Versinkende Kirche – Novoflot und der wirklich radikale Luther Da kann man den Kunstatheisten der Opernkompanie Novoflot nur gratulieren, die Ende…
Karl Barth, Reformation als Entscheidung (1933): „Vermittlung könnte hier nur Übergang zum Feind bedeuten. Und fröhlich ist hier Widerstand zu leisten: hinter der gefallenen Entscheidung zieht man nämlich seine Straße fröhlich, und wenn man einer gegen hundert wäre, fröhlich, weil man seinen Gegner nicht zu fürchten hat. Die Sache der heute herrschenden Bewegung ist keine starke Sache. Wer die reformatorische Richtung verloren hat, der hat, wie gewaltig er sich auch stelle, das Rückgrat verloren. Er wird nicht schaffen, was er schaffen möchte.“
Reformation als Entscheidung Von Karl Barth Karl Barth hatte am 30. Oktober 1933 in Berlin vor Mitgliedern des Pfarrernotbundes einen…
Franz Overbeck über einen Berufsstand: „Man kann die Theologen die Figaros des Christentums nennen“ als Antwort auf die Frage: „Wozu sind Theologen überhaupt gut?“
Franz Overbeck (1837-1905), theologischer Außenseiter in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, hat seinen Berufsstand wie folgt charakterisiert: Wozu sind…
„Am Anfang war das Jubeljahr.“ Wie der römische Jubiläumsablass von 1300 mit dessen Nachfolgern das Setting für die protestantische Feier eines Reformationsjubiläums vorgibt
„Am Anfang war das Jubeljahr“. Wie der römische Jubiläumsablass von 1300 mit dessen Nachfolgern das Setting für die protestantische Feier…
Martin Luther über Galater 5,1 – Zur Freiheit hat uns Christus befreit!: „Es geht um die Freiheit, zu der Christus uns befreit hat, nicht um die Freiheit aus irgendeiner menschlichen Knechtschaft oder Tyrannengewalt, sondern um die Freiheit von dem ewigen Zorn Gottes. Wo? Im Gewissen. Hier hat unsere Freiheit ihren Ort und will diese Grenzen nicht überschreiten.“
Martin Luther muss für den Protestantismus als Apostel bürgerlicher Freiheit und emanzipatorischer Selbstbestimmung herhalten, als hätte er nie De servo…
„Erscheint uns hier Luther womöglich als ein rückwärts gewandter Fanatiker, sozusagen als ein christlicher Salafist“ – Kristlieb Adloff über Luthers Schrift „Wider Hans Worst“
Kristlieb Adloff hat jüngst für eine Lesung aus der Luther-Schrift „Wider Hans Worst“ eine theologische Einleitung geschrieben: Theologische Bemerkungen zu…
Karl Barth in Sachen Barmen-Gedächtnis (1964): „Barmen ist zu einer alten Fahne geworden, die man alle fünf Jahre entrollt vor den Augen der kaum interessierten Jugend ein bißchen hin und her schwenkt und dann wieder in die Mottenkiste versorgt. Das mag ich nicht unterstützen.“
Nachdem ja die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern nun einen Satz zu Barmen in ihren Grundartikel eingefügt hat („In der Barmer…
Heinrich Vogel über den Glauben an Gott: „Der Glaube ist nicht seine eigene Wahrheit. Er kann die Wahrheit darum auch nicht in einer Selbstbesinnung und in einem Selbstverständnis erschließen. Gott ist Gott in der ewigen Priorität seines Gottseins vor allem unserem Glauben und Bekennen. Dass er als der Gott für uns Gott ist, das und das allein ermöglicht, begründet und wirkt unsern Glauben an Gott.“
Was Heinrich Vogel seinerzeit in seiner Auslegung zum Nicaenischen Glaubensbekenntnis einleitend geschrieben hat, ist immer noch bedenkenswert: Über den Glauben…
Martin Luther in einem Brief an Nikolaus von Amsdorf zur Ausbruch der Pest in Magdeburg 1538: „Ich hoffe, Du machest dennoch die Erfahrung, dass diejenigen, die sterben, ganz fromm und in Christus entschlafen, wie wir dies auch hier erfuhren. Und eben das ist es, was der Psalmist sagt: »Verlaß mich nicht«, und Christus: »In der Schwachheit vollendet sich meine Kraft«. Die Lebenden freilich ängstigen sich und sind schwach, aber die Sterbenden werden bald in andere Menschen verwandelt und sterben stark im Herrn.“
Martin Luthers Brief an Nikolaus von Amsdorf zum Ausbruch der Pest in Magdeburg 1538 Nachdem Martin Luther erfahren hatte, dass…