Oliver O’Donovan, Gerechtigkeit und Urteil: „Die Unauslotbarkeit des Glaubens bedeutet, daß wir das Gutsein niemals in der gleichen Weise beschreiben können wie die Bos­heit. Hier sind unsere Urteile Spiegelbilder von Gottes Urteil in Christus. Während Gott seine Scheidung zwischen Sünde und Gerechtigkeit kon­kret machte im auferweckten Leben des Menschen, den er angenommen hat, machen wir diese Scheidung konkret durch die Vergehen, die wir zurückweisen. Wir können nicht ebenso konkret bejahen wie wir konkret verurteilen.“

Gerechtigkeit und Urteil Von Oliver O’Donovan I. Das Amt des Richters in der Bibel: Urteilen als politischer Akt par excellence … Mehr

Heinrich Albertz, Predigt über Matthäus 6,25-34 (1989): „So schließt die Sorglosigkeit des Menschen, dem Jesus Christus begegnet ist, die Sorge nach dem schließlichen Sinn alles menschlichen Lebens nicht aus, sondern ein. So ist der gelassene, heitere, zuversichtliche, gewisse Glauben an den Gott des ersten Gebotes in Jesus Christus zugleich die tiefste Unruhe und Sorge um Gottes Gerechtigkeit.“

Predigt über Matthäus 6,25-34 Von Heinrich Albertz Darum sage ich euch: sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen und … Mehr

Walter J. Hollenweger über Emil Brunner 1967: „Die Kirche bildet nach Brunner ihre Pfarrer einseitig, ja falsch aus. Sie macht ihre Botschaft durch fortwährende Entmündigung der Laien unglaubwürdig. Sie treibt mit den kritischen Ergebnissen ihrer Theologie Geheimniskrämerei und hat sich mitschuldig gemacht an den unnötigen Konflikten zwischen Glaube und Vernunft im Leben vieler evangelischer Akademiker.“

Emil Brunner Von Walter J. Hollenweger Emil Brunner, geboren am 23. Dezember 1889 in Winterthur. Zeitweilig Gym­nasiallehrer in England, lehrte … Mehr

Walter Krecks Grabrede für Günther Dehn (1970): „Wenn es etwas an diesem Sarg zu rühmen gibt, dann ist es nicht der Mensch Günther Dehn, sind es nicht seine Kämpfe und seine Bedrängnisse, sondern dann ist es allein diese Gnade Gottes, die besser ist als Leben, die nicht zu verwechseln ist mit menschlichen Leistungen, die auch nicht mit ihren eigenen Wir­kungen in einem Menschenleben identifiziert werden darf, sondern die außerhalb unser, ungeschuldet und unerschüttert, in Jesus Chri­stus begründet und offenbart ist.“

Grabrede für Günther Dehn, † Bonn am 17.3.1970 Von Walter Kreck „Deine Güte ist besser denn Leben; meine Lippen preisen … Mehr

Martin Luthers Auslegung des ersten Gebots „Du sollst nicht andere Götter haben“ in seinem Großen Katechismus: „Es ist mancher, der meint, er habe Gott und alles zur Genüge, wenn er Geld und Gut hat; er verlässt sich darauf und brüstet sich damit so steif und sicher, dass er auf niemand etwas gibt. Sieh, ein solcher hat auch einen Gott: der heißt Mammon, das heiß Geld und Gut; darauf setzt er sein ganzes Herz. Das ist ja auch der allgewöhnlichste Abgott auf Erden.“

Auslegung des ersten Gebots: „Du sollst nicht andere Götter haben“ Von Martin Luther Das heißt: Du sollst mich allein für … Mehr

J.F. Gerhard Goeters über Günther Dehn: „Nicht ein wirkungsvolles Lebenswerk, vielmehr die bemerkenswerte Klarheit seiner theologischen und kirchlichen Existenz und die erstaunliche Hellsicht gegenüber seiner Zeit, ihren Erbschaften und Bewegungen, haben ihn der kirchlichen Zeitgeschichte bereits zu ei­ner Symbolfigur werden lassen.“

Günther Dehn (1882-1970) Von J.F. Gerhard Goeters Dehn entstammte einer bürgerlichen, nicht sehr kirchlichen Beamtenfamilie. Der nach dem Lebenssinn suchende … Mehr

Karl Barth, Extra nos — pro nobis — in nobis (1962): „Gerade eigenes Leben eines Menschen ist als christliches Leben nur möglich und wirklich in seiner Einheit mit seinem Ursprung in Jesus Christus. Wir reden von seinem Geheimnis, wenn wir sagen, daß es dort, in Ihm, seinen Ursprung hat, daß es von der dort, in Ihm geschehenen göttlichen Wendung herkommt.“

Extra nos — pro nobis — in nobis Von Karl Barth Ein Christ ist ein solcher Mensch, dem es nicht … Mehr

Helmut Gollwitzer, Einige Leitsätze zur christlichen Beteiligung am politischen Lebens von 1964: „Weil Gott alle Menschen liebt, darf kein Mensch aus dem Ver­antwortungsbereich unseres Handelns grundsätzlich ausgeklammert werden. Ausgeschlossen ist also das Freund-Feind-Denken als Wesensbestimmung des Politischen, die Pflege des Hasses als Mittel der Politik, die Ausscheidung irgendwelcher Menschen oder Men­schengruppen aus der Nächstenschaft, die Bestreitung des Existenz­rechtes für irgendwelche Menschengruppen.“

Einige Leitsätze zur christlichen Beteiligung am politischen Leben (Zum Abschluß einer Vorlesung über „Christliche Ethik des Politischen“) Von Helmut Gollwitzer … Mehr

Andrew Carnegies „Evangelium des Reichtums (The Gospel of Wealth)“ von 1889: „Die Reichen sollten für eine unschätzbare Gnade dankbar sein, die ihnen zuteil wurde. Sie sind nämlich in der Lage, ihr Leben lang Geld in Projekte zu investieren, die ihren Mitmenschen zugute kommen, was wiederum ihrem eigenen Leben zur Ehre gereicht. Orientieren wir uns an Christi Leben und Lehre, dann muss unsere Sorge vor allem dem Wohl unserer Mitmenschen gelten, was wir auch entsprechend den Gegebenheiten unserer Zeit in die Tat umsetzen sollten.“

Das Evangelium des Reichtums (The Gospel of Wealth) Von Andrew Carnegie Der Aufsatz The Gospel of Wealth, 1889 von dem … Mehr