Wiederherstellung Von Karl Barth „Herr der Heerscharen, stelle uns wieder her! Laß dein Angesicht leuchten, so wird uns geholfen!“ (Psalm … Mehr
Kategorie: Ethik des Evangeliums
Ordnung der christlichen Kirchenzucht für die Kirchen im Fürstentum Hessen – Ziegenhainer Kirchenzuchtordnung von 1539: „Es sollen die Ältesten und Prediger auch darauf sehen, dass die Kinder, die nun durch den Katechismus-Unterricht im christlichen Verständnis so weit gebracht sind, dass man sie billig zum Tisch des Herrn zulassen sollte, auf ein hohes Fest wie Ostern, Pfingsten und Weihnachten vor aller Gemeinde dem Pfarrer an dazu verordnetem Ort von ihren Eltern und Paten vorgestellt werden; dabei sollen die Ältesten und alle anderen Diener des Wortes um ihn stehen. Da soll der Pfarrer diese Kinder über die wichtigsten Stücke des christlichen Glaubens befragen.“
Ordnung der christlichen Kirchenzucht für die Kirchen im Fürstentum Hessen – Ziegenhainer Kirchenzuchtordnung von 1539 Apostelgeschichte 20,28 So habt nun … Mehr
Eberhard Jüngel, Leben aus Gerechtigkeit. Gottes Handeln und menschliches Tun (1988): „Gibt es eine Rechtfertigung des Sünders, dann also nicht an Gottes Gericht vorbei, sondern durch die Gnade seines Richtens hindurch. Dieser Aspekt ist nicht zuletzt deshalb von erheblicher Bedeutung, weil er in das Zentrum des Evangeliums von der Rechtfertigung des Sünders führt. In seinem Zentrum ist das Evangelium ja das Wort vom Kreuz (1. Korinther 1,18). Das heißt, dass Gottes Gerechtigkeit mit der Ungerechtigkeit dieser Welt keine Kompromisse macht, sondern sie in der Person Jesu Christi zum Vergehen verurteilt hat. Sein Tod ist eben deshalb der Tod des Sünders. In ihm, der selber von keiner Sünde wusste, sind wir mitgekreuzigt worden und mitgestorben – das ist die eine Seite der neutestamentlichen Behauptung, dass Christus für uns, nämlich an unserer Stelle, den Tod des Sünders gestorben ist.“
Leben aus Gerechtigkeit. Gottes Handeln und menschliches Tun Von Eberhard Jüngel Am Evangelium von der Rechtfertigung des Sünders scheiden sich … Mehr
Karl Barth, Christus – die Hoffnung für die Welt (Evanston, 1954): „Die Welt, in der auch wir und alle Christen sind, hat Gott in Jesus Christus von Ewigkeit her geliebt. Zur Welt hat Gott in Ihm gesprochen. Die Sünde, die Schuld, die Not und den Tod der Welt hat Gott in Ihm auf sich genommen, damit sie von dem allen frei werde. Das Heil und das Leben der Welt hat Gott in Seiner Auferstehung offenbar gemacht für alle, die an Ihn glauben. Als Richter der Welt wird Er Gottes letzte Offenbarung vor aller Augen und Ohren und so das Ziel aller Seiner Wege sein. Ihre Hoffnung der Welt zu bezeugen, ist der Sinn der Existenz der christlichen Gemeinde aller Zeiten und Länder.“
Christus – die Hoffnung für die Welt (Evanston, 1954) Von Karl Barth1 Das ist es, was wir als die Vertreter … Mehr
Karl Barth, Verheißung und Verantwortung der christlichen Gemeinde im heutigen Zeitgeschehen (1944): „Die christliche Gemeinde ist von Jesus dazu gehalten, getröstet und ermutigt, damit sie sein Zeuge sei. Und eben dazu hat sie auch die Verheißung, dass sie sehen darf und kann. Ihr Sehen kann kein müßiges Gaffen sein. Was sie sieht, geht sie selbst an. Indem sie sieht, ist etwas Bestimmtes von ihr gewollt und verlangt. Sie darf nämlich sehen, weil sie etwas sagen soll: etwas, was außerhalb der christlichen Gemeinde so nicht gesagt werden kann.“
Verheißung und Verantwortung der christlichen Gemeinde im heutigen Zeitgeschehen Von Karl Barth Die christliche Gemeinde, die im heutigen Zeitgeschehen eine … Mehr
Klaus Bajohr-Mau über Christoph Blumhardt (1842-1919): „Blumhardt ermahnte seine Hörerschaft, nicht dem Hass zu verfallen. Er forderte sie auf, sich bewusst zu machen, dass Gott der Gott aller Menschen sei, und erinnerte: »Wir sind nicht bloß Deutsche, wir sind auch Weltbürger; wir sind berufen zu Königen und Priestern in der Welt. Wir sollen beten können auch für unsere Feinde, wir sollen lieben können die ganze Menschheit, weil sie für Gott bestimmt ist in Jesus Christus«.“
Christoph Blumhardt Geb. 1. 6. 1842 in Möttlingen bei Calw; gest. 2. 8. 1919 in Jebenhausen bei Göppingen Von Klaus … Mehr
Martin Luther, Ein Sermon von dem Sakrament der Buße (1519): „Das dritte ist der Glaube, der fest annimmt, dass die Freisprechung und die Worte des Priesters wahr sind in der Kraft der Worte Christi: ‚Was du löst, soll los sein …‘ An dem Glauben aber ist alles gelegen. Der allein macht, dass die Sakramente bewirken, was sie bedeuten, und alles wahr wird, was der Priester sagt; denn wie du glaubst, so geschieht dir. Ohne solchen Glauben sind alle Freisprechungen, alle Sakramente zwecklos, ja schaden mehr als daß sie nützen.“
Ein Sermon von dem Sakrament der Buße (1519) Von Martin Luther 1. Im Bußsakrament sind zwei Arten Vergebung enthalten: Vergebung … Mehr
Bernice Martin, Das pfingstliche Geschlechterparadoxon: Ein warnendes Beispiel für die Religionssoziologie (The Pentecostal Gender Paradox): „Vor allem Frauen haben den religiösen Diskurs der Pfingstbewegung genutzt, um das moralische Mandat, auf dem sexuelle Beziehungen und das Familienleben beruhen, neu zu formulieren. In Gesellschaften, die durch eine Tradition männlicher Dominanz gekennzeichnet sind, konnten sie eine von der Kirchengemeinschaft sanktionierte und wirksam kontrollierte Familiendisziplin einführen, die die kollektiven Bedürfnisse der häuslichen Einheit über die Freiheit und das Vergnügen der Männer stellt und der lange tolerierten Doppelmoral in der Sexualität ein Ende gesetzt hat.“
Das pfingstliche Geschlechterparadoxon: Ein warnendes Beispiel für die Religionssoziologie (The Pentecostal Gender Paradox) Von Bernice Martin Die Pfingstbewegung Eine der … Mehr
Johann Baptist Metz, Sinn und Subjekt. Theologisch-biographische Notizen zur sogenannten Sinnfrage (1985): „Im Zentrum meines Sinninteresses und meiner Gottesfrage steht die streitbare, theologisch-politische Behandlung dieser Gottesfrage als Theodizeefrage: der Schrei nach Gott angesichts der Leidensgeschichten in der Welt; und wieso ich dabei immer bei der Frage nach dem Leid der anderen, nach dem unmittelbar vergangenen Leid einsetze. Die theologische Gestalt der Sinnfrage, mit der ich mich beschäftige, heißt deshalb nicht: Wer rettet mich?, sondern: Wer rettet euch? Ich setze nicht an mit der Frage: Was ist mit mir im Leid, was mit mir im Tod?, sondern: Was ist mit dir – mit euch – im Leid, im Tod?“
Sinn und Subjekt. Theologisch-biographische Notizen zur sogenannten Sinnfrage Von Johann Baptist Metz Für mich hat sich die sogenannte Sinnfrage eigentlich … Mehr