Geduldige Annahme und gekonnte Hingabe. Was man als Pfarrer vom Schäfer James Rebanks lernen kann: „Geduldige Annahme und gekonnte Hingabe – was als pastorale Tugenden benannt werden kann, bedarf einer besonderen Story, in der man sich als Christ in der Gemeinschaft der Heiligen auf die göttliche Verheißung hin wiederfindet.“

Geduldige Annahme und gekonnte Hingabe. Was man als Pfarrer vom Schäfer James Rebanks lernen kann Stanley Hauerwas hatte Anfang November … Mehr

Gott legt uns keine Last auf. Zur Fehlübersetzung von Psalm 68,20 in der Luther-Bibel 2017: „Da ist ja ein wesentlicher Unterschied, ob der Gott einem eine Last auferlegt oder aber einen selbst gnadenreich trägt. Dass Luther falsch übersetzt hat, wissen alle. Und dass seine ‚belastende‘ Fehlübersetzung in den Duktus eines Siegesliedes auf Gottes Herrschaft nicht passen kann, ist offensichtlich. Und doch hat man bei der aktuellen Revision an der Fehlübersetzung festgehalten und als Fußnote hinzugefügt: ‚Wörtlich: »der unsere Last trägt, der uns hilft«.‘ (womit ja die Fehlübersetzung eingestanden wird).“

Gott legt uns keine Last auf. Zur Fehlübersetzung von Psalm 68,20 in der Luther-Bibel 2017 In der neuen Luther-Bibel 2017 wird … Mehr

Friedrich Mildenberger über den Prediger Salomo (Kohelet) in seiner Abschiedsvorlesung Freiheitsverständnisse und ihre Folgen (1994): „Wir alle wissen, wie das ist: »Ich bin so frei«, sage ich, wenn ich irgendwo zu Gast bin und mir ein Stuhl oder auch ein Glas Wein angeboten wird. Dazu fordert der Prediger auf, zu solcher Freiheit: »Am guten Tag sei guter Dinge«, – sei so frei, diese Zeit anzunehmen. Und Luther hat das noch unterstrichen, indem er die zweite Hälfte des Satzes so übersetzte: »und den bösen Tag nimm auch für gut. Denn diesen schafft Gott neben jenem, dass der Mensch nicht wissen soll, was künftig ist.« Sicher ist das eine sehr freie Übertragung Luthers. Aber warum sollte er nicht so umschreiben, um damit die Aufforderung zu unterstreichen: sei so frei! Frei, bei dem zu bleiben, was dir gerade zukommt, auch wenn es nicht zu passen scheint.“

Über den Prediger Salomo Von Friedrich Mildenberger Wer einen Einblick in die theologische Arbeit Friedrich Mildenbergers gewinnen will, ist mit … Mehr

Paul Schempps Predigt über Jakobs Kampf bei Pniel (1Mose/Genesis 32,23-32): „Jakobs böse und leidvolle Wallfahrt ist schon Zeugnis von Ostern, von dem Aufgang und Sieg des ewigen Lichts. In Christus ist es wahr, daß wir leben dürfen, und nicht nur hier in der Fremde und im Elend, sondern „ewig“; aber auch hier, auch in den schlimmsten Engpässen sehr getrost und fröhlich, auch als die Sterbenden, auch unter dem, was wir so töricht und neutral Schicksalsschläge nennen, gerade so, gerade mit verrenkter Hüfte als das Israel Gottes, dessen Hoffnung nicht zuschanden wird.“

Es ist eine Kunst einen Text aus dem Alten Testament auf Christus hin auszulegen, ohne das Erzählgeschehen in seiner Wörtlichkeit … Mehr

„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.“ Warum die Luther-Bibel 2017 einen Glaubensartikel immer noch auslässt und die Schweizer es hinkriegen: „Das Dativobjekt ‚dem Gott‘ bezieht sich auf den himmlischen Vater, wo hingegen im dritten Satzteil ‚Gott‘ als Gattungsname bzw. Prädikatsnomen gilt. Folgerichtig wird das Wort (bzw. der Logos) als göttlich prädiziert, was nichts anderes heißt, als dass es/er über dieselben Wesenseigenschaften wie der Gott verfügt. Trotz Wesenseinheit ist es/er jedoch nicht mit dem Vater identisch. Das Wort ist Gott, ohne damit ‚der Gott‘ (Vater) zu sein.“

„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.“Warum die Luther-Bibel 2017 einen … Mehr

Paul Schempp, Grabrede für das verstorbene Mädchen Ruth zu Matthäus 9,24 (1939): „Wir kön­nen es uns nicht selber einreden oder aus eigener Kraft glau­ben, dass das auch von diesem toten Kindlein gilt, was Chri­stus einst so kühn von dem Mädchen in Kapernaum sagte: „Das Mägdlein ist nicht tot, sondern es schläft.“ Aber wir können um den Glauben bitten, dass Gott der Herr Sein Reich weit aufgemacht hat; dass in des Heilands Na­men alle Kinder und auch alle Erwachsenen wie Kindlein zu Ihm kom­men dürfen und wir einmal erfahren, warum der Herr reich und arm macht.“

Wie zart und einfühlsam bei dem Tod eines Kleinkindes ohne billigen Trost das Evangelium Jesu Christi unverhofft zugesprochen werden kann, … Mehr