkeit, das ist der ganze Bereich des Nein, und zwar darum, weil jedes Nein ohne das größere Ja isoliert und trennt. Wo aber das aushaltende Ja ist, da wächst Verbundenheit, da wird österliche Wirklichkeit bewährt und bezeugt, aus der und auf die hin wir leben.“
Das größere Ja Von Heinrich Spaemann Die zunehmende Unfähigkeit zu tiefer und durchgehender Freude, wie sie eigentlich im Christen wohnen … Mehr
Jürgen Moltmann, Predigt zu Matthäus 5, 43-48 (1972): „Feindesliebe setzt offenbar Feinde voraus. Wir mögen das nicht. In unserem bürgerlich gut situierten Christentum haben wir Angst vor offener Feindschaft. Wir gehen Konflikten lieber aus dem Wege. Widersprüche werden verschleiert. Ungelöste Probleme werden verdrängt, sie werden emeritiert oder in Watte verpackt und nachfolgenden Generationen zugeschoben. Statt Feinde und Feindesliebe haben wir die lauwarme Welt des »Seid nett zueinander« gewählt.“
Predigt zu Matthäus 5, 43-48 Von Jürgen Moltmann Ihr habt gehört, daß gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und … Mehr
Elazar Benyoëtz, Kajin wurde verdammt, Repräsentant seines Bruders zu sein: „An ihrem schieren Anfang setzte Kajin der Brüderlichkeit ein Ende. Er konnte nicht genau wissen, was er tut, aber einsehen, was er tat: Er führte den Tod in die Welt ein und sprach der Reue ihr erstes Wort.“
Kajin wurde verdammt, Repräsentant seines Bruders zu sein Von Elazar Benyoëtz Kajin hat seinen Bruder erschlagen, gestellt, versuchte er seine … Mehr
Martin Buber über Franz Kafka (Zwei Glaubensweisen): „Der Jude, sofern er nicht vom Ursprung getrennt ist, auch noch der exponierteste Jude, also Kafka, ist geborgen. Alles geschieht ihm, aber es kann ihm nichts geschehen. Wohl vermag er sich nicht mehr »im Versteck deiner Flügel« (Ps 61,5) zu bergen, denn der Zeit, in der er lebt, und mit ihr ihm, ihrem exponiertesten Sohn, verbirgt Gott sich.“
Über Franz Kafka (Zwei Glaubensweisen) Von Martin Buber Man kennt Kafkas Beitrag zur Metaphysik der »Tür«: die Parabel von dem … Mehr
Hans Asmussens Vortrag zur Barmer Theologischen Erklärung auf der Bekenntnissynode vom 29. bis 31. Mai 1934: „Wenn wir im Laufe des letzten Jahres und jetzt erneut immer wieder zum Ausdruck gebracht haben, dass die Verkündigung der Kirche nicht der menschlichen Selbstherrlichkeit zum Dienst bereitgestellt werden dürfte und nicht menschlich gewählten Wünschen, Zwecken und Plänen unterstellt werden kann, so sagen wir nicht, dass diese Wünsche, Zwecke und Pläne nicht innerhalb der menschlichen Einsicht und des menschlichen Vermögens gut und wünschenswert seien; aber wir sind dessen eingedenk, dass dieses Urteil, sie seien gut und wünschenswert, menschliches Urteil ist.“
Für die Bedeutung der Barmer Theologische Erklärung für die Gegenwart ist zu beachten, dass auf der Barmer Bekenntnissynode vom 29.-31. … Mehr
Werner Schmauch, Reich Gottes und menschliche Existenz nach der Bergpredigt: „„Ihr seid das Salz des Landes.“ „Ihr seid das Licht der Welt.“ Diese Bestimmung widerstreitet allem natürlichen Selbstverständnis. Denn sie meint ja nicht eine ichbezogene Existenz, die sich zugleich auf die Nächsten, die anderen, auf die Welt richtet, sondern sie beseitigt alle Ichbezogenheit, auch die fromme, indem sie diese „Ihr“ ausschließlich in ihrem „Für-sein“, in der Proexistenz bestimmt. Und auch darin wiederum so, daß jede Inanspruchnahme dieses So-seins in der bloßen Reflexion ein böses, wenn auch bei Christen und Kirchen leider nicht seltenes Mißverständnis ist.“
Reich Gottes und menschliche Existenz nach der Bergpredigt[1] Von Werner Schmauch Sehe ich das Thema recht, so fragt es nach … Mehr
Karl Barth, Mein Verhältnis zu Søren Kierkegaard (1963): „Er war uns in jener zweiten Phase der Revolution, in der wir uns befanden, einer von den Hähnen, deren Stimme uns aus der Nähe und aus der Ferne den Anbruch eines nun wirklich neuen Tages anzukündigen schienen.“
Mein Verhältnis zu Søren Kierkegaard[1] Von Karl Barth Das erste Buch dieses Mannes, das ich mir – es war im … Mehr
Margarete Susman, Das Gesetz (1950): „Dennoch ist Einer gekommen / Durch die verschlossenen Tore, / Aber er sprengte sie nicht. / Ruhig trat er, ein Licht, / Durch die geschlossenen Fenster / Und verwandelte alles. / Aber er ließ es bestehn. / Aufzulösen war nimmer / ein Werk; sein Werk war Erfüllung.“
Das Gesetz Im steinernen Haus des GesetzesIst feste, doch düstere Heimat.Gleichnislose GewalttatGöttlichen Geistes – so reckt esGrau aus der Tiefe … Mehr