Sudeep Chakravarti, Highway 39. Reportagen aus Indiens aufständischem Nordosten (2015): „Entlang des Highways 39 von Numaligarh am südlichen Ufer des Brahmaputra in Assam bis nach Moreh in Manipur führt er in die komplexe Realität eines weitgehend unbekannten bewaffneten Konflikts zwischen indigenen Ethnien, der indischen Zentralregierung und rivalisierenden Rebellenbewegungen ein. Chakravarti – selbst in Kalkutta geboren – nimmt Partei für die einheimische Bevölkerung und verschweigt nicht die grausamen neokolonialen Verbrechen, die der indische Staat vor allem in den 50iger und 60iger Jahren des vorigen Jahrhunderts unter den Naga begangen hat – weitgehend unbeobachtet von der Weltöffentlichkeit.“

Da ich familiär mit Nordostindien und insbesondere mit Nagaland verbunden bin, bin ich bei Sudeeps Chakravartis Reportage über Indiens Nordosten … Mehr

Max Thurian, Das Eucharistische Gedächtnis: Lob- und Bittopfer: „So läßt uns die jüdische Passaliturgie, in deren Rahmen Jesus das heilige Abendmahl gefeiert hat, verstehen, dass die Eucharistie ein Lobpreis der Wundertaten Gottes ist, Lobopfer und Danksagung, ein Gedächtnis, das heißt eine Vergegenwärtigung des Leidens, der Auferstehung und der Fürsprache Christi, ein Gedächtnis, das zum Vater aufsteigt wie die Gabe des Kirchengebetes, das alle Nöte der Menschen Gott in Erinnerung ruft.“

Man muss als Evangelischer dem 1996 verstorbenen Taize-Bruder Max Thurian nicht in allem zustimmen, was dieser in Sachen „anabatisches“ Eucharistieverständnis … Mehr

Martin Luther, Bekenntnis der Artikel des Glaubens wider die Feinde des Evangeliums und allerlei Ketzereien (Vom Abendmahl. Bekenntnis, 3. Teil): „Das ist mein Glaube, denn so glauben alle rechten Christen und so lehrt uns die heilige Schrift. Was ich aber hier zu wenig gesagt habe, werden mir meine Büchlein zur Genüge bezeugen, besonders die, die in den letzten vier oder fünf Jahren hinausgegangen sind. Ich bitte alle frommen Herzen, mir dafür Zeugen zu sein und für mich zu bitten, dass ich in diesem Glauben fest bestehen und mein Leben beschließen kann. Denn wenn ich, wovor mich Gott bewahre, aus Anfechtung und Todesnöten etwas anderes würde sagen, so soll es doch nichts sein; ich will hiermit öffentlich bekannt haben, dass es unrecht und vom Teufel eingegeben ist. Dazu helfe mir mein Herr und Heiland Jesus Christus, der gebenedeit ist in Ewigkeit. Amen.“

Luthers »Bekenntnis der Artikel des Glaubens wider die Feinde des Evangeliums und allerlei Ketzereien« ist ein Sonderdruck des dritten Teils … Mehr

Fridolin Stier, „Geh, verlass die Heimat“. Vom Auszug aus der Begrifflichkeit: „Lass dieses Haus hinter dir, geh! Dann wirst du, vielleicht wirst du dann dem Anderen begegnen, für das du weder Namen noch Wissen noch Begriffe hast, dem ur- und ingründig Wirklichen und Wirkenden begegnen.“

„Geh, verlass die Heimat“. Vom Auszug aus der Begrifflichkeit Von Fridolin Stier Auf den beiden letzten Seiten seiner Aufzeichnungen „Vielleicht … Mehr

Fridolin Stier über die Versuchung Abrahams bzw. die Opferung Isaaks: „Gott aber will den Geber — und die Gabe nur, wenn sich in ihr der Geber gibt, sein ganzes Selbst, sein ganzes Herz. Und das ist mehr als Fleisch und Blut auf Schlachtaltären. Sich selber verlassend, im bloßen Verlass auf Gottes Wort, verzich­tend auf alle im Leben Isaaks liegende Gewähr der verhei­ßenen Volks­vaterschaft errang er die Gewährung.“

Fridolin Stiers Büchlein „Geschichte Gottes mit dem Menschen„, das zuerst 1959 bei Patmos erschienen ist, wurde 2011 von Stiers Schülerinnen … Mehr

Søren Kierkegaard, Die Wahrheit über die Bedeutung des »Pfarrers« für die Gesellschaft: „Nein, es gibt ganz buchstäblich keinen einzigen ehrlichen Pfarrer. Und dagegen ist durch die Anwe­senheit des »Pfarrers« die ganze Gesellschaft, christ­lich, eine Niederträchtigkeit, was sie so jedoch nicht wäre, wenn der »Pfarrer« nicht dabei wäre.“

Kierkegaards letzte publizistische Unternehmung war seine Abrechnung mit dem organisierten Christentum und insbesondere mit der lutherischen Staatskirche in Dänemark, die … Mehr

Vom Tragjoch und dem Lastwagen. Eine chinesische Geschichte zur Rechtfertigung allein aus Gnade: „Nachdem der LKW weiterfuhr, schaute Stanley zum Bauern hinüber. Dieser stand aufrecht auf der Ladefläche und hielt sich mit einer Hand an der Bordwand fest. Zu Stanleys Erstaunen war die Last immer noch auf seiner Schulter, so dass der Bauer während der Fahrt bei jedem Schlagloch selbst in die Knie ging. Stanley sprach ihn direkt an: ‚Mein Herr, warum stellen Sie nicht Ihre Körbe ab und setzen sich hin?‘ Der Bauer antwortete: ‚Das vermag ich nicht. Es ist beschämend genug, dass dieser Lastwagen mich trägt. Da kann ich doch nicht zulassen, dass er auch noch meine Last zu tragen hat.’“

Vom Tragjoch und dem Lastwagen Stanley Tung Shang Yung war chinesischer Pfarrer und Präsident der Taiwanesischen Lutherischen Kirche (TLC). Er … Mehr