Geist im Alten Testament Von Claus Westermann Das Wort hat im AT eine bewegte Geschichte gehabt. Will man sagen, was … Mehr
Schlagwort: Claus Westermann
Claus Westermann, Ein Rückblick: „Jetzt, unter dem Eindruck des Krieges und der Kriegserfahrungen, wurde mir deutlich, dass die Menschen, die die Psalmen gedichtet und gebetet hatten, das Gebet anders verstanden, als wir es gewöhnlich verstehen. Es war dem Leben, der Wirklichkeit, die sie lebten, näher als es uns ist. Für uns ist Gebet etwas, was ein Mensch tut oder was er zu tun ermahnt wird, ein menschliches Handeln. In den Psalmen aber erwächst das Rufen zu Gott unmittelbar aus dem Leben heraus, es ist Reaktion auf das, was sie erleben, was sie erfahren. Sie rufen zu Gott so, wie es ihnen ums Herz ist. Darum sind die meisten Psalmen Klagepsalmen oder Lobpsalmen, denn die Klage ist die Sprache des Leides, und das Loben ist die Sprache der Freude. Dies ist für mich eine der wichtigsten Erkenntnisse aus der Bibel geblieben bis zum heutigen Tag, und vieles andere hat sich mit daraus ergeben.“
Ein Rückblick Von Claus Westermann Ihrem 50. Geburtstag, Herr Haacker, möchte ich Ihnen, verbunden mit guten Wünschen, etwas weitergeben von … Mehr
Claus Westermann, Was ist das für eine Geschichte, die das Alte Testament erzählt?: „Sie ist darin von der Geschichte, wie sie die moderne Geschichtswissenschaft versteht, unterschieden, dass das hier Geschehende zwischen Gott und Mensch, zwischen dem Schöpfer und seiner Schöpfung geschieht. Der im 19. Jahrhundert geprägte Geschichtsbegriff kann dann für eine Theologie des Alten Testaments nicht allein maßgebend sein, weil er ein Wirken Gottes als Bestandteil der Geschichte von vornherein ausschließt.“
Was ist das für eine Geschichte, die das Alte Testament erzählt? Von Claus Westermann 1. Was ist das für eine … Mehr
Claus Westermann, Auf Nachtwachen erzählte ich das ganze Alte Testament: „Die Philosophen und die Naturwissenschaftler, die Dichter und die Theologen haben die Natur zum Gegenstand gemacht und damit haben sie die Schöpfung zutiefst verkannt. Die Schöpfung begreift man erst, wenn man sich selbst als ihr Glied erfährt, als Kreatur. Als ich aus dem Schmutz des Gefangenenlagers zu den Sternen aufsah, lagen mir philosophische oder sonstige Betrachtungen fern. Aber ich wußte: Da seid ihr noch.“
In dem 1982 in der Herderbücherei erschienenen Band Was meinem Leben Richtung gab. Bekannte Persönlichkeiten berichten über entscheidende Erfahrungen findet … Mehr
Claus Westermann über Engel (Gottes Engel brauchen keine Flügel): „Der den Menschen erscheinende Engel Gottes verkörpert das die Erde berührende Handeln und Reden Gottes und ist nicht eigentlich eine Gestalt neben oder unter Gott. In den betreffenden Geschichten kann für den Engel Gottes auch Gott selbst stehen. Der Zweck seines Kommens ist die Ankündigung einer Rettung oder der Geburt eines Kindes. Der Engel Gottes handelt in Gottes Auftrag: Er geleitet und behütet einen einzelnen. Er geleitet das Volk. Er kann auch Verderben bringen.“
Zeitgleich zu seinem Buch Gottes Engel brauchen keine Flügel hatte Claus Westermann für das Evangelische Kirchenlexikon den instruktiven Artikel über … Mehr
Claus Westermanns Predigtmeditation über Hiob 14,1-6: „Dann kann man die Verse 1-6 in die Predigt aufnehmen als das, was sie sind: Worte eines Angefochtenen, der von der in sein Dasein hineinragenden Macht des Todes schwer getroffen und schwer angeschlagen ist. Man kann dann an diesen Worten Menschen unserer Zeit und unserer Welt deutlich machen, dass ein neutrales, vom Zuschauersitz aus gesprochenes Wort über die Vergänglichkeit des Menschen sehr erbaulich sein kann, aber angesichts der wirklichen Macht des Todes, wie sie hier in Hiobs Leben hineinwirkt, wertlos ist. Man kann zeigen, wie das hier vom Tod Gesagte wirklich ernst ist, und deshalb auch gefährlich und durchaus anfechtbar und rebellisch.“
Am vorletzten Sonntag im Kirchenjahr ist nunmehr Hiob 14,1-6.13.15-17 die alttestamentliche Lesung. Claus Westermann hatte seinerzeit dazu eine Predigtmeditation geschrieben, … Mehr
Claus Westermann über den Segen: „Die stille und verborgene Kraft, die das Saatkorn reifen und die Wunden heilen lässt, ist die gleiche heute wie am Anfang, die Segenskraft Gottes“
Es ist Claus Westermann (1909-2000) mit seiner Schrift Der Segen in der Bibel und im Handeln der Kirche (München 1968) … Mehr