Vom gottesdienstlichen Siezen Da kann man auf das liturgische Feingefühl in der evangelischen Kirche stolz sein. In der Taufagende der … Mehr
Kategorie: Ethik des Evangeliums
Martin Luther, Ob man vor dem Sterben fliehen möge (1527): „Hat Christus sein Blut für mich vergossen und sich um meinetwillen in den Tod gegeben, warum sollte ich mich nicht auch um seinetwillen in eine kleine Gefahr begeben und eine ohnmächtige Pest nicht anzusehen wagen? Kannst du schrecken, so kann mein Christus stärken; kannst du töten, so kann Christus Leben geben; hast du Gift im Maul, Christus hat noch viel mehr Arznei.“
Als damals im Frühjahr 2003 in Hongkong die SARS-Epidemie eine Millionenstadt in den Ausnahmezustand versetzt hat, ist mir eine Schrift … Mehr
Henri Nouwen über die Spiritualität des Fundraising: „Fund-raising is also always a call to conversion. And this call comes to both those who seek funds and those who have funds. Whether we are asking for money or giving money we are drawn together by God, who is about to do a new thing through our collaboration.“
In Amerika ist es ein wichtiges Teil des Gemeindeleben, Stewardship, zu Deutsch „Haushalterschaft“, die im Unterschied zu Deutschland eben auch … Mehr
Martin Walsers Gottvermissen („Über Rechtfertigung. Eine Versuchung“): „Wenn ich von einem Atheisten, und sei es von einem „bekennenden“, höre, dass es Gott nicht gebe, fällt mir ein: Aber er fehlt. Mir. Wenn ich gefragt werde, wie das bei mir sei mit dem Schreiben, sage ich meistens: Mir fällt ein, was mir fehlt. Oder ich sage: Meine Muse ist der Mangel. Allerdings sage ich gern dazu: Nichts ist ohne sein Gegenteil wahr. Dieser Satz ruht sich, wenn er gesagt ist, aus. Zu sehr.“
Zugegeben, da ist verletzte Eitelkeit im Spiel, was Martin Walser in seiner Rede „Über Rechtfertigung. Eine Versuchung“ an der Harvard … Mehr
Buße heißt „Besserung“ – Ist das Evangelium wirklich ins Deutsche übersetzt worden?
„Buße“ im ursprünglichen Sinne heißt „Besserung“ und nicht „Umkehr“. Es ist kein evangelisches Wort, sondern als Fehlübersetzung von „metanoia“ den … Mehr
Warum „Buße“ an sich eine heillose Angelegenheit ist: „Dem Wort ‚Buße‘ geht die Bedeutung einer Ausrichtung jenseits seiner selbst ab. Wer ‚büßt‘, kehrt nicht etwa um, sondern kehrt vielmehr in sich (und bleibt darin Sünder – homo incurvatus in se ipsum).“
Warum „Buße“ an sich eine heillose Angelegenheit ist Ausgerechnet die revidierte Luther-Bibel in der Neufassung von 2017 hält am Wort … Mehr
Unsere Hoffnung. Ein Bekenntnis zum Glauben in dieser Zeit nach einer Vorlage von Johann Baptist Metz (1975): „Der Name Gottes ist tief eingegraben in die Hoffnungs- und Leidensgeschichte der Menschheit. In ihr begegnet uns dieser Name, aufleuchtend und verdunkelt, verehrt und verneint, missbraucht, geschändet und doch unvergessen.“
Fast 36 Jahre ist der Text alt; und doch hat er nichts an subtiler Sprachkraft verloren. Da werden das Evangelium … Mehr
Von der christlichen Genügsamkeit: „Wer in neuere theologische, ethische, psychologische bzw. philosophische Lexika Einblick nimmt, wird in Sachen Genügsamkeit kaum fündig werden – als ob diese Tugend nicht länger gefragt wäre. Da darf wohl Konstantin Wecker das letzte Wort haben „Genug ist nicht genug“.“
In alten theologischen Lexika, insbesondere in der Realencyklopädie für protestantische Theologie und Kirche finden sich Einträge über Genügsamkeit (bzw. Zufriedenheit). … Mehr
Friederike Popp, Eingeladen vom Meister selbst. Was Christusnachfolge für mich bedeutet: „Jesus Christus geht mir voraus, lockt und fordert mich heraus aus Enge und Angst, aus vermeintlichen Sicherheiten und alten Verstrickungen.“
Im bayerischen Sonntagsblatt hatte 2011 Friederike Popp (1961-2020) als damalige Priorin der Communität Casteller Ring folgenden Beitrag zur Nachfolge geschrieben: … Mehr