Ist das Nizänum wirklich „ein Sieg der Priester über den Glauben des christlichen Volkes“ (Adolf von Harnack)? Im zweiten Band…
Danksagungsgebet über Milch und Honig: „Segne, Herr, auch diese Schöpfungsgaben des Quellwassers, der Milch und des Honigs, und tränke deine Diener aus dieser immerwährenden Quelle, … nämlich dem Geist der Wahrheit, und nähre sie mit diesem Honig und dieser Milch.“
Danksagungsgebet über Milch und Honig In der Taufeucharistie der Traditio Apostolica wird zusätzlich zu Brot und Wein auch ein Melikraton-Kelch,…
In Christus wird der Tod durchschaut – Vom Glauben als Linse: „Zu Lebzeiten den Tod durchschauen – das ist für uns Karfreitags- und Osterbotschaft zugleich. Wer den Tod durchschaut, muss nicht um sein eigenes Leben fürchten. Einmal durchschaut vermag der Tod auf unsere eigene Seele keinen Angstschatten zu werfen.“
In Christus wird der Tod durchschaut – Vom Glauben als Linse „Jesus Christus hat dem Tode die Macht genommen und…
Warum die evangelische Kirche die „rechte alte Kirche“ ist – Aus Martin Luthers Schrift „Wider Hans Worst“: „Zum neunten kann niemand leugnen, dass wir eben dasselbe Leiden (wie Petrus 1. Petr. 5, 9 fordert) wie unsere Brüder in der Welt haben. Da verfolget man uns an allen Orten, da erwürget, ertränkt, henkt und tut man uns um des Wortes willen alle Plage an und gehet es uns gleich wie der alten Kirche.“
In seiner Schrift „Wider Hans Wort“ von 1541 polemisiert Martin Luther gegen Herzog Heinrich von Braunschweig zu Wolfenbüttel, der in…
Hans Joachim Iwand über das Kreuz Christi: „Unser Glaube beginnt genau da, wo die Atheisten meinen, dass unser Glaube zu Ende sein müsse. Unser Glaube beginnt in jener Härte und Nacht, die die Nacht des Kreuzes, der Verlassenheit, der Anfechtung ist, des Zweifels an allem, was es gibt. Wirklich: was es gibt! Unser Glaube muss dort geboren werden, wo alle Gegebenheiten ihn verlassen. Er muss geboren werden aus dem Nichts, muss dieses Nichts schmecken und zu schmecken bekommen, wie sich das kein Philosoph des Nihilismus vorstellen kann.“
In seiner Bonner Christologie-Vorlesung zu Tod und Auferstehung von 1959 hat Hans Joachim Iwand in wenigen Worten eine theologia crucis…
Gerhard von Rad über den Propheten Jona (1950): „»Ja, mit Recht zürne ich bis an den Tod!« Dies also ist der Bote, sozusagen der Treuhänder der Gedanken Gottes über Ninive! — Nun aber holt der Erzähler aus zum Letzten. Jetzt führt er uns aus allem Zwielicht, aus allen Lächerlichkeiten, Unbegreiflichkeiten, mit einem Wort, aus allen Menschlichkeiten steil hinauf unmittelbar an das Herz Gottes. Gott hat das letzte Wort; und wir können nichts Besseres tun, als die wundervollen Worte einfach hierher zu setzen, die in ihrer Hoheit und Gnade gewissermaßen den ganzen Raum ausfüllen, dass jede weitere Frage nach Jona und seinem Starrsinn gegenstandslos wird.“
„Vielleicht stünde es um unser Verständnis des Alten Testamentes anders, wenn bei uns vor allem Theologisieren die Kunst des einfachen…
Rudolf Bultmann, Neues Testament und Mythologie (1941): „Man kann nicht elektrisches Licht und Radioapparat benutzen, in Krankheitsfällen moderne medizinische und klinische Mittel in Anspruch nehmen und gleichzeitig an die Geister- und Wunderwelt des Neuen Testaments glauben. Und wer meint, es für seine Person tun zu können, muss sich klar machen, dass er, wenn er das für die Haltung christlichen Glaubens erklärt, damit die christliche Verkündigung in der Gegenwart unverständlich und unmöglich macht. Die mythische Eschatologie ist im Grunde durch die einfache Tatsache erledigt, dass Christi Parusie nicht, wie das Neue Testament erwartet, alsbald stattgefunden hat, sondern dass die Weltgeschichte weiterlief und – wie jeder Zurechnungsfähige überzeugt ist – weiterlaufen wird.“
Rudolf Bultmanns Vortrag „Neues Testament und Mythologie“, gehalten am 21. April 1941 auf einer Tagung der Gesellschaft für evangelische Theologie…
Hans Joachim Iwands Predigt über Johannes 15,26-27 (1957): „Da sagt Jesus: Wenn aber der Tröster kommen wird, der wird von mir zeugen. Mitten in dieser großen Ratlosigkeit und Verlassenheit, wenn sie da alle aufmarschieren werden, da wird ein Zeuge auftreten, unmittelbar von Gott; ein Zeuge, gesandt vom Auferstandenen aus der Höhe. Ein Zeuge, der wird den Zeugen auf Erden die Zunge lösen. Ein Zeuge, der wird sie alle in die Schranken rufen und fragen: Und du, was kannst du tun? Sieh da, dieses Feld der Leichen; und höre mein ewiges Wort: Wer da glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe.“
Eine ganz starke Predigt hatte Hans Joachim Iwand am Sonntag Exaudi, 2. Juni 1957 beim ersten Gottesdienst in der nach…
„Wenn euch der Sohn frei macht …“ – Eine Betrachtung von Hans Joachim Iwand zu Johannes 8,36: „Das ist der für uns alle gestorbene und auferstandene Herr. Er ist unsere Freiheit. Der Sohn macht frei. Er weiß ganz genau, dass es gerade um jenen ersten Schritt geht: dass es darum geht, dass einer da ist, der mir wieder das Augenlicht schenkt, denn ich bin eben geblendet; dass einer da ist, der mir sagt: Lazarus komm heraus, denn ich liege bei den Toten und rieche die Verwesung um mich her.“
Eine pathetische Freiheitsrede hatte Iwand 1956 gehalten, die zugleich Jesus als Befreier verkündet: Eine Betrachtung zu Johannes 8,36 Wenn euch…