An alle Christen zu Worms, bei der angenommenen Lehre des Evangeliums fest zu beharren Von Martin Luther 24. August 1523 … Mehr
Autor: Jochen Teuffel
Emmanuel Lévinas im Gespräch mit Bertrand Révillon, Vom Nutzen der Schlaflosigkeit (1987): „Wenn ich vom Anderen spreche, verwende ich den Ausdruck »Gesicht«. Das »Gesicht« ist das, was hinter der Fassade und hinter der Haltung, die jeder zu bewahren sucht, liegt: Es ist die Sterblichkeit des Nächsten. Um das »Gesicht« des Anderen zu sehen und zu erkennen, muss man schon hinter seine Maske schauen. In der Nacktheit des »Gesichts« zeigt sich die Ohnmacht eines einzigartigen Seienden, das dem Tod ausgesetzt ist; gleichzeitig aber kommt in ihm ein Imperativ zum Ausdruck, der mich dazu verpflichtet, es nicht allein zu lassen. Diese Verpflichtung ist Gottes erstes Wort. Für mich beginnt die Theologie im Gesicht meines Mitmenschen. Die Göttlichkeit Gottes ereignet sich im Bereich des Menschlichen.“
Vom Nutzen der Schlaflosigkeit. Emmanuel Lévinas im Gespräch mit Bertrand Révillon Emmanuel Levinas, stellen wir uns vor, ein junger Mensch, … Mehr
Jan Twardowski, Jesus der ungläubigen: „Jesus der ungläubigen / weilt unter uns / und bleibt manchmal stehn / wie das harte kreuz // uns alle zu einen / ob gläubig oder nicht / in dem verdienten schmerz / der uns der Wahrheit nähert.“
Jesus der ungläubigen Jesus der ungläubigenweilt unter unsein wenig bekannt aus dem volkskunstladenein wenig vom hörensagengründlich verschwiegenin unserer morgenzeitungparteilosschutzlosund überstimmtgemiedenso … Mehr
Tagesgebet zum 10. Sonntag nach Trinitatis, 21. August 2022
HERR Gott,himmlischer Vater,Israel hast Du zu deinem Volk erwählt –als Licht unter den Völkern.So reicht dein Heil bis an die … Mehr
Martin Luther Kings letzte Rede „Ich bin auf dem Gipfel des Berges gewesen“ vom 3. April 1968: „Ich mache mir keine Sorgen. Wie jeder andere würde ich gern lange leben. Langlebigkeit hat ihren Wert. Aber darum bin ich jetzt nicht besorgt. Ich möchte nur Gottes Willen tun. Er hat mir erlaubt, auf den Berg zu steigen. Und ich habe hinübergesehen. Ich habe das Gelobte Land gesehen.“
Am Vorabend des für ihn tödlichen Attentats vom 4. April 1968 hielt Martin Luther King in der Mason Temple Church … Mehr
Clara Eisenkraft (Spaleck), Damals in Theresienstadt. Erlebnisse einer Judenchristin: „Es sagte uns unser Gerechtigkeitsgefühl, Gott könne das nicht zugeben, dass soviel Ungerechtigkeit triumphierte. Wir Christen und die gläubigen Juden waren uns in dieser Auffassung einig.“
Was für eine Lebensgeschichte: Clara (Klara) Spaleck wurde am 17. Januar 1878 in die jüdische Familie Eisenkraft im Bezirk Wiznitz … Mehr
Martin Luther über das Märtyrertum in seinem Brief an die Christen in den Niederlanden (1523): „Ihr seid nun so erfüllt mit Früchten und Stärke des Glaubens, dass ihr’s auch mit eigenem Blut begossen und bekräftigt habt. Denn bei euch haben die zwei edlen Kleinode Christi, Hinricus und Johannes, zu Brüssel ihr Leben gering geachtet, damit Christus mit seinem Wort gepriesen werde.“
Brief an die Christen in den Niederlanden (1523) Von Martin Luther Am 1. Juli 1523 wurden in den habsburgisch regierten … Mehr
Wilhelm Vischers Leserbrief wider die schweizer Einreisesperre für Juden 1942: „Die Sorge um unsere eigene Ernährung und die Angst vor den Machthabern dieser Zeit dürfen uns nicht dahin drängen, daß wir die Gottesfurcht wegwerfen. Jetzt müssen und können wir mit der Tat den Dank an Gott beweisen, der so oft in Reden ausgesprochen worden ist, den Dank dafür, daß er durch seine Gnade unser Vaterland wunderbar erhalten hat.“
Leserbrief wider die schweizer Einreisesperre für Juden Von Wilhelm Vischer Nachdem die Schweiz am 13. August 1942 eine Einreisesperre für … Mehr
Rolf Wischnath, Aus der Tiefe. Über die eigene Depression: „Warum spreche ich erst jetzt vom Glauben? Weil bei mir auch der Glaube in die Tiefe gezogen wurde. Schaue ich auf mein depressives Exil zurück, ist mir einmal mehr der reformatorische Grundsatz wichtig geworden, dass der Glaube ganz und gar ein Geschenk der Gnade ist und ich nicht verantwortlich bin für ihn, erst recht nicht für seine armselige Gestalt in der Depression.“
Aus der Tiefe. Über die eigene Depression Von Rolf Wischnath I. Ergehen Die Krankheit verfolgt mich seit Jugendtagen. Sie wurde … Mehr