Jürgen Roloff über Pfingsten: „Als dessen geschichtlichen Hintergrund dürfte festzuhalten sein, dass die engsten Jünger Jesu, veranlasst durch die Erscheinungen des Auferstandenen in Galiläa, zu dem auf das Todespascha folgenden Wallfahrtsfest nach Jerusalem zogen, um dort als Zeugen des Handelns Gottes vor Israel aufzutreten, und dass sie dort einer Manifestation des Geistes Gottes teilhaftig wurden. Indem sich durch diese die Israel gegebene prophetische Geistverheißung für die Endzeit (Joel 3,1–5; vgl. Act 2,17–21) erfüllte, wurde die Auferweckung Jesu als Anbruch der Endzeit ausgewiesen.“

Pfingsten Von Jürgen Roloff Pfingsten ist neben Ostern das einzige jüdische Fest, das in den christlichen Festkalender eingegangen ist. Der … Mehr

Sibylle Lewitscharoff, Predigt über Exodus 3,14 (2017): „Die Beziehung von Gott und Mensch ist äußerst komplex, der Mensch kann IHM durch Beharrlichkeit etwas abtrotzen und IHN dadurch milder stimmen, deshalb paßt eine Selbstdeklaration Gottes, die eine Wandlung in die Zukunft hinein zuläßt, das Ich werde sein, der ich sein werde, besser als das statuarische Ich bin, der ich bin, von dem die eherne Strahlkraft der Unverrückbarkeit ausgeht. Von einem Gott, der nicht nur ist, sondern auch wird, geht eine ganz andere Dynamik aus, insbesondere in bezug auf Seine Beziehung zum Menschen und dessen Fährnisse im Verlauf der Geschichte.“

Predigt über Exodus 3,14 Von Sibylle Lewitscharoff Ich bin, der ich bin. Was für ein Satz! Was für eine Selbstdefinition! … Mehr

Clemens von Alexandrien über den rechten Weingenuss (Paidagogos): „Zuerst bewirkt der Wein, dass der Trinkende sich selbst mehr als früher eine Freude gönnt, und freundlicher gegen die Gäste und milder gegen die Diener und gütiger gegen Freunde wird. Da der Wein warm ist und süße Säfte enthält, so löst er in der richtigen Mischung durch seine Wärme die zähen Bestandteile der Ausscheidungsstoffe und vermischt die scharfen und schlechten Säfte mit den wohlriechenden. Trefflich ist ja jenes Wort gesagt: Als Ergötzung für Seele und Herz ist der Wein von Anfang an erschaffen, wenn er mit Maß getrunken wird.“

Über den rechten Weingenuss (Paidagogos) Von Clemens von Alexandrien 19.1. „Trink ein wenig Wein deines Magens wegen“,[1] sagt der Apostel … Mehr

Hans Jonas, Warum die moderne Technik ein Gegenstand für die Ethik ist: „Mit jedem neuen Schritt (= »Fortschritt«) der Großtechnik setzen wir uns schon unter den Zwang zum nächsten und vermachen denselben Zwang der Nachwelt, die schließlich die Rech­nung zu zahlen hat. Aber auch ohne diese Fernsicht stellt schon das tyrannische Element als solches in der heutigen Technik, das unsere Werke zu unseren Herren macht und uns sogar zwingt, sie weiter zu vervielfachen, eine ethische Herausforderung an sich dar – jenseits der Frage, wie gut oder schlecht jene Werke im einzelnen sind.“

Warum die moderne Technik ein Gegenstand für die Ethik ist Von Hans Jonas Daß, ganz allgemein gesprochen, die Ethik in … Mehr

Abraham Joshua Heschel, Über das Gebet (On Prayer, 1969): „Der Beginn des Gebets ist der Lobpreis. Die Kraft der Anbetung ist der Gesang. Erst singen wir, dann verstehen wir. Erst loben wir, dann glauben wir. Lobpreis und Gesang öffnen die Augen für die Größe der Wirklichkeit, die über das Selbst hinausgeht. Gesang stellt die Seele wieder her; Lobpreis behebt geistige Mängel.“

Über das Gebet (On Prayer, 1969) Von Abraham Joshua Heschel Mein Thema ist nicht in erster Linie die Liturgie, der … Mehr