Warum „Gott“ keine Name für Ihn ist und warum man statt Gotteslehre besser von Namenslehre sprechen sollte, habe ich im … Mehr
Autor: Jochen Teuffel
Jürgen Moltmann, Der Heilige Geist und die Theologie des Lebens: „Was von Gott durch Christus in die Welt gebracht wird, das ist mit dem Johannesevangelium einfach gesagt: Leben. »Ich lebe, und ihr sollt auch leben« (Joh 14,19). Denn der Heilige Geist ist die »Quelle des Lebens« und bringt Leben in die Welt; ganzes Leben, volles Leben, unbehindertes, unzerstörbares, ewiges Leben. Der schöpferische und lebendigmachende Gottesgeist bringt dieses ewig lebendige Leben schon hier vor dem Tod, nicht erst dann nach dem Tod, denn er bringt Christus in diese Welt, und Christus ist »die Auferstehung und das Leben« in Person.“
„Die Gabe und die Gegenwart des Heiligen Geistes ist das Größte und Wunderbarste, das uns, der menschlichen Gemeinschaft, allen lebendigen … Mehr
Sibylle Lewitscharoff, Beim Namen gerufen: „Niemals war der Name Schall und Rauch, niemals nur ein leicht obenauf sitzendes Häubchen, zufällig und ephemer, immer war zwischen dem Namen und dem, der ihn trägt, eine innige Beziehung gestiftet. Im Namen wohnt eine Zwingkraft. Sie zwingt die Gestalt zu bleiben, und sie verbürgt, daß der windige, sich selbst immerzu entflatternde Mensch sich in seiner Gestalt wieder versammeln kann. Ist mehr als ein Name da, können die Namen in die Wechselrede eintreten und darin belebend wirken.“
In ihren Frankfurter Poetikvorlesungen sowie ihren Zürcher Poetikvorlesungen 2011 befasste sich Sibylle Lewitscharoff wie schon vor ihr Ingeborg Bachmann mit … Mehr
Ingeborg Bachmann über die Strahlkraft des Namens: „Es gibt nichts Mysteriöseres als das Leuchten von Namen und unser Hängen an solchen Namen, und nicht einmal die Unkenntnis der Werke verhindert das triumphierende Vorhandensein von Lulu und Undine, von Emma Bovary und Anna Karenina, von Don Quijote, Rastignac, dem Grünen Heinrich und Hans Castorp. Ja, der Umgang mit ihnen in Gesprächen oder in Gedanken ist uns so selbstverständlich, so geheuer, dass wir nicht ein einziges Mal fragen, warum ihre Namen in der Welt sind, als wäre jemand mit ihnen besser getauft als wir mit unseren Namen, als hätte da eine Taufe stattgefunden, bei der zwar kein Weihwasser hat herhalten müssen und von der kein Schriftzug in einem Register spricht — als hätte da eine Namensgebung stattgefunden, die endgültiger und von einem Vorzug ist, an dem kein Lebender teilhat. Diese Namen sind eingebrannt in erdachte Wesen und vertreten sie zugleich, sie sind dauerhaft und so mit diesen Wesen verbunden, dass, wenn wir sie ausborgen und Kinder so nennen, diese zeitlebens mit der Anspielung herumgehen oder wie in einem Kostüm: der Name bleibt stärker an die erschaffene Gestalt gebunden als an den Lebenden.“
Es sind Schriftstellerinnen (und weniger die Theologen), die es zur Sprache bringen können, welche Macht und Bedeutung Namen haben. Im … Mehr
Augsburger Bekenntnis vollständig in heutigem Deutsch: „Nach göttlichem Recht besteht deshalb das bischöfliche Amt darin, das Evangelium zu predigen, Sünden zu vergeben, Lehre zu (be)urteilen und die Lehre, die gegen das Evangelium ist, zu verwerfen und die Gottlosen, deren gottloses Wesen offenkundig ist, aus der christlichen Gemeinde auszuschließen – und zwar ohne menschliche Gewalt, sondern allein durch Gottes Wort (sine vi humana, sed verbo). Und hierin sind die Pfarrleute und die Kirchen den Bischöfen gehorsam zu sein schuldig gemäß dieses Spruches Christi: »Wer euch hört, der hört mich« (Lk 10,16). Wenn die Bischöfe aber etwas gegen das Evangelium lehren, festsetzen oder einrichten, haben wir Gottes Befehl, in einem solchen Fall nicht gehorsam zu sein.“
Wer nach einer Textfassung des Augsburger Bekenntnisses in heutiger Sprache sucht, wird im Internet nicht wirklich fündig. Auf der VELKD-Seite … Mehr
Doctrine of the NAME Instead of Onto-Theology: „Christian doctrine, which appears to be a transcultural doctrine of salvation for the gentiles, is the doctrine of the Name and not the doctrine of “God”—Onomatology instead of onto-theology.“
The following text is the revision of my farewell lecture at Lutheran Theological Seminary in Hong Kong delivered in September … Mehr
Zwischen zwei Kulturen. Ein deutscher Theologieprofessor erlebt Hongkong und seine Christen
In Hongkong finden zwar keine Massenproteste mehr statt, aber immer noch kleinere Demonstrationen gegen die pekingtreuen Machthaber. Welche Rolle dabei … Mehr
Bei diesen Berufen ist Nomen hoffentlich nicht Omen
Der Volontär war’s, der im badischen Südkurier unter der Überschrift „Richter Henker und Doktor Qual: Bei diesen Berufen ist Nomen … Mehr
Die Kirche und das Alte Testament – Notker Slenczka versus Christoph Markschies: „Für die Kirche Jesu Christi gelten keine religionsgeschichtlichen Werturteile, sondern eine kanonische Lektürepraxis, die gottesdienstlich immer wieder neu vollzogen wird: Wir lesen das Alte Testament im Licht Jesu Christi und das Neue Testament im Licht der alttestamentlichen Verheißungen. Wer sich von dieser Lektürepraxis aus vermeintlich religionsgeschichtlichen Gründen verabschiedet, kann Jesus als Messias und Sohn Gottes nicht länger Glauben schenken.“
Die Kirche und das Alte Testament Nun haben wir ja möglicherweise eine Großdebatte in der evangelischen Theologie zu erwarten – … Mehr