Aus einem Brief des württembergischen Landesbischofs Theophil Wurm an August Marahrens, Bischof der hannoverschen Landeskirche vom 9. August 1943 […] … Mehr
Kategorie: Ethik des Evangeliums
Oto Mádr, Wo finde ich die Gewissheit für mein Leben? (1992): „Der Glaubende ist nicht allein, denn der durch Christus erkannte Gott bietet ihm etwas Überwältigendes: die Beziehung zwischen Vater und Kind. Wenn du zu Hause die Geborgenheit der Liebe erfahren hast, hast du eine Vorstellung, die dir die Größe des göttlichen Angebots näherbringt. Wenn nicht, dann hilft dir das unerfüllte Verlangen, dich dieser Beziehung zuzuwenden. Und sollte dir ein unruhiges Gewissen dabei im Weg stehen, erinnere dich an den verlorenen Sohn – das bist doch du, das sind wir alle, denen sich im Evangelium die Arme des Vaters geöffnet haben.“
LIEBER HONZA, dein Brief enthält eine Menge verschiedener Fragen und Themen, aber mir scheint, dass alles aus einer einzigen Frage … Mehr
Stewart W. Hermans Gespräch mit Bischof Hans Meiser vom Oktober 1945: „Der Bischof stellt klar, dass es für die Kirche wichtiger denn je ist, ihrem bestürzten Volk beizustehen und der Regierung als loyale Institution die Gefühle des Volkes zu vermitteln, die einen Einfluss auf die zivile Verwaltung haben könnten. Deshalb ist die Kirche nicht nur daran interessiert, ihre eigenen Geistlichen zu schützen, deren Verliebtheit in den Hitlerismus wirklich geheilt ist, sondern auch gute Kirchenleute, deren Existenz jetzt durch den Verlust von Stellung und Gehalt bedroht ist.“
Stewart Winfield Herman, Jr. (1909-2006), US-amerikanischer lutherischer Pastor im Dienst des Office of Strategic Services (OSS) über sein Gespräch vom … Mehr
Johannes Hamel, Predigt über Offenbarung 13 (1958): „Jetzt kommt es heraus: Das Tier oder Jesus von Nazareth, ‚Ich oder Er, der Verfluchte und Gekreuzigte, Ohnmächtige und Machtlose, der all das nicht fertigbringt und bringen will! Er hat alles beim Alten gelassen, aber siehe, Ich mache alles neu!‘ Und die Heiligen werden in diesem Krieg überwunden und müssen zu Boden! Nun muss die Kirche ins Grab mit all ihren Domen und ihren Kirchensteuern, Staatszuschüssen, ihrer Arbeit der Inneren und Äußeren Mission. Es wird vorbei sein mit ihren Privilegien und Sonderrechten, ja sie wird überhaupt keinen Rechtsboden mehr unter den Füßen haben, sie wird ausgetilgt, so wie einst die Evangelische Kirche in Frankreich unter Ludwig XIV. liquidiert wurde.“
Predigt über Offenbarung 13 (1958) Von Johannes Hamel Und ich. sah ein Tier aus dem Meer steigen das hatte zehn … Mehr
Karl Barth, „Der christliche Glaube ist die Betätigung des Gehorsams gegen Jesus als den Messias Israels.“ Antwort auf eine Bekanntmachung der Deutschen Evangelischen Kirche (April 1939): „Die rechte Unterscheidung und Beziehung zwischen Politik und Weltanschauung auf der einen und dem christlichen Glauben auf der anderen Seite dienen dem Lebendigwerden des wahren Verständnisses des christlichen Glaubens, indem sie das Zeugnis bestätigen, dass nicht der Kirche, aber dem Herrn Jesus Christus nicht nur einige sondern alle Gewalt gegeben ist im Himmel und auf Erden: auch über Politik und Weltanschauung.“
„Der christliche Glaube ist die Betätigung des Gehorsams gegen Jesus als den Messias Israels.“ Antwort auf eine Bekanntmachung der Deutschen … Mehr
Johannes Hamel, Erwägungen zur urchristlichen Parainese über das politische Verhalten der Christen (1959): „Unser Gehorsam hat sich in einer Welt zu bewähren, in der der Teufel wie ein brüllender Löwe umhergeht und sucht, wen er verschlinge. Die gehorsame Gemeinde kommt jeweils gerade darum herum, irgendwelchen westlichen oder östlichen Abgöttern zu verfallen. Sünde ist auch in politicis öffentlich zu behaften, das ist so nach lutherischer wie nach reformierter Lehre. Die Christenheit, die sich willig unterordnet, wird dieses Namhaftmachen begangener Sünde zögernd, besonnen, bescheiden und leidensbereit tun, aber dieses Tun ist Moment ihrer Unterordnung und kommt nicht als etwas anderes zu der Unterordnung nachträglich hinzu. Sie wird zweifellos damit in Widerspruch zu den Bildern geraten, die alle Zeit eine Staatsleitung von ihrem Wollen, ihren Taten und ihren Erfolgen entwirft und uns glauben machen will.“
Sie wird auch dann mit diesem Bild in Widerspruch geraten, wenn es nur das Bild der sog. öffentlichen Meinung sein … Mehr
Verena Pfenninger-Stadler, Gedanken zur 400jährigen Wiederkehr von Ulrich Zwinglis Todestag am 11. Oktober 1931: „Wo sind die Christen, die tapfer und unerschrocken sich in den Dienst der Sache Gottes stellen, die sich nicht scheuen, die Ränke der Gewalthaber und Herrschsüchtigen, welche unter schönen Worten von Demut und Gehorsam die Armen und Geringen bedrücken und es noch heute Aufruhr und Verhetzung nennen, wo man sich gegen ihr Unrecht wehrt, enthüllen, welche auch Geschwätz und üble Nachrede und mehr noch, wo es nottut, ertragen, weil sie Gott mehr als den Menschen gefallen wollen? Noch ist Christus da und seine Gnade, noch wissen wir, dass Gott uns liebt. Darum lasset uns nicht furchtsam sein, nicht immer zögern und schwanken, sondern um Gottes willen, um der großen Liebe willen, die er uns erzeigt hat, etwas Tapferes tun.“
Gedanken zur 400jährigen Wiederkehr von Ulrich Zwinglis Todestag am 11. Oktober 1931 Von Verena Pfenninger-Stadler „Der heilige Paulus war nicht … Mehr
Manfred Oeming, »Schmerz« aus philosophischer und aus theologischer Sicht. Biblische Palliativtheologie: „Im Schmerz kommen sich Gott und Mensch ganz intim nahe. Gott ist Mensch geworden – das bedeutet vor allem: er hat allen Schmerz selbst erlitten. Kein Mensch kann mehr Schmerz erfahren, als Gott selbst ihn erfahren hat – bis in den Tod.“
»Schmerz« aus philosophischer und aus theologischer Sicht. Biblische Palliativtheologie Von Manfred Oeming Gibt es im Umgang mit dem Schmerz auch … Mehr
Hans Joachim Iwands Entwurf eines Friedenswortes für die Synode der EKD in Berlin-Weißensee 1950: „Wir bitten Gott, dass der letzte dieser Kriege die Wendung der Menschheit zum Frieden einleitete und dass, was jener zerstörte an Leib und Seele, eine neue und junge Generation aufbauen könne, zur Ehre Gottes und in der Kraft unseres Erlösers, Jesus Christus. Wir kommen von Ostern her und gehen Pfingsten entgegen. Hinter uns steht die Tat der Versöhnung der Welt mit Gott und der Sieg des gekreuzigten Jesus von Nazareth über den Tod. Wir sind eingeschlossen in seinem Triumph. Vor uns steht die Verheißung des Pfingstgeistes, der den Geist von Babel mit seiner Sprachenverwirrung aufzuheben vermag. Wir wissen, dass wir nichts anderes sein können als Gottes Zeugen in der Welt und vor der Welt.“
Entwurf eines Friedenswortes für die Synode der EKD in Berlin-Weißensee 1950 Von Hans Joachim Iwand Auf der Bruderratssitzung vom 9./10. … Mehr