Ernst Bloch über die Offenbarung des Namens JHWH an Mose: „Der Exodusgott ist anders beschaffen, hat bei den Propheten seine Herren- und Opiumfeindschaft bewährt. Er ist vor allem aber nicht statisch beschaffen, wie alle heidnischen Götter bisher. Denn der Jahwe Mosis gibt von sich, gleich am Anfang, eine Definition, eine immer wieder atemraubende, die jede Statik sinnlos macht.“

Da mögen die religionsgeschichtlichen Urteile nicht länger wissenschaftlich haltbar sein. Und doch ist es immer noch lesenswert, was Ernst Bloch … Mehr

Gerhard von Rad, Die biblische Schöpfungsgeschichte: „Unser Schöpfungs­be­richt ist ja nur der Anfang eines Geschichtswerkes. Mit der Weltschöpfung wird hier also der Plan der Geschichte aufgerissen und zwar einer Ge­schichte, in der in steigendem Maße Heils­setzungen Gottes offenbar werden.“

Gerhard von Rad (1901-1971) versteht es meisterhaft, die biblische Schöpfungsgeschichte unserem aufklärungsgeprüften Glauben näher zu bringen: Die biblische Schöpfungsgeschichte Von … Mehr

Gerhard von Rad, Vom Lesen des Alten Testaments (1970): „In diesem langen Gespräch eines Volkes mit Gott — man denke an das Psalmbuch! — ist also nicht nur Gott offenbar geworden; auch der Mensch ist vor sich selber offenbar geworden, viel deutlicher, als er sich von sich aus sehen konnte. Erst im Lichte Gottes kommt er in sein eigentliches Maß, erst hier wird er groß und unergründlich und sprengt alle Möglichkeiten seines eigenen Selbstver­ständnisses. Im Alten Testament ist er sich offenbar gewor­den als ein Geschöpf, das immer — ob er es weiß oder nicht — in einer Partnerschaft mit Gott steht, als ein Geschöpf, das hineingezogen ist in eine ungeheure Gottesgeschichte und das — von Anfang an angelegt auf das Gespräch mit Gott — in den Widerfahrnissen seines Lebens unter allen Umständen der Anrede durch Gott bedarf. Von diesem Wort lebt er, mit ihm steht er, ohne es fällt er.“

Da mögen von Rads historische Urteile in Sachen Entstehung des Alten Testaments in der Forschung längst überholt sein. Und doch … Mehr

Alexander Deeg wider den gemeinschaftlichen Talareinzug der Ordinierten im Gottesdienst: „Was wird die Gemeinde denken, wenn all die Schwarzen kommen und einziehen? Die so formulierte Frage zeigt freilich genau das Problem, denn sie macht den Un­terschied zwischen »der Gemein­de« und den Pfarrern gerade auf, um den es doch reformatorisch nicht gehen darf. Alle sind Priester, manche sind Pfarrer.“

Da hat Alexander Deeg, Professor für praktische Theologie in Leipzig mit theologischen Wurzeln in Erlangen, ein feines Gespür, was sich … Mehr