Wort und Feuer statt Schall und Rauch – Warum ein abstrakter »Gott« nicht zu glauben ist: „Warum aber hat das Tetragramm JHWH als Schibboleth, als Kenn- oder Codewort des christlichen Glaubens zu gelten? Warum ist ein ganz bestimmter Name und kein allgemeiner Gottesbegriff not-wendig? Um der Namensbindung des Glaubens zu folgen, gilt es zu verstehen, was Namen besagen – und nicht nur bezeichnen. Dem Namen eignet keine abstrakte, allgemeine und damit zeitenthobene Eigenschaft an, sondern er nimmt sich selber des Geschehens an.“

In der aktuellen September-Ausgabe des Deutschen Pfarrerblatts ist von mir der Artikel „Wort und Feuer statt Schall und Rauch – … Mehr

Franz Johna zur Ethik der Gastfreundschaft: „Der Vollzug christlichen Glaubens ist mit der Verwirklichung der Tugend der Gastfreundschaft unabdingbar verbunden. Sie ist der Ausdruck der brüderlichen Gemeinschaft derer, die vom Geist geleitet sind, so daß sie im Nächsten Gott erkennen. Eindrucksvolle Zeugnisse machen deutlich, wie großzügig und uneigennützig die ersten Christen die biblischen Weisungen zur Gastfreundschaft in die Tat umgesetzt haben. Aristides sagt rühmend: ‚Wenn sie einen Fremden sehen, führen sie ihn hinein unter ihr Dach und freuen sich über ihn, wie über einen wirklichen Bruder.'“

Gastfreundschaft Von Franz Johna Das Wort „Gastfreundschaft“ weckt heute vor allem die Vorstellung von Liebenswürdigkeit und Großzügigkeit, von Pflege gesellschaftlicher … Mehr

Wilhelm Löhes Grabrede für ein totgeborenes Kind: „Wir legen ein Samenkörnlein in Gottes Acker, dessen Leben wir kaum wahrgenommen haben. Dennoch zweifeln wir an seinem ewigen Leben nicht. Es ist dies Kindlein in der höchsten Not der Geburt und schon zuvor durch das gläubige Gebet gottesfürchtiger, lieber Eltern und anderer Christen dem allmächtigen Gott zugetragen und empfohlen worden.“

Grabrede für ein totgeborenes Kind Von Wilhelm Löhe (1808-1872), Landpfarrer in Neuendettelsau und maßgeblicher Reformer der evangelischen Kirche in Bayern … Mehr

Protestantismus als bürgerliche Ideologie: „Nicht in Wittenberg wurde mit einem Thesenanschlag der Protestantismus ins Leben gerufen, sondern vierzig Jahre früher in Florenz, ist doch Marsilio Ficino mit seinem ‚Buch über die christliche Religion‘ (Liber de Christiana religione) von 1474 und nicht etwa Martin Luther der wahre Ahnherr des Protestantismus. Protestantismus und Reformation sind zwei verschiedene Angelegenheiten. Was die Reformation beabsichtigt hatte, war eine evangeliumsgemäße Reform der Kirche an Haupt und Glieder, nicht aber eine bürgerliche Emanzipation von der Kirche im Namen einer eigenen Religiosität. Der Protestantismus ist eine bürgerliche Ideologie, die sich zu Unrecht auf Martin Luther beruft. Würde Luther in der Gegenwart zu verorten sein, stünde dieser der nachkonzilaren römisch-katholischen Kirche wesentlich näher als einem liberalprotestantischen Bürgertum.“

Protestantismus als bürgerliche Ideologie Die Reden für das Reformationsfest 2017 in Wittenberg sind in Gedanken schon längst geschrieben; es sind … Mehr

William Willimon und Stanley Hauerwas, Das Vaterunser als christliches Abenteuergebet: „Errettung, christliche Errettung, ist nicht eine individuelle Beziehung zwischen mir und Gott. Rettung bedeutet vielmehr, dass wir in ein Abenteuer hineingezogen werden, dass unser Leben von Gott auf eine Reise geschickt wird, die sich christlicher Glaube nennt. Dieses Gebet, dieses ‚Vaterunser‘, ist die Benennung der Mittel, durch die wir gerettet werden, und die Teilnahme daran. Es ist die Art und Weise, wie Gott uns Teil eines Reiches macht, durch das wir von der Welt gerettet werden.“

Das Vaterunser als christliches Abenteuergebet Von William Willimon und Stanley Hauerwas Für mich die herausforderndste Einführung in das Vaterunser ist … Mehr

Heilskommerz, Totenkult und die Reformation. Über Peter Browns „The Ransom of the Soul“: „Die evangelische Rechtfertigungslehre, die aus dem Bußsakrament erwachsen ist, hat zu einem kulturellen Bruch geführt, den man sich gegenwärtig kaum noch vorstellen kann. Wenn im Glauben an das Evangelium die gerichtsbeständige Vergebungszusage Jesu Christi erhalten wird, erübrigt sich jeglicher Heilskommerz. Durch die Reformation hat also die Kirche ihre religionsökonomische Grundlage verloren – mit weitreichenden finanziellen Folgen. Da sich protestantischerseits nichts heilskommerziell erwirtschaften ließ, musste der kirchenbauliche und klerikale Unterhalt in staatliche Hände überführt werden.“

Heilskommerz, Totenkult und die Reformation. Über Peter Browns „The Ransom of the Soul“ Im April ist Peter Browns Buch The … Mehr