Arnold Angenendt, Das Opfer und seine Wandlungen (2005): „Im Frühmittelalter kommt ein ‚sacrum commercium‘ auf: In jeder Messe musste geopfert werden. Ja, um möglichst viele Messfeiern zu erlangen, wurden dauerhafte Stiftungen gemacht. Dadurch kam ein Austausch von (Land-)Besitz für geistliche Sühneleistungen in Gang, die den Sündern auf Erden wie noch im jenseitigen Läuterungsort, im Purgatorium, zugute kommen sollten. Dieser Austausch setzte größte Besitzverschiebungen in Gang: für Abgabe von Besitz und speziell auch von Land die Befreiung von Sünde und die Errettung vom Ewigen Leben.“

Das Opfer und seine Wandlungen Von Arnold Angenendt Das Opfer ist ein Erstakt aller Religion. Menschen opfern Gott/Göttern, weil sie … Mehr

Gastfreundschaft gewinnt: „Reisende und Camper können erzählen, wie aus mancher Gastfreundlichkeit echte Freundschaften geworden sind. Wer sein Leben auf Dauer in den eigenen vier Wänden für sich selbst behalten will, kann nur armselig enden. ‚Vergesst aber auch die Gastfreundschaft nicht. Denn auf diese Weise haben schon manche, ohne es zu wissen, Engel als Gäste aufgenommen.‘ Für jeden von uns hat Gott Menschen vorgesehen, die als seine Boten bei uns auftauchen. Mitunter auf den ersten Blick eine Zumutung, aber der Fremde lenkt meinen Blick auf Gottes Güte – ich öffne, ich höre, ich rede, ich traue, ich gebe, und ich bekomme. Doch gut, dass du bei mir gewesen bist.“

Gastfreundschaft gewinnt Mancher hat im Sommerurlaub selbst Gastfreundschaft erlebt, z.B. wenn die Bauernfamilie einen als Feriengast nach der Ankunft zum … Mehr

Alfons Deissler über das Alte Testament: „Die Bibel Israels kommentiert nicht bloß die Geschichte des ‚Bundes Got­tes‘ in vorchristlicher Zeit, sie ist selbst ein ‚Gotteswerk‘ in dieser Heilsgeschichte. Diese selbst ist mehr als nur ‚Vorgeschichte‘. Die Propheten haben Israel auf eine Waagschale ge­stellt, die über Tod und Leben des Gottesvolkes entschied. Dies weist aus: der Weg JHWHs mit Israel ist ein wirklicher Weg, ist bereits ‚Bundesgeschichte‘ im vollsten Sinne des Wor­tes.“

Altes Testament Von Alfons Deissler I. Zum Begriff Der üblich gewordene Name „Altes Testament“ kommt nur ein einziges Mal im … Mehr

Rechtsverwahrung der evangelischen Bürger in Lindau gegen die zwangsweise Einführung der bayerischen Gottesdienst-Agende von 1856: „Um unsere Herzen zu Gott zu erheben, bedürfen wir der Gefangennehmung unserer Sinne nicht, und werden uns nie überzeugen, dass Formen der Gottesverehrung, welche die Sinne fesseln, zur Erbauung notwendig seien.“

In Artikel 7 des Augsburger Bekenntnisses heißt es von der Kirche: „Das genügt zur wahren Einheit der christlichen Kirche, dass … Mehr

Johann Eberlin von Günzburg über die Toleranz gegenüber Andersgläubigen: „Wenn ‚Missgläubige‘ unter uns wohnen, so soll man ihnen nicht Leid tun, sondern sie freundlich behandeln wie unsere Bürger. Doch soll man sie nicht zu bürgerlichen Ehren oder zu einem Amt zulassen; sie sollen auch unsere Gesetze und den Glauben nicht schmähen.“

In Sachen Toleranz hat sich die Reformation nicht hervorgetan. Aber wenigstens Johann Eberlin von Günzburg (1470-1533) hat in seinen 15 … Mehr